Bremen (dpa) - 30.10.2010, 18:55 Uhr
Nürnbergs Torschütze zum 3:1 Ilkay Gündogan (l)jubelt mit Pascal Bieder, Mehmet Ekici und Andreas Wolf.
Erstmals seit zwölf Jahren hat der 1. FC Nürnberg bei Angstgegner Werder Bremen gewonnen und dazu den ersten Auswärtserfolg der Saison eingefahren. Der «Club» gewann 3:2 (1:1) bei Werder, das vier Tage nach dem Pokal-Aus bei Bayern München den nächsten Rückschlag hinnehmen musste.
«Nach dem frühen Führungstor haben wir es dem Gegner einfach zu leicht gemacht, uns zu viele Nachlässigkeiten geleistet», sagte Werder-Trainer Thomas Schaaf: «Daran müssen wir arbeiten.» Kapitän Torsten Frings warf seinen Mitspielern sogar Sorglosigkeit vor: «Wir haben Ansprüche bei Werder, denen wir weit hinterherlaufen.»
Die zunächst überlegenen Gastgeber, die zahlreiche Torchancen vergaben, führten nach nur fünf Minuten durch den in die Startelf gerutschten Hugo Almeida, doch Ilkay Gündogan glich Sekunden vor dem Pausenpfiff aus. Mehmet Ekici (47.) traf zum 1:2, Gündogan (73.) erhöhte. Claudio Pizzaros Anschlusstor (90.+1) kam zu spät. Zuvor hatte Werder siebenmal in Serie gegen die Franken gewonnen. «Eine halbe Stunde lang sah es überhaupt nicht nach einem Sieg für uns aus», meinte Gäste-Coach Dieter Hecking, «dann haben wir endlich den Faden gefunden, die Bremer gut beschäftigen können».
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Schaaf wollte für den verletzten Nationalspieler Clemens Fritz auf der rechten Seite Petri Pasanen bringen, doch der Finne verletzte sich beim Aufwärmen und Philipp Bargfrede rutschte wieder in die Anfangsformation. Als rechten Verteidiger bot Schaaf nun den Brasilianer Wesley auf.
Mit einem frühen schnellen Angriff schockte Werder zunächst die Gäste: Pizarro verlängerte einen Pass von Per Mertesacker in den Lauf von Marko Marin. Der Nationalspieler zog die Flanke direkt auf Almeida, der frei aus fünf Metern einköpfen konnte. In der 13. Minute hätten die anfangs konzentrierten Bremer durch Marin und dann im Nachschuss durch Almeida die Führung erhöhen können, doch Gäste- Keeper Raphael Schäfer war zur Stelle. Der Österreicher Marko Arnautovic ließ wieder einmal hochkarätige Möglichkeiten aus: In der 23. Minute vergab der Neuzugang frei vor dem Tor.