Halbfinal-Hit zwischen Bayern und Dortmund am 26. April

Frankfurt/Main (dpa) – Das Halbfinale im DFB-Pokal zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund findet am 26. April (20.45 Uhr) statt. Das gab der Deutsche Fußball-Bund bekannt.

Halbfinal-Hit zwischen Bayern und Dortmund am 26. April
Borussia Dortmund trifft im Pokal-Halbfinale am 26. April auf den FC Bayern. Foto: Guido Kirchner/Archiv

Frankfurt/Main (dpa) – Das Halbfinale im DFB-Pokal zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund findet am 26. April (20.45 Uhr) statt. Das gab der Deutsche Fußball-Bund bekannt.

Einen Tag zuvor ermitteln Borussia Mönchengladbach und Eintracht Frankfurt (20.45 Uhr) den anderen Teilnehmer für das Pokalendspiel am 27. Mai im Berliner Olympiastadion.

Der FC Bayern und Borussia Dortmund treffen seit 2012 zum sechsten Mal in Serie in einer DFB-Pokalsaison aufeinander. Im vergangenen Jahr setzten sich die Münchner im Finale mit 4:3 im Elfmeterschießen durch. Insgesamt spricht die Pokalbilanz für die Münchner: In neun Partien gab es sechs Siege, der BVB gewann dreimal.

Die Pokal-Begegnung zwischen Mönchengladbach und Frankfurt wird die fünfte Auflage im DFB-Pokal erleben. Zuletzt gewannen die Gladbacher in der zweiten Runde der Saison 2014/2015 mit 2:1.

Pokal-Traumduell mit Bayern noch kein Thema für Dortmund

Ein blaues Wunder blieb dem BVB erspart. Anders als die Ligakonkurrenten aus Bremen und Leverkusen meisterte der Revierclub die Pokal-Hürde beim Drittligisten Lotte. Doch die nun anstehende Aufgabe im Halbfinale könnte kaum schwerer sein.

Pokal-Traumduell mit Bayern noch kein Thema für Dortmund
Nach dem am Ende klaren Sieg im Pokal-Viertelfinale geht es für Borussia Dortmund wieder gegen den FC Bayern. Foto: Guido Kirchner

Osnabrück (dpa) – Hans-Joachim Watzke schien erleichtert, aber nicht wirklich entspannt. Kaum war das Traum-Halbfinale im DFB-Pokal gegen den FC Bayern perfekt, schwor der BVB-Geschäftsführer die Dortmunder Profis auf das wichtigste Saisonziel ein.

Den vielen Fragen nach den Chancen im Dauerduell mit den Münchnern schenkte er nach dem hart erkämpften 3:0 (0:0) der Borussia über den Drittligisten SF Lotte kaum Beachtung: «Die Pokalwettbewerbe sind jetzt erst einmal außen vor. Wir müssen den dritten Platz in der Bundesliga absichern und idealerweise versuchen, Leipzig anzugreifen.»

Auf die Mithilfe von Mario Götze können die Dortmunder dabei jedoch nicht zählen. Wie der Verein am Mittwoch mitteilte, schlägt der an einer Stoffwechselstörung erkrankte Weltmeister zwar positiv auf «die erste Phase der Behandlung» an, wird aber – einen positiven Behandlungsverlauf vorausgesetzt – erst im Fühsommer wieder «mit dem leistungsorientierten Training beginnen».

Auf den ersten Blick scheint der Revierclub derzeit aber auch ohne Götze im Soll. Mit dem Einzug in das Viertelfinale der Champions League und das Pokal-Halbfinale sind erste Ziele erreicht. Doch die anhaltende Ungewissheit, ob der Bundesliga-Dritte auch in der kommenden Saison zur europäischen Königsklasse gehört, nimmt Watzke derzeit die Fähigkeit zu unbeschwerter Freude: «Das Allerwichtigste ist jetzt, dass unser Fokus auf den Bundesligaspielen gegen Ingolstadt, Schalke und Frankfurt liegt.»

Nach Einschätzung von Thomas Tuchel scheint sein Team auf gutem Weg, auch diese Hürden zu meistern. So wertete der Coach den schmucklosen, aber am Ende souveränen Sieg über Lotte als Indiz für die Charakterstärke seiner Profis: «Dieser Sieg ist nicht hoch genug einzuschätzen. Das war kein Matchplan-Spiel, sondern ging über die Einstellung. Wir waren uns heute für nichts zu schade.»

Nach wackeligem Beginn sorgten die Torschützen Christian Pulisic (57. Minute), André Schürrle (66.) und Marcel Schmelzer (83.) für den verdienten Erfolg. Trotz der 1:2-Niederlage am vorigen Wochenende bei Hertha BSC attestierte Tuchel seiner Mannschaft einen anhaltenden Aufwärtstrend: «Ich bin mit dieser Saisonphase sehr zufrieden. Die Mannschaft steht gut auf dem Platz.»

Viel Zeit zur Freude bleibt dem Fußball-Lehrer jedoch nicht. Schon am Freitag steht das Bundesliga-Heimspiel gegen Ingolstadt an. Noch ist offen, ob die in Osnabrück fehlenden Pierre-Emerick Aubameyang und Julian Weigl wieder zur Verfügung stehen. Die angeschlagenen Stammkräfte nahmen auch am Mittwoch nicht am Mannschaftstraining teil.

Der nächste Auftritt im Pokal steht dagegen erst Ende April an. Im Lieblingswettbewerb der vergangenen Jahre bietet sich dem BVB die Chance, als erste Mannschaft überhaupt zum vierten Mal in Serie das Endspiel zu erreichen. Dazu ist allerdings ein Sieg beim derzeit dominanten Branchenprimus aus München nötig. «Wenn wir den Pokal gewinnen wollen, müssen wir eh irgendwann gegen München gewinnen», sagte Kapitän Marcel Schmelzer.

Abwegig ist dieses Unterfangen nicht. Schon vor zwei Jahren war dem BVB im Halbfinale beim FC Bayern ein ähnlicher Coup gelungen. Beide Teams stehen sich zum insgesamt zehnten Mal im DFB-Pokal gegenüber. Spannung scheint garantiert: Fünf der letzten sieben Duelle gingen in die Verlängerung, drei davon ins Elfmeterschießen.

Der Traum des tapferen Underdogs aus Lotte von einem Halbfinale gegen den großen FC Bayern ging dagegen zu Ende. Nach vielbeachteten Erfolgen über die klassenhöheren Kontrahenten Werder Bremen, Bayer Leverkusen und 1860 München erwies sich der BVB als eine Nummer zu groß. «Natürlich bin ich enttäuscht», gestand Trainer Ismail Atalan, «wir hatten geplant zu gewinnen.» Doch eigentlich war sein Stolz über die zurückliegende Erfolgsstory größer als der Frust über die verdiente Niederlage. Den Hauptgrund für das 0:3 hatte Atalan schnell gefunden: «Die spielen Champions League, wir spielen 3. Liga.»

BVB bezwingt Pokalschreck Lotte 3:0

Was Bremen und Leverkusen nicht geschafft haben, gelang dem BVB: Die Borussia setzte sich gegen Pokalschreck Lotte durch. Gerade zu Beginn des Spiels hatte Dortmund jedoch Mühe. Nun wartet der Kracher im Halbfinale.

BVB bezwingt Pokalschreck Lotte 3:0
Die Dortmunder feierten einen glanzlosen Auswärtserfolg. Foto: Guido Kirchner

Osnabrück (dpa) – Das Giganten-Duell im Halbfinale des DFB-Pokals zwischen Bayern München und Borussia Dortmund ist perfekt.

Der BVB musste beim 3:0 (0:0)-Erfolg im Viertelfinal-Nachholspiel gegen die Sportfreunde Lotte jedoch fast eine Stunde auf den erlösenden Führungstreffer von Christian Pulisic (57. Minute) warten. Vor 15 780 Zuschauern im Stadion an der Bremer Brücke in Osnabrück trafen zudem André Schürrle (66.) und Marcel Schmelzer (83.) für den Revier-Club. Für Fußball-Drittligist Lotte ist der Pokal-Traum nach zuvor drei Siegen gegen höherklassige Mannschaften nun beendet.

«Dickes, dickes Kompliment für meine Mannschaft», sagte Dortmunds Trainer Thomas Tuchel nach dem Pflichtsieg. Der BVB reist Ende April zum Halbfinal-Kracher nach München. Dort will Dortmund in seinem Parade-Wettbewerb zum vierten Mal in Serie das Finale im Berliner Olympiastadion erreichen. Das ist in der Pokal-Historie noch keinem Club gelungen. «Schöner könnte es nicht sein: 3:0. Mund abputzen. Jetzt geht’s weiter gegen Bayern», sagte BVB-Mittelfeldspieler Gonzalo Castro.

Defensivmann Schmelzer wollte angesichts des anstehenden schweren Auswärtsspiels nicht mit der Auslosung hadern. Er sagte zum Duell mit dem Bundesliga-Tabellenführer und Rekordpokalsieger: «Wenn wir den Pokal gewinnen wollen, müssen wir eh irgendwann gegen München gewinnen.» Das Finale findet am 27. Mai statt.

Ohne seinen besten Torschützen Pierre-Emerick Aubameyang und Mittelfeldspieler Julian Weigl, die mit Adduktorenproblemen ausfielen, tat sich der BVB in der Anfangsphase schwer. Lottes Trainer Ismail Atalan hatte für die Neuansetzung der Partie, die vor zwei Wochen wegen Unbespielbarkeit des Rasens abgesagt worden war, eine offensive Gangart angekündigt. Und genau so begann seine Mannschaft: Mutig spielte der Außenseiter nach vorne, kam bereits in der zweiten Minute erstmals vor das Dortmunder Tor und hatte wenig später seine erste Großchance. Tim Wendel scheiterte jedoch freistehend an BVB-Keeper Roman Bürki (11.).

«Wir haben in der ersten Halbzeit gut mitgehalten», meinte Lottes Offensivspieler Kevin Freiberger. «Ich glaube, dass wir erhobenen Hauptes nach Hause fahren können.»

Der BVB schien vom engagierten Auftritt der Sportfreunde zunächst überrascht, war in den Zweikämpfen nicht präsent und zeigte sich nach einer Viertelstunde erstmals gefährlich im gegnerischen Strafraum. Schürrles Flanke auf Ousmane Dembélé war jedoch zu ungenau.

Die Borussia kam erst allmählich besser in die kampfbetonte Partie, übernahm nach rund 20 Minuten die Regie und hatte mehr Ballbesitz. Klare Tor-Gelegenheiten erspielte sich das Team von Coach Tuchel jedoch im ersten Durchgang nicht. Zwei Distanzschüsse von Raphael Guerreiro (24.) und Castro (30.), die ihr Ziel verfehlten, das war’s. Dortmund fehlte im Angriff Kreativität und Durchschlagskraft.

Das änderte sich Anfang des zweiten Durchgangs. Kurz nach dem Seitenwechsel scheiterte Shinji Kagawa freistehend aus spitzem Winkel an Benedikt Fernandez im Tor der Sportfreunde, wenige Sekunden später klärte Matthias Rahn einen gefährlichen Kopfball von BVB-Abwehrspieler Matthias Ginter.

Eine Co-Produktion der beiden Youngster Dembélé und Pulisic brachte dann die Führung für Dortmund: Dembélé passte nach tollem Solo genau im richtigen Moment in den Strafraum, wo Pulisic die Nerven behielt und Fernandez per Flachschuss überwand. Neun Minuten später war Schürrle nach Kopfball-Ablage von Guerreiro ebenso souverän und entschied die Partie für den BVB. Für den Schlusspunkt sorgte dann Schmelzer per Freistoß.

Dortmunds Aubameyang fällt im Pokalspiel aus

Osnabrück (dpa) – Borussia Dortmund muss im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen die Sportfreunde Lotte am Dienstagabend auf Stürmerstar Pierre-Emerick Aubameyang verzichten.

Dortmunds Aubameyang fällt im Pokalspiel aus
BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang kann gegen Lotte nicht spielen. Foto: Annegret Hilse

Osnabrück (dpa) – Borussia Dortmund muss im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen die Sportfreunde Lotte am Dienstagabend auf Stürmerstar Pierre-Emerick Aubameyang verzichten.

Der Gabuner habe Adduktorenprobleme und drohe auch für das Spiel in der Fußball-Bundesliga am Freitag (20.30 Uhr) gegen den FC Ingolstadt auszufallen, sagte ein Sprecher des BVB vor der Partie gegen Lotte. Im Pokal-Nachholspiel gegen den Drittligisten in Osnabrück muss Dortmund zudem auf Julian Weigl verzichten. Der Mittelfeldspieler hat ebenfalls Adduktorenprobleme.

Neuauflage des Viertelfinales: Lotte plant Coup gegen BVB

Borussia Dortmund will zum vierten Mal nacheinander in das Halbfinale des DFB-Pokals einziehen. Dazu muss der Bundesligist den zuletzt starken Drittligisten SF Lotte bezwingen.

Neuauflage des Viertelfinales: Lotte plant Coup gegen BVB
Thomas Tuchel erwartet gegen SF Lotte eine schwierige Partie. Foto: Annegret Hilse

Osnabrück (dpa) – Auf ein Neues! Nach der Absage vor zwei Wochen rund eineinhalb Stunden vor dem geplanten Anpfiff wird das DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen den SF Lotte und Borussia Dortmund von 18.30 Uhr an nachgeholt.

Um dem Risiko eines erneuten Ausfalls zu entgehen, findet das Spiel in Osnabrück statt.

AUSGANGSLAGE: Für beide Teams ist es die dritte Partie binnen einer Woche. Lotte gewann mit Drittliga-Siegen über Chemnitz (3:0) und Rostock (2:0) Selbstvertrauen. Die Borussia musste nach dem famosen 4:0 über Benfica Lissabon einen Rückschlag bei Hertha BSC (1:2) hinnehmen. «Das wirft uns nicht zurück. Wir hätten dieses Spiel mit dieser Leistung auch gewinnen können. Engagement, Wille, Lust und die gesamtheitliche Leistung waren okay» kommentierte BVB-Coach Thomas Tuchel.

WEG: Auf dem Weg in das Viertelfinale schaltete Lotte in Werder Bremen (2:1) und Bayer Leverkusen (4:3 im Elfmeterschießen) zwei Bundesligisten aus. Im Achtelfinale bekam Zweitligist 1860 München (2:0) die Heimstärke des Drittligisten zu spüren. Der BVB siegte in der ersten Runde beim Regionalligisten Eintracht Trier (3:0). In den Heimspielen gegen Union Berlin (3:0 i.E.) und Hertha BSC (3:2 i.E.) bewies der Bundesligist im Elfmeterschießen Nervenstärke.

UMZUG: Nach der kurzfristigen Absage des Spiels vor zwei Wochen in Lotte, wo Schiedsrichter Felix Brych den Rasen nach starken Niederschlägen für unbespielbar erklärt hatte, findet die Partie im nur 13 Kilometer entfernten Osnabrücker Stadion statt. Diesen Umzug hält Lotte-Coach Ismail Atalan für einen kleinen Nachteil. «Es ist kein richtiges Heimspiel, sondern ein falsches Heimspiel.» Tuchel sieht dagegen «keinen zwingenden Vorteil» für sein Team und verwies auf die geringe Entfernung zwischen beiden Stadien. «Wir werden sehen, welche Bedingungen wir dort vorfinden, ich kenne den Platz nicht. Aber es ist unser Anspruch, das zu schaffen und das Spiel zu gewinnen.»

GELD: Der Einzug in das Pokal-Halbfinale ist eine lukrative Angelegenheit – vor allem für den Drittligisten aus Lotte wären die Einnahmen ein willkommener finanzieller Bonus. Die Prämien des DFB belaufen sich auf 2,55 Millionen Euro. Aus dem Verbands-Topf haben beide Clubs bisher bereits knapp 2,5 Millionen Euro erhalten. Diese Zusatzeinnahmen helfen Lotte bei der Finanzierung der Rasenheizung, die im Sommer eingebaut werden soll.

Lotte plant vierten Pokal-Coup – BVB in der Bringschuld

Auf ein Neues. Nach der kurzfristigen Absage des Pokal-Viertelfinales vor zwei Wochen starten Lotte und der BVB einen weiteren Versuch. Auch ohne echten Heimvorteil will der Drittligist für eine Sensation sorgen. Die Aussicht auf ein Duell mit dem FC Bayern verleiht Flügel.

Lotte plant vierten Pokal-Coup - BVB in der Bringschuld
Lottes Trainer Ismail Atalan freut sich auf die Partie gegen den BVB. Foto: Guido Kirchner

Osnabrück (dpa) – Der Trecker eines benachbarten Bauers, der den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund aus dem Schlamm zieht, wird diesmal wohl nicht gebraucht. Und auch eine neuerliche Diskussion über den ramponierten Rasen im Stadion der SF Lotte bleibt allen Beteiligten erspart.

Zwei Wochen nach der großen Aufregung um die kurzfristige Absage sprechen alle Vorzeichen dafür, dass das DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem Fußball-Drittligisten und dem Revierclub am Dienstag (18.30 Uhr) reibungslos über die Bühne geht. Das Wetterhoch «Johanna» und die Verlegung der Partie von Lotte nach Osnabrück vertreiben die Sorgen vor neuerlichen Terminnöten.

Liebend gern hätte der Pokalschreck aus dem Tecklenburger Land einen weiteren Versuch im eigenen Frimo Stadion gestartet. Schließlich hatte der Heimvorteil schon zu den Siegen über Werder Bremen, Bayer Leverkusen und 1860 München beigetragen. Doch das Risiko eines erneuten Ausfalls der Partie schien dem DFB zu hoch. Den Umzug in das 13 Kilometer entfernte und um rund 6500 Plätze größere Stadion des Ligarivalen VfL Osnabrück hält Trainer Ismail Atalan für einen Nachteil: «Es ist kein richtiges Heimspiel, sondern ein falsches Heimspiel.»

Dennoch ist die Zuversicht des Fußball-Lehrers ungebrochen: «Was wir hier erschaffen haben, dieser Zusammenhalt, dieser Glaube – das ist nicht alltäglich. Mit dieser Mentalität können wir jedes Spiel gewinnen.» Der jüngste Höhenflug seiner Mannschaft bestärkt den Coach in seinem Glauben. Fünf der vergangenen sechs Ligaspiele wurden gewonnen – jeweils ohne Gegentor. «Wir haben großes Selbstvertrauen und eine Gier auf das Spiel. Wir werden versuchen, unser Heil in der Offensive zu suchen», sagte Atalan.

Die vorherrschende Euphorie soll über den Kräfteverschleiß der vergangenen Tage hinweghelfen. Ähnlich wie für den BVB ist es auch für Lotte das dritte Spiel binnen einer Woche. «Jeder muss sich für jeden einsetzen», forderte Atalan, «dann haben wir auch gegen Dortmund eine Chance.»

Ähnlich wie der Coach hat Vereinschef Hans-Ulrich Saatkamp keine Zweifel, dass auch in fremder Umgebung heimische Stimmung aufkommt: «Wir werden in Osnabrück ein blau-weißes Stadion erleben.» Gelingt eine weitere Sensation, steht ein neuerliches Fußball-Spektakel bevor. Denn als Drittligist würden die Sportfreunde im bereits ausgelosten Halbfinale gegen den Rekord-Pokalsieger FC Bayern Heimrecht genießen. «Die Gegner würden nicht leichter werden», sagte Saatkamp im Scherz.

Die Verlegung des Spiels in das Stadion an der Bremer Brücke in Osnabrück kam der Borussia gelegen. Für das auf hohen Ballbesitz angelegte Spiel des Bundesliga-Tabellendritten ist ein weniger ramponierter Rasen von Vorteil. Doch mit Raffinesse allein wird die Aufgabe gegen den Drittliga-Dritten nach Einschätzung von Weltmeister André Schürrle kaum zu lösen sein: «Auch wenn wir wissen, dass wir von der Qualität her besser sind, wird es ein harter Fight. Lotte wird sich in alles reinwerfen, was sich bewegt.»

Der Respekt vor dem Gegner ist auch bei BVB-Trainer Thomas Tuchel groß: «Das ist eine sehr mutige und leidenschaftliche Mannschaft – vergleichbar mit einem Zweitligisten. Es wird ein hartes Stück Arbeit und macht nicht zwingend Spaß.»

Die beim überflüssigen 1:2 am vergangenen Samstag bei Hertha BSC zunächst geschonten Jungstars Ousmane Dembélé und Christian Pulisic dürften in die Dortmunder Startelf zurückkehren. Abwehrchef Sokratis fehlt wegen einer Sperre. Der Einsatz von Dauerbrenner Julian Weigl ist fraglich. Er klagt über muskuläre Probleme. Tuchel ließ offen, ob die etatmäßige Nummer 1 Roman Bürki oder «Pokaltorwart» Roman Weidenfeller den Vorzug erhält: «Das entscheiden wir am Dienstag in der Früh.»

Voraussichtliche Mannschaften:

Sportfreunde Lotte: Fernandez – Langlitz, Rahn, Nauber, Neidhart – Dej, Pires-Rodrigues, Wendel – Lindner, Sané, Freiberger

Borussia Dortmund: Bürki – Piszczek, Bartra, Schmelzer – Durm, Castro, Kagawa, Guerreiro – Pulisic, Dembélé – Aubameyang

Schiedsrichter: Brych (München)

BVB bangt um Einsatz von Weigl

Dortmund (dpa) – Borussia Dortmund bangt vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale am Dienstag (18.30 Uhr) beim Fußball-Drittligisten Sportfreunde Lotte um den Einsatz von Julian Weigl. «Er hat muskuläre Probleme», sagte Trainer Thomas Tuchel.

BVB bangt um Einsatz von Weigl
Der Einsatz von Julian Weigl (r) gegen die Sportfreunde Lotte ist noch unklar. Foto: Guido Kirchner

Dortmund (dpa) – Borussia Dortmund bangt vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale am Dienstag (18.30 Uhr) beim Fußball-Drittligisten Sportfreunde Lotte um den Einsatz von Julian Weigl. «Er hat muskuläre Probleme», sagte Trainer Thomas Tuchel.

Über den Einsatz des defensiven Mittelfeldspielers Weigl soll kurzfristig entschieden werden. Sicher ausfallen wird der gesperrte BVB-Abwehrchef Sokratis.

Die vor zwei Wochen nach starken Niederschlägen kurzfristig abgesagte Partie wird im unweit von Lotte gelegenen Osnabrück nachgeholt. «Darin sehe ich keinen zwingenden Vorteil. Ich weiß nicht, ob die Qualität des Rasens sich dramatisch unterscheidet», kommentierte Tuchel die Entscheidung des DFB, die Partie nicht erneut im Stadion von Lotte anzusetzen.

Tuchel geht mit Respekt in die Aufgabe gegen den Drittliga-Tabellendritten, der in den bisherigen Pokalrunden bereits Werder Bremen, Bayer Leverkusen und 1860 München ausschalten konnte. «Sie werden versuchen, die Sensation zu schaffen. Das ist eine sehr mutige und leidenschaftliche Mannschaft – vergleichbar mit einem Zweitligisten. Es wird ein hartes Stück Arbeit. Das macht nicht zwingend Spaß. Wir werden alles brauchen», sagte Tuchel.

Pokalspiel Lotte gegen Dortmund am 14. März in Osnabrück

Das ausgefallene Pokalspiel zwischen Lotte und dem BVB wird nun am 14. März in Osnabrück nachgeholt. Diese Verlegung kommt vor allem der Borussia gelegen.

Pokalspiel Lotte gegen Dortmund am 14. März in Osnabrück
Das Pokalspiel SF Lotte gegen Borussia Dortmund wurde wegen der schlechten Witterung abgesagt. Foto: Guido Kirchner

Frankfurt/Main (dpa) – Die schwierige Suche nach einem neuen Termin und Spielort für das abgesagte Viertelfinale im DFB-Pokal zwischen den Sportfreunden Lotte und Borussia Dortmund ist zu Ende.

Nach intensiver Diskussion, in die selbst die UEFA eingebunden war, einigten sich alle Seiten auf den 14. März. Wie der DFB mitteilte, wird die Partie um 18.30 Uhr in Osnabrück nachgeholt. Am 28. Februar war die Partie in Lotte nach starken Schnee- und Regenfällen ausgefallen, weil Schiedsrichter Felix Brych den Rasen kurz vor dem Anpfiff für unbespielbar erklärt hatte. Der Sieger trifft im Halbfinale auf den FC Bayern München.

Die Verlegung der Partie nach Osnabrück kommt vor allem der Borussia gelegen. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hatte schon am vergangenen Dienstag auf drohende Terminnöte verwiesen, die im Fall einer erneuten Absage der Partie entstanden wären: «Man muss überlegen, ob man das dann wirklich wieder hier riskiert.»

Vehement widersprach BVB-Trainer Thomas Tuchel am Freitag Spekulationen, wonach der Bundesligadritte an einer Absage der Partie am vorigen Dienstag interessiert gewesen sei. «Wer das glaubt, ist auf dem Holzweg. Wir hatten bis kurz vor der Partie keinen Kontakt zu Schiedsrichter Brych und hätten eigentlich gern gespielt.» Die Verlegung nach Osnabrück kommentierte der Fußball-Lehrer nüchtern: «Wir waren am vergangenen Dienstag bereit und werden es nun am 14. März in Osnabrück sein.»

Lotte-Coach Ismail Atalan hatte zunächst darauf gehofft, wie schon bei den überraschenden Siegen gegen Bremen, Leverkusen und 1860 München den Heimvorteil nutzen zu können: «Das haben sich die Spieler und Zuschauer hier verdient.»

Der Drittligist hatte sogar erwogen, den alten ramponierten Rasen kurzfristig durch einen Rollrasen zu ersetzen. Doch bei der anhaltenden feuchten Witterung schien das Risiko zu groß, dass dieser Rasen bis zum Spiel nicht richtig anwächst. Deshalb hatte Lotte nach Informationen der «Neuen Osnabrücker Zeitung» bei Arminia Bielefeld, dem VfL Bochum, dem FC Schalke und dem VfL Osnabrück angefragt.

Dass die Partie nun im nur 13 Kilometer entfernten Osnabrück ausgetragen wird, dürfte den Lotte-Fans entgegenkommen. «Die SFL haben sich für die Bremer Brücke entschieden, weil so nahezu alle Zuschauer, die auch am 28. Februar im Stadion waren, den Termin sicherlich aufgrund der geringen Entfernung wahrnehmen können. Der Dank der Sportfreunde gilt dem Nachbarn VfL Osnabrück», teilte der Verein auf seiner Homepage mit. Das für den 15. März terminierte Ligaspiel bei der SG Sonnenhof Großaspach wird verschoben.

Bei der Suche nach einem neuen Termin war sogar die Zustimmung der UEFA nötig. Schließlich war der 14. März für die Champions League reserviert. «Eine Ansetzung parallel zu den Rückspielen im Achtelfinale der Champions League ist nicht möglich, deshalb beginnt das letzte DFB-Pokalviertelfinale am 14. März bereits um 18.30 Uhr», hieß es in einer DFB-Mitteilung.

Papadopoulos schwört HSV auf Abstiegskampf ein

Voller Einsatz im Abstiegskampf – darauf setzt der HSV nach dem Pokal-Aus gegen Mönchengladbach. Dabei tut sich besonders Kyriakos Papadopoulos hervor. Doch seine Zukunft ist noch ungeklärt.

Papadopoulos schwört HSV auf Abstiegskampf ein
Kyriakos Papadopoulos (l) nimmt seine Spieler nach der Niederlage des HSV im Pokal in die Pflicht. Foto: Hendrik Schmidt

Hamburg (dpa) – Der Traum vom DFB-Pokal-Halbfinale war gerade vorbei, da nahm Rückkehrer Kyriakos Papadopoulos seine Teamkollegen vom Hamburger SV im Mannschaftskreis in die Pflicht.

«Das nächste Mal komme ich in den Kreis, und wir haben gewonnen!», schrie der bullige Fußballer noch auf dem Spielfeld – mit geballten Fäusten und entschlossener Miene. «Papa» fasste zusammen, was neben der Enttäuschung fast alle im Hamburger Kader empfanden: Stolz auf eine Leistung, die am Ende nicht belohnt wurde, und Trotz, es den nächsten Gegnern mit neu erwachtem Kampfgeist zeigen zu wollen.

In einem niveauvollen Pokal-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach kam der Anschlusstreffer von Bobby Wood in der Nachspielzeit zu spät, die Gladbacher siegten dank zweier Elfmetertore 2:1 (0:0). «Sie haben uns wirklich vor Probleme gestellt. In der ersten halben Stunde war der HSV die klar bessere Mannschaft», sagte der Gladbacher Trainer Dieter Hecking und honorierte die Leistung der Hamburger nur wenige Tage nach dem 0:8 in München.

Schon während des Spiels hatte Papadopoulos immer wieder die Faust geballt: Weitermachen, vorwärts, lautete die Botschaft an die Kollegen. Zwar zeigte sich das gesamte Team gewillt, an die fast manische Entschlossenheit des griechischen Nationalspielers reichte jedoch niemand heran. «Gladbach kommt in zwei Wochen wieder, dann wollen wir sie putzen!», kündigte Papadopoulos an.

«Er ist genau so, wie das gestern rüberkam nach dem Spiel», sagte Sportchef Jens Todt am Donnerstag. «Ich glaube, dass Papa sich hier wahnsinnig wohlfühlt.» Es ist kein Geheimnis, dass der HSV den von Bayer Leverkusen ausgeliehenen Innenverteidiger über den Sommer hinaus halten will. Doch das könnte teuer werden.

Ähnlich wie der extrovertierte Grieche äußerte sich auch Trainer Markus Gisdol: «Wir waren ganz nah dran, sie heute zu packen. Auf einem ähnlichen Weg müssen wir bleiben, dann punkten wir auch wieder in der Bundesliga.»

In Hertha BSC wartet am Sonntag der Tabellenfünfte auf die Hamburger, die auf dem Relegationsplatz stehen – zwei Punkte hinter Werder Bremen und dem VfL Wolfsburg. Hoffnungsvoll stimmt die Hanseaten neben der Rückkehr von Papadopoulos und Wood, dass nun gegen Berlin und anschließend gegen Gladbach zwei Heimspiele anstehen.

Die Fans stehen geschlossen hinter dem Club und feierten ihre Mannschaft nach dem Pokal-Aus noch minutenlang mit Gesängen. «Ihr als Team sollt wissen, dass uns das alles egal ist, solange wir Euch kämpfen sehen. Solange wir wissen, dass auch Ihr Euer Bestes gebt», schrieben sie in einem Offenen Brief, der in der Kabine vorgelesen wurde. Das Vertrauen sei gegenseitig, sagte Gisdol über die Fans: «Wir werden jetzt jeden Einzelnen brauchen. Es werden harte drei Monate.» Die Zeichen stehen auf Abstiegskampf, aber Hamburg ist kampfeslustig.

Heidel nach 0:3: Wenigstens nicht die «Kiste voll»

München (dpa) – Nach der Umarmung des scherzenden Uli Hoeneß hellte sich die Miene von Holger Badstuber wenigstens kurzzeitig auf. «Dass du so viel Foul spielst…», unterbrach der Bayern-Präsident den an den FC Schalke ausgeliehenen Abwehrspieler freundschaftlich im Interview.

Heidel nach 0:3: Wenigstens nicht die «Kiste voll»
Sportvorstand Christian Heidel war froh, dass die Schalker nicht mehr Gegentore kassiert haben. Foto: Uwe Anspach

München (dpa) – Nach der Umarmung des scherzenden Uli Hoeneß hellte sich die Miene von Holger Badstuber wenigstens kurzzeitig auf. «Dass du so viel Foul spielst…», unterbrach der Bayern-Präsident den an den FC Schalke ausgeliehenen Abwehrspieler freundschaftlich im Interview.

Gelb-Rot beim 0:3-Frusterlebnis im Pokal-Viertelfinale in München beendete den Abend für Badstuber vorzeitig. «Wir hatten die Plattform, alles rauszuhauen – und das haben wir einfach vermissen lassen», monierte der 27-Jährige. «Wir haben Einiges aufzuholen.»

Nach acht Spielen in 25 Tagen waren die chancenlosen Gelsenkirchener beim früh entschiedenen K.o.-Duell froh, dass sie nicht «Hamburg-Dimensionen» hinnehmen mussten. «Du musst Acht geben, dass du nicht die Kiste voll bekommst», sagte Manager Christian Heidel.

Dem 1:1 in der Liga in München konnten die Schalker keinen weiteren starken Auftritt folgen lassen. «Es gilt, das abzuhaken, aufzuarbeiten und dann weiterzumachen», erklärte Trainer Markus Weinzierl, der Olympiamedaillengewinner Max Meyer kräftig für dessen Zweikampfverhalten abwatschte.