| Gründungsdatum | 9. September 1893 | | Anschrift | Mercedesstraße 109 | | 70372 Stuttgart | | Stadion | Mercedes Benz Arena (60 100 Plätze) | | Vereinsfarben | weiß-rot | | Vereinspräsident | Erwin Staudt | | Cheftrainer | Christian Gross (seit 6. Dezember 2009) | | Mitglieder | 46 800 | | Größte Erfolge | | Deutscher Meister | 1950, 1952, 1984, 1992, 2007 | | DFB-Pokal | 1954, 1958 und 1997 | | Deutscher Supercup | 1992 | | Internet | www.vfb-stuttgart.de |
Alles hat sich beim VfB Stuttgart nicht verändert, aber neben so manchem bekannten Gesicht fehlt in der neuen Saison erstmal die Identifikationsfigur Sami Khedira. Nach einer überragenden WM in Südafrika kümmerte sich Real Madrids Erfolgs-Trainer José Mourinho persönlich um den 14-Millionen-Deal des vielseitigen Mittelfeldspielers. Ein warmer Regen in die VfB-Kasse und tolles Aushängeschild für die Vereinsarbeit, aber eben auch ein Problem. Denn auch für Torwart Jens Lehman, der seine Karriere beendet hat, den Barcelona-Rückkehrer Alexsander Hleb oder den Flügelflitzer Roberto Hilbert (Besiktas Istanbul) musste auf dem Rasen Ersatz gefunden werden. Keine einfache Aufgabe für den neuen Sportdirektor Fredi Bobic. Der ehemalige VfB-Stürmer übernahm den Job des in der gesamten Bundesliga geschätzten Horst Heldt, der sich zum FC Schalke 04 locken ließ. Der mit einen Zweijahresvertrag ausgestattete Bobic soll «auf Augenhöhe» mit Jochen Schneider arbeiten, der ebenfalls den Titel Sportdirektor trägt. Für den Umbruch setzten die beiden vor allem auf Spieler mit Perspektive. Die Mittelfeldspieler Johan Audel (FC Valenciennes) und Christian Gentner vom VfL Wolfsburg, der Stürmer Martin Harnik von Werder Bremen oder das Abwehrspieler Philipp Degen (FC Liverpool). Groß sind auch die Fußstapfen für Torwart Sven Ulreich, der das Amt als Nummer eins von Lehmann übernommen hat. Vorsichtige Kritik äußerte Nationalstürmer Cacau an der Einkaufspolitik. «Stuttgart befindet sich in einer Umbruchsituation. Nicht nur am Stadion wird gebaut. Auch an der Mannschaft.» Er hätte bei den Transfers auf mehr Erfahrung gesetzt. Die bevorstehende Saison werde kein Selbstläufer. Nach einem wackligen Saisonstart wurde Cacau erhört. In Mauro Camoranesi von Juventus Turin wurde das Team kurz vor Ende des Transferfensters noch mit einem ehemaligen Weltmeister verstärkt. Der bevorzugt im rechten Mittelfeld wirbelnde Italiener spielte acht Jahre lang für Juventus. Camoranesi unterschrieb beim VfB einen Einjahresvertrag und soll Routine, Spielkultur und Selbstvertrauen einbringen. «Seine Erfahrung tut uns gut», sagte Bobic. «Wir sind glücklich, dass wir so einen Spieler verpflichten konnten. Er hat einen großen Namen und ein Potenzial, das er immer noch abrufen kann.» Aus finanziellen Gründen wäre der Umbruch allerdings nicht notwendig gewesen. Schon vor dem Khedira-Deal, der dem Verein rund 14 Millionen Euro einbrachte, war klar, dass der VfB mit dem höchsten Umsatz und Gewinn der Vereinsgeschichte 2010 gut aufgestellt ist. Auch wenn sich der Club schwer tut mit den hohen Personalkosten aus Champions-League-Zeiten und den Millionenausgaben für den Stadionumbau. Das Aufgebot: Tor: 1* Sven Ulreich, 12 Alexander Stolz, 23 Marc Ziegler Abwehr: 2 Philipp Degen, 3 Cristian Molinaro, 5 Serdar Tasci, 6 Georg Niedermeier, 15 Arthur Boka, 17 Matthieu Delpierre, 21 Khalid Boulahrouz, 27 Stefano Celozzi Mittelfeld: 8 Zdravko Kuzmanovic, 13 Timo Gebhart, 14 Patrick Funk, 16 Mauro Camoranesi, 20 Christian Gentner, 24 Mamadou Bah, 25 Elson, 26 Daniel Didavi, 35 Christian Träsch Angriff: 7 Martin Harnik, 9 Ciprian Marica, 11 Johan Audel, 18 Cacau, 29 Pawel Pogrebnjak * Zahl ist jeweils die Rückennummer (Stand: September 2010)
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