Der 22. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

Der 22. Bundesliga-Spieltag im Telegramm
Leverkusens Trainer Heynckes kann mit einem Sieg am 22. Spieltag einen Rekord aufstellen.

Düsseldorf (dpa) – Am 22. Spieltag der Fußball-Bundesliga will der Bayern München mit einem Sieg gegen den BVB die Spitze erobern. Tabellenführer Bayer Leverkusen hat etwas dagegen und könnte mit einem Sieg nicht nur Platz eins verteidigen, sondern einen neuen Rekord aufstellen.

Bayer Leverkusen – VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

Der Meister ist schwer angeschlagen, wartet seit neun Spielen auf einen Sieg und hat in der BayArena noch nie gewonnen. Allerdings verdarb Interims-Coach Köstner den Leverkusenern einst als Trainer in Unterhaching die Meisterschaft – ein gutes Omen? Keeper Lenz (Kapseleinriss) droht auszufallen. Heynckes könnte seinen persönlichen Rekord von 27 Partien ohne Niederlage überbieten. Vidal (5. Gelbe Karte) fällt bei Bayer aus. Für ihn kommt Castro. (Heimbilanz: 9-3-0, 29:10 Tore)

VfB Stuttgart – Hamburger SV (Samstag, 15.30 Uhr)

Trotz der Serie von fünf gewonnenen Spielen stapelt Gross tief: Nicht absteigen bleibt seine Devise. Für den Schweizer ist der HSV «haushoher Favorit», obwohl die Hanseaten zuletzt dreimal nicht gewannen und in Köln ein 3:1 nicht über die Runden retten konnten (3:3). Delpierre steht nach Zehenbruch vor der Rückkehr in das VfB- Team. Der HSV, der um Boateng (Bänderdehnung) bangt, gewann in Stuttgart letztmals am 21. September 2005 (2:1). (Heimbilanz: 23-10-11, 89:56 Tore)

VfL Bochum – 1899 Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr)

Herrlich kann mit der Ausnahme Vogt alles aufbieten, jetzt soll der zweite Saison-Heimsieg her. Doch zu Hause ist die Defensive (21 Gegentreffer, nur Wolfsburg/27 hat mehr) anfällig. Hoffenheim, das seinen bislang einzigen Auftritt in Bochum 3:1 gewann, beendete mit dem 2:1 gegen Hannover die Serie von zuvor sieben Begegnungen ohne Sieg, ist aber auswärts schon seit dem 21. November (4:0 in Köln) erfolglos. Simunic und Ba sind fraglich, Trainer Rangnick kann aber wieder auf Compper zurückgreifen und fordert: «Wir wollen in Bochum die Punkte mitnehmen.» (Heimbilanz: 0-0-1, 1:3)

Hannover 96 – Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr)

Sechs Niederlagen nacheinander, zehn Partien sieglos – die Slomka- Mission wird immer dramatischer, es droht der Sturz auf einen Abstiegsplatz. Zudem fallen nun auch Balitsch, Haggui, Bruggink und Rama aus. Bremen berappelt sich: Dem Erstliga-Sieg gegen Berlin (2:1) folgte gegen Hoffenheim (2:1) der Einzug in das Cup-Halbfinale. Torhüter Wiese (Rückenverletzung) ist leicht lädiert, Trainer Schaaf rechnet dennoch mit ihm. Vander steht als Ersatz bereit. 96-Trainer Mirko Slomka muss definitiv auf Rosenthal verzichten, der Einsatz von Chahed ist fraglich. (Heimbilanz: 7-6-8, 37:43 Tore)

Hertha BSC – FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr)

Die zweitschwächste Heimmannschaft tritt gegen das zweitschlechteste Auswärtsteam an: «Schlusslicht» Hertha wartet seit dem ersten Spieltag auf einen Dreier im eigenen Stadion, Mainz verlor seine vier zurückliegenden Gast-Auftritte. FSV-Trainer Tuchel hofft auf Ivanschitz (Grippe) und Simak (Adduktorenprobleme), Funkel auf das «Wunder». Immerhin: Gegen Gladbach und Bochum (jeweils 0:0) gab es zuletzt zweimal keinen Gegentreffer im Olympiastadion. (Heimbilanz: 1-1-1, 5:4 Tore)

Bayern München – Borussia Dortmund (Samstag, 18.30 Uhr)

Pokal-Halbfinalist Bayern (elf Pflichtspiel-Siege nacheinander) bärenstark, der BVB schwächelt: 1:4 in Stuttgart, 2:3 gegen Frankfurt. Klopp gewann als Erstliga-Coach noch nie gegen die «Roten», deren letzte Heimniederlage gegen den BVB lange zurückliegt (0:3 am 12. Oktober 1991). Van Buyten, Olic, Pranic, Butt und Schweinsteiger sind laut Trainer van Gaal wieder fit. Beim BVB nahmen Blaszczykowski, Bender und Torhüter Weidenfeller wieder das Training auf, Valdez (5. Gelbe) fehlt. (Heimbilanz: 25-9-6, 99:39 Tore)

FC Schalke 04 – 1. FC Köln (Sonntag, 15.30 Uhr)

Ein interessantes West-Duell: Schalke ist zu Hause seit 496 Minuten ohne Gegentor, Köln verlor keines seiner acht zurückliegenden Erstliga-Auswärtsspiele. Im Hinspiel (2:1 für Schalke) erzielte Podolski, seit 1123 Minuten ohne Bundesliga-Treffer, sein einziges Saisontor. In Gelsenkirchen sind die Gäste seit dem 28. August 1993 (2:1) ohne Erfolg. Bei 04 fallen Kluge, Zambrano und Westermann weiter aus. Der FC hat bis auf Ehret (Knie) keine Personalsorgen. (Heimbilanz: 15-13-7, 61:44 Tore)

Eintracht Frankfurt – SC Freiburg (Sonntag, 17.30 Uhr)

Die Breisgauer werden zum Problemfall: Seit sieben Partien wartet die Dutt-Elf auf einen Erfolg. Nur Wolfsburg und Hannover darben noch länger. Den letzten von bislang zwei Freiburger Siegen bei den Hessen gab es am 2. März 1996 (1:0). Seitdem blieb Frankfurt im eigenen Stadion gegen die Südbadener viermal nacheinander siegreich. Eintracht-Coach Skibbe beklagt eine Flut von Ausfällen, kann aber wohl mit Pirmin Schwegler rechnen. «Der Bandapparat ist okay. Wenn das so bleibt, spielt er», sagte Skibbe zum Gesundheitszustand des Schweizers. Beim SC fallen Krmas (Muskelfaserriss) und Salz (Rückenprobleme) aus. (Heimbilanz: 5-0-2, 15:4 Tore)