Bayern-Frauen angespannt vor Paris-Kracher

München (dpa) – Die Fußballerinnen des FC Bayern gehen mit einer Mischung aus Anspannung und Vorfreude in die bislang wichtigste internationale Partie der Vereinshistorie.

Bayern-Frauen angespannt vor Paris-Kracher
Trainer Thomas Wörle ahnt, dass das Spiel ger Bayern-Frauen gegen Paris Saint-Germain nicht leicht werden wird. Foto: Andreas Gebert

München (dpa) – Die Fußballerinnen des FC Bayern gehen mit einer Mischung aus Anspannung und Vorfreude in die bislang wichtigste internationale Partie der Vereinshistorie.

Vor dem Hinspiel des Champions-League-Viertelfinales gegen Paris Saint-Germain hofft der deutsche Meister vor allem auf den Heimvorteil. «Es wird nicht leicht für uns werden», sagte Trainer Thomas Wörle. Für die Begegnung wird seit langem in München geworben, Vereinspräsident Uli Hoeneß will auch Spieler der Männer-Mannschaft im Grünwalder Stadion sehen. «Wir wissen, was der Verein an Aufwand betrieben hat, um das Stadion voll zu bekommen», sagte Wörle.

Daher lasse sich «eine gewisse Anspannung» nicht vermeiden, wie die routinierte Melanie Behringer einräumte. «Wann spielen wir schonmal vor so einer Kulisse», ergänzte Wörle und hofft auf mehr als 5000 Fans. So viele Zuschauer hatte das Frauen-Team des FCB noch nie.

Gegen die französische Spitzenmannschaft sind die Bayern Außenseiter. «Paris ist sicherlich momentan eines der drei besten Teams in Europa und international erfahrener als wir», erklärte Wörle. Zudem fehlen den Münchnern gleich mehrere verletzte Spielerinnen.

Die jüngsten zwei Niederlagen in DFB-Pokal und Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg hätten keine negativen Auswirkungen auf die Champions League, sagte Wörle. Er meinte sogar, eine gute zweite Halbzeit gegen den VfL zuletzt sei das, «was dir das Gefühl gibt, dass du auch im Spiel gegen Paris dabei sein kannst». Das entscheidende Rückspiel im Kampf um das Halbfinale steigt in der kommenden Woche in Paris.

Auch die Wolfsburgerinnen messen sich mit einem starken französischen Team, nämlich Olympique Lyon, dem Titelverteidiger und insgesamt dreimaligen Champion der Königsklasse. Das Aufeinandertreffen der beiden Spitzenteams ist zugleich die Revanche für das Finale 2016.

Hoeneß hofft auf Männer-Profis als Fans beim Frauen-Spiel

München (dpa) – Präsident Uli Hoeneß hofft beim Viertelfinal-Hinspiel der Bayern-Frauen in der Champions League auch auf Unterstützung aus dem Männer-Team.

Hoeneß hofft auf Männer-Profis als Fans beim Frauen-Spiel
Uli Hoeneß ist der Präsident des FC Bayern München. Foto: Tobias Hase

München (dpa) – Präsident Uli Hoeneß hofft beim Viertelfinal-Hinspiel der Bayern-Frauen in der Champions League auch auf Unterstützung aus dem Männer-Team.

«Eigentlich hätten die Frauen in jedem Spiel drei-, vier-, fünftausend Zuschauer verdient. Leider spielen sie aber meist nur vor einigen hundert. Deswegen haben wir uns zusammengesetzt, um zu prüfen, was wir tun können, damit mehr Fans ins Stadion kommen. Ich werde auch versuchen, den einen oder anderen unserer Männer-Profis mit zum Spiel zu nehmen», erklärte Hoeneß auf der Internetseite des Vereins.

«Man kann nicht immer nur miteinander auf dem Rathausbalkon feiern, sondern muss auch mal da sein, wenn es schwierig ist. Und dieses Spiel wird extrem schwierig», sagte Hoeneß. Am Donnerstag empfangen die Bayern im Grünwalder Stadion den französischen Topclub Paris Saint-Germain. Das Rückspiel findet eine Woche später in Frankreich statt.

«Ich war ja nicht immer ein Freund des Frauenfußballs. Aber als ich mich mit unserem Frauen-Team näher beschäftigt habe, habe ich meine Meinung geändert», sagte Hoeneß. «Ich finde auch, dass die Entwicklung des Frauenfußballs unglaublich positiv ist. Früher war das technisch nicht so fein, heute spielen sie auf einem sehr, sehr guten Niveau. Mein Respekt vor der Leistung unserer Mannschaft ist groß. Ich bin der Meinung, dass der Frauenfußball heute ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft ist.»

Wolfsburg siegt im Frauen-Topspiel gegen Bayern

Düsseldorf (dpa) – Die Fußball-Frauen des deutschen Meisters Bayern München haben eine erfolgreiche Revanche für das Ausscheiden im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg verpasst.

Wolfsburg siegt im Frauen-Topspiel gegen Bayern
Das Team von Wolfsburgs Trainer Ralf Kellermann siegt im Topspiel gegen den FC Bayern. Foto: Arne Dedert

Düsseldorf (dpa) – Die Fußball-Frauen des deutschen Meisters Bayern München haben eine erfolgreiche Revanche für das Ausscheiden im DFB-Pokal gegen den VfL Wolfsburg verpasst.

Vier Tage nach der 0:2-Heimniederlage im Cup-Viertelfinale verloren die Münchnerinnen auch das Bundesliga-Spitzenspiel beim Team von Trainer Ralf Kellermann mit 0:2. Pernille Harder (14. Minute) und Isabel Kerschowski (84.) entschieden das Verfolgerduell zugunsten des VfL. Damit bauten die Wolfsburgerinnen (35 Punkte) als Tabellen-Zweite hinter Spitzenreiter Turbine Potsdam (37) ihren Vorsprung auf die Bayerinnen (31) aus.

Die Potsdamerinnen fuhren zuvor einen sicheren 5:0-Heimerfolg gegen Schlusslicht Borussia Mönchengladbach ein. Der 1. FFC Frankfurt zog dank eines 3:0-Sieges bei der SGS Essen an Freiburg vorbei und ist jetzt Vierter. Nationalspielerin Mandy Islacker erzielte alle drei Tore für die Hessinnen, darunter das 1:0 per Elfmeter.

Während in der Abstiegszone die Westclubs Bayer Leverkusen (0:3 gegen den SC Sand) und MSV Duisburg (0:1 beim USV Jena) nicht punkten konnten, gelang 1899 Hoffenheim beim Pokal-Halbfinalisten Freiburg ein achtbares 0:0. Die Kraichgauerinnen schöpfen mit dem Remis neuen Mut im Kampf gegen den Abstieg in die 2. Liga.

DFB-Pokal: Freiburg, Wolfsburg, Sand und Bayer im Halbfinale

Freiburg (dpa) – Rekordsieger 1. FFC Frankfurt ist im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen die Fußball-Frauen des SC Freiburg ausgeschieden.

DFB-Pokal: Freiburg, Wolfsburg, Sand und Bayer im Halbfinale
Hasret Kayikci erzielte das Führungstor für den SC Freiburg. Foto: Frank Rumpenhorst

Freiburg (dpa) – Rekordsieger 1. FFC Frankfurt ist im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen die Fußball-Frauen des SC Freiburg ausgeschieden.

Das 0:2 (0:1) vor 563 Zuschauern im Möslestadion war zugleich im fünften Duell die erste Pokalniederlage des FFC gegen die Freiburgerinnen. Der SCF steht dank der Treffer der zweimaligen deutschen Nationalspielerin Hasret Kayikci (7. Minute) und Sandra Starke (90.+6) zum fünften Mal in Serie im Pokal-Halbfinale. Bis ins Endspiel hat es der Club aus dem Breisgau noch nie geschafft.

Auch der VfL Wolfsburg steht im Pokal-Halbfinale. Der Titelverteidiger erreichte die Vorschlussrunde durch ein 2:0 (0:0) gegen den FC Bayern München zum dritten Mal in Serie.

In einem engen Duell gelang der eingewechselten Belgierin Tessa Wullaert das Tor zum 1:0 (73. Minute). Gina Lewandowski sorgte mit einem Eigentor (86.) für die Vorentscheidung.

Vier Tage vor dem Bundesliga-Duell am Sonntag war der Tabellenzweite aus Wolfsburg in der ersten Halbzeit klar besser als der Dritte aus München. Die Gäste aus Niedersachsen konnten ihre Überlegenheit aber erst in der zweiten Hälfte ausnutzen und auch das zehnte Pflichtspiel in Serie gewinnen. Der VfL hat nun die Chance auf den dritten Pokalsieg nach 2015 und 2016.Watch Full Movie Online Streaming Online and Download

Der FC Bayern verpasste dagegen den erneuten Einzug ins Halbfinale. Dort spielen am 16. April neben dem VfL und Freiburg Vorjahresfinalist SC Sand und Bayer 04 Leverkusen. Leverkusen siegte dank der Treffer von Turid Knaak (18.) und Lisa Schwab (22.) gegen BV Cloppenburg 2:0 (2:0). Schon zuvor war das 1:0 (0:0) des SC Sand bei Werder Bremen perfekt. Das Tor erzielte Nina Burger in der 78. Minute.

Turbine Potsdam wieder an der Bundesliga-Spitze

Potsdam (dpa) – Der 1. FFC Turbine Potsdam ist zurück an der Tabellenspitze der Frauenfußball-Bundesliga. Das Team von Trainer Matthias Rudolph bezwang die TSG 1899 Hoffenheim am Sonntag mit 1:0 (1:0).

Turbine Potsdam wieder an der Bundesliga-Spitze
Potsdams Lia Wälti erzielte im Spiel gegen Hoffenheim das Tor des Tages. Foto: Oliver Mehlis

Potsdam (dpa) – Der 1. FFC Turbine Potsdam ist zurück an der Tabellenspitze der Frauenfußball-Bundesliga. Das Team von Trainer Matthias Rudolph bezwang die TSG 1899 Hoffenheim am Sonntag mit 1:0 (1:0).

Das Tor im Nachholspiel des 12. Spieltags erzielte vor 1837 Zuschauern die Schweizer Nationalspielerin Lia Wälti (14.). Mit jetzt 34 Punkten haben die Brandenburgerinnen zwei Zähler Vorsprung auf den VfL Wolfsburg sowie drei Punkte auf Bayern München. Am kommenden Sonntag trifft Wolfsburg im Spitzenspiel zu Hause auf den FC Bayern.

In einer über weite Strecken schwachen Partie offenbarte Turbine ungewohnte Unkonzentriertheiten im Spielaufbau. In der Offensive machte sich erneut das verletzungsbedingte Fehlen des Sturmduos Tabea Kemme und Svenja Huth bemerkbar. Potsdam ging nach einer Standardsituation in Führung. Nach einer verlängerten Ecke von rechts reagierte Wälti am schnellsten und traf zum Arbeitssieg.

Voss-Tecklenburg gewinnt mit Schweizer Frauen Zypern-Cup

Larnaka/Zypern (dpa) – Die Fußball-Frauen aus der Schweiz haben zum ersten Mal den Zypern-Cup gewonnen. Das Team der deutschen Trainerin Martina Voss-Tecklenburg bezwang im Finale der zehnten Auflage des internationalen Turniers in Larnaka Südkorea mit 1:0 (0:0).

Voss-Tecklenburg gewinnt mit Schweizer Frauen Zypern-Cup
Trainerin Martina Voss-Tecklenburg hat mit dem Frauen-Nationalteam der Schweiz den Zypern-Cuö gewonnen. Foto: Salvatore Di Nolfi

Larnaka/Zypern (dpa) – Die Fußball-Frauen aus der Schweiz haben zum ersten Mal den Zypern-Cup gewonnen. Das Team der deutschen Trainerin Martina Voss-Tecklenburg bezwang im Finale der zehnten Auflage des internationalen Turniers in Larnaka Südkorea mit 1:0 (0:0).

Lara Dickenmann vom Bundesligisten VfL Wolfsburg gelang kurz nach der Pause mit einem direkten Freistoß das Siegtor. Platz drei sicherte sich Nordkorea mit einem 2:0-Erfolg über das Team aus Irland, das vom ehemaligen Bundesliga-Trainer Colin Bell betreut wird. Beim Zypern-Cup waren fünf Mannschaften am Start, die auch an der Frauen-EM im Sommer in den Niederlanden teilnehmen. Der deutsche EM-Gruppengegner Italien belegte einen enttäuschenden elften Rang.

DFB-Frauen nach 1:0 gegen England auf EM-Kurs

Die deutschen Fußball-Frauen schließen das Turnier in den USA nach dem 1:0 über England auf Platz zwei ab. Anja Mittag sichert den Erfolg mit ihrem 50. Länderspieltor. Bundestrainerin Jones ist optimistisch im Hinblick auf die EM-Titelverteidigung im Sommer.

DFB-Frauen nach 1:0 gegen England auf EM-Kurs
Anja Mittag (M.) gelang ihr 50. Länderspieltor. Foto: Justin Cooper

Washington (dpa) – Die DFB-Fußballerinnen haben mit einem gelungenen Abschluss beim ersten EM-Härtest Lust auf die Europameisterschaft im Sommer geweckt.

Dank des Jubiläumstores von Stürmerin Anja Mittag in der 44. Spielminute landete die Auswahl von Bundestrainerin Steffi Jones in Washington einen verdienten 1:0 (1:0)-Sieg gegen England und beendete das hochkarätig besetzte Vier-Nationen-Turnier in den USA wie bei der Premiere im Vorjahr mit dem zweiten Platz.

«Es war für mich ein gutes Turnier. Vor allem, weil ich gesehen habe, wie die Mannschaft das umgesetzt hat, was wir von ihr wollten, und wie sie sich von Spiel zu Spiel gesteigert hat. Ich bin sehr froh, dass wir gegen England gewonnen und uns belohnt haben», bilanzierte Jones nach der letzten Partie beim SheBelieves Cup. «Ich sehe unsere Mannschaft auf einem sehr guten Weg. Man merkt, dass wir uns immer wohler fühlen und die Abläufe immer besser harmonieren.»

Den Turniersieg sicherten sich die starken Französinnen, die direkt nach dem deutschen Spiel den im Umbruch befindlichen Weltmeister USA vor eigenem Publikum mit 3:0 im RFK-Stadion entzauberten.

131 Tage vor dem Start der Europameisterschaft vom 16. Juli bis 6. August in den Niederlanden hat Jones nach dem einwöchigen Kräftemessen mit den besten Teams der Welt mehr Klarheit über den Leistungsstand ihrer Schützlinge. «Wir wissen jetzt, wo wir stehen, was schon gut funktioniert und woran wir bis zur EM noch arbeiten müssen», erklärte die 44 Jahre alte Fußball-Lehrerin. ‎

Angreiferin Mittag vom VfL Wolfsburg hatte dem Olympiasieger am Dienstagabend mit ihrem 50. Länderspieltor den 20. Erfolg im 24. Duell mit dem WM-Dritten von 2015 beschert. Die hoch eingeschätzten Engländerinnen, die mit einem 1:0-Sieg gegen die die US-Girls überrascht hatten, bereiteten dem achtmaligen Europameister nur in der ersten Viertelstunde einige Probleme.

«Das Team ist bereits zu einer Einheit gewachsen, die eine Spielerin ist für die andere da. Und sie bringen alle viel Leidenschaft und Freude mit», lobte Jones, die als Abwehrspielerin von Washington Freedom zwei Jahre lang im selben Stadion ihre Heimspiele in der US-Profiliga austrug. «Ich verbinde viele positive Erinnerungen mit diesem Ort, jetzt ist noch eine dazu gekommen.»

Jones freute sich über die Steigerung ihrer Elf im Vergleich zu den Partien gegen die USA (0:1) und Frankreich (0:0). Die Kombinationen liefen flüssiger und zielstrebiger. Und endlich gelang auch das erste Turniertor. Sehenswert war die Entstehung des Jubiläumstreffers von Mittag in ihrem 152. Länderspiel. Nach einer Stafette über mehrere Stationen spitzelte die spielfreudige Lina Magull den Ball gekonnt in den Lauf der mit 31 Jahren ältesten deutschen Spielerin. «Wir hätten noch das ein- oder andere Tor mehr machen können», sagte Mittag, die das Team schon sehr weit sieht. «Bis zur EM sind es noch ein paar kleinen Sachen, die wir verändern wollen.»

Die DFB-Elf bestreitet am 9. April in Erfurt gegen den Olympia-Dritten Kanada ihr erstes Heimspiel im EM-Jahr. Die direkte Vorbereitung beginnt am 18. Juni. Geplant sind drei Trainingslager. Der letzte Test vor der für den 12. Juli geplanten Abreise ins Nachbarland steigt am 4. Juli. Ein passender Gegner wird noch gesucht. Bei der EM startet Titelverteidiger Deutschland am 17. Juli gegen Mitfavorit Schweden. Weitere Vorrunden-Kontrahenten sind Italien und Russland.

DFB-Frauen wollen versöhnlichen Turnierabschluss

Noch warten die deutschen Fußballerinnen beim Vier-Länder-Turnier in den USA auf ihr erstes Tor. Nach dem 0:1 gegen den Gastgeber und der Nullnummer gegen Frankreich soll es im letzten Spiel gegen die robusten Engländerinnen klappen.

DFB-Frauen wollen versöhnlichen Turnierabschluss
Babett Peter hofft auf ein dominantes Spiel gegen England. Foto: Guido Kirchner

Washington (dpa) – Noch warten die erfolgsverwöhnten deutschen Fußballfrauen auf das erste Turniertor. Doch gegen die starken Engländerinnen soll dieses Manko behoben werden.

«Wir wollen auf das Spiel gegen Frankreich aufbauen und mit viel Spielfreude und Laufbereitschaft agieren. Die Chancen, die wir uns erarbeiten, müssen wir besser und konsequenter nutzen, denn wir wollen gegen England gewinnen und einen positiven Abschluss», sagte Bundestrainerin Steffi Jones vor der abschließenden Partie des Vier-Länder-Turniers am Dienstag in Washington gegen den WM-Dritten von 2015.

Die bisherige Bilanz des Olympiasiegers beim «SheBelieves Cup» ist ausbaufähig. Nach dem 0:1 gegen den Gastgeber und dem 0:0 gegen Frankreich, als zahlreiche gute Tormöglichkeiten und auch eine Elfmeter-Chance ausgelassen wurden, strebt das DFB-Team den ersten Sieg an. Auch wenn die Ergebnisse für die Cheftrainerin nicht das Entscheidende sind. Jones will vor allem «wichtige Erkenntnisse» im Hinblick auf die Europameisterschaft in den Niederlanden (16. Juli bis 6. August) sammeln. «England ist für uns ein weiterer guter Test auf dem Weg zur EURO, weil die Mannschaft sehr robust und zweikampfstark auftritt.»

Doch für das Selbstbewusstsein der jungen DFB-Elf wäre eine erfolgreiche Revanche für die bisher einzige Länderspiel-Niederlage gegen England (in 23 Spielen) im Duell um Platz drei bei der WM in Kanada 2015 durchaus förderlich. «Auf der Leistung gegen Frankreich können wir aufbauen. Wir wollen wieder mit hoher Laufbereitschaft, viel Engagement und Leidenschaft ins Spiel gehen», betonte die Freiburger Stürmerin Hasret Kayikci.

Doch die Partie gegen die robusten und zweikampfstarken Engländerinnen wird nicht leichter als die ersten beiden Turnierspiele. Am Samstag zeigten die «Löwinnen» beim überraschenden 1:0 gegen die US-Girls viel Biss und liegen vor dem letzten Spieltag hinter der Equipe Tricolore (4 Punkte) mit drei Zählern auf Platz zwei vor den USA (3) und Deutschland (1).

«Leider konnten wir das Spiel England gegen USA erst kurz vor Schluss verfolgen, als wir zurück im Hotel waren», berichtete Frankfurts Stürmerin Mandy Islacker am Montag nach der Ankunft in der US-Hauptstadt. Mark Sampson, Coach der Engländerinnen, gab sich vor dem Duell mit dem achtmaligen Europameister im RFK Stadion selbstbewusst. «Wir wollen das Turnier gewinnen», sagte der Waliser. Und auch Stürmerin Ellen White, die das Siegtor gegen die USA erzielte, ist heiß auf Deutschland: «Für uns ist das wie ein Finale.»

Fußball-Frauen weiter ohne Tor in den USA

Die deutschen Fußballerinnen erzielen beim Turnier in den USA auch im zweiten Spiel kein Tor. Dem 0:1 gegen die USA und dem 0:0 gegen Frankreich folgt das abschließende Duell mit den starken Engländerinnen. Den Britinnen gelingt gegen den Weltmeister ein Coup.

Fußball-Frauen weiter ohne Tor in den USA
Auch im zweiten Spiel verpasst das deutsche Team einen Sieg. Foto: Julio Cortez

Washington (dpa) – Zwei Spiele, kein Treffer – die Zwischenbilanz der deutschen Fußball-Frauen beim Vier-Nationen-Turnier in den USA fällt eher mäßig aus.

Doch Bundestrainerin Steffi Jones und ihre Spielerinnen gaben sich nach dem 0:0 gegen Frankreich alle Mühe, vor der letzten Partie beim SheBelieves-Cup gegen England am Dienstag (22.00 Uhr MEZ) keine schlechte Stimmung aufkommen zu lassen. «Im Endeffekt war es ein richtig attraktives, gutes Spiel», urteilte Jones. Einzig die Chancenverwertung passte ihr nicht: «Chancen waren en masse da, nur dieses Ding wollte nicht rein.»

Tatsächlich verzeichneten die DFB-Frauen am Samstag in Harrison allerhand Top-Gelegenheiten gegen die Französinnen, die auch bei der EM in den Niederlanden vom 16. Juli bis zum 6. August als Rivale um den Titel gelten. Selbst einen Foulelfmeter verschoss der Olympiasieger – der Versuch der Frankfurterin Mandy Islacker (24. Minute) geriet zu unplatziert. «Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen, sonst hätten wir gewonnen», kommentierte Jones.

Als wirklicher Härtest kann die Partie allerdings auch nicht gewertet werden, zumal Jones im Gegensatz zum 0:1 zum Turnierauftakt gegen Gastgeber USA viele Spielerinnen aus der zweiten Reihe in die Startelf beorderte. Eine gute Partie machte die Essenerin Sara Doorsoun, auch wenn die 25-Jährige zwei hochkarätige Chancen vergab. «Wir haben wieder sehr viele positive Erkenntnisse rausziehen können», befand die Trainerin. Doorsoun war mit ihrem fünfen Länderspiel zufrieden: «Ich kann auf dieser Leistung aufbauen.»

Die deutsche Mannschaft reiste am Sonntag von Harrison in New Jersey weiter nach Washington, wo zum Abschluss des Turniers der Vergleich mit England ansteht. «Wir haben uns vorgenommen, das Spiel genauso zu dominieren, diesmal dann aber auch gut zu Ende zu spielen», betonte die Wolfsburgerin Babett Peter. Fehlen wird Kathrin Hendrich. Die Verteidigerin des 1. FFC Frankfurt reiste wegen einer wichtigen Prüfung innerhalb ihres Studiums vorzeitig zurück.

Dass das Duell mit dem Weltranglistenfünften kein Selbstläufer wird, zeigt das Zwischenranking beim SheBelieves-Cup. Die Britinnen sind nach dem 1:0-Überraschungscoup gegen Weltmeister USA mit drei Punkten Tabellenzweiter hinter Frankreich (4) und noch vor den USA (3) und dem achtmaligen Europameister Deutschland (1).

Deutsche Fußball-Frauen ohne Hendrich gegen England

New York (dpa) – Die deutschen Fußball-Frauen müssen im letzten Spiel beim Vier-Nationen-Turnier in den USA gegen England am Dienstag (22.00 Uhr MEZ) ohne Kathrin Hendrich auskommen.

Deutsche Fußball-Frauen ohne Hendrich gegen England
Kathrin Hendrich flog zurück nach Deutschland. Foto: Deniz Calagan

New York (dpa) – Die deutschen Fußball-Frauen müssen im letzten Spiel beim Vier-Nationen-Turnier in den USA gegen England am Dienstag (22.00 Uhr MEZ) ohne Kathrin Hendrich auskommen.

Die Verteidigerin vom 1. FFC Frankfurt reiste von New York aus wieder in die Heimat, weil eine wichtige Prüfung innerhalb ihres Studiums ansteht, wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte. Dies sei bereits vor dem Turnierstart mit Bundestrainerin Steffi Jones besprochen gewesen. Die 24 Jahre alte Hendrich hatte am Samstag beim 0:0 gegen Frankreich in der Startelf gestanden, sie kam bisher insgesamt auf 15 Länderspiele.