Lotte verteidigt Tabellenführung – Sieg für FSV Frankfurt

Leipzig (dpa) – Die Sportfreunde Lotte bleiben auch nach dem achten Spieltag der 3. Fußball-Liga Tabellenführer. Der Aufsteiger bezwang die SG Sonnenhof Großaspach mit 2:1 (1:1) und verdrängte damit den VfL Osnabrück von der Spitze.

Osnabrück hatte bereits am Dienstag den FC Rot-Weiß Erfurt 3:0 bezwungen. Seinen ersten Drittligasieg erkämpfte Absteiger FSV Frankfurt. Die Hessen setzten sich gegen Preußen Münster mit 4:1 (2:0) durch. Damit bleibt Münster Tabellenschlusslicht.

In Lotte hatte Kevin Freiberger die Gastgeber nach 21 Minuten in Führung gebracht. Doch noch vor dem Wechsel verwandelte Lucas Röser einen Foulelfmeter für die Gäste zum Ausgleich. In der intensiven Begegnung sorgte Phillipp Steinhardt (65.) für den Siegtreffer des Spitzenreiters.

Das erste Erfolgserlebnis nach dem Zweitliga-Abstieg hatte der FSV Frankfurt in erster Linie Yannick Stark zu verdanken, der in der 8. und 28. Minute zur Vorentscheidung traf. Nach dem 3:0 durch Fabian Schleusener (52.) kamen die Gäste durch Adriano Grimaldi (67.)zwar noch einmal heran, doch erneut Schleusener mit dem Schlusspfiff stellte den Endstand her. Auch der andere Absteiger siegte. Der SC Paderborn verwandelte gegen den Chemnitzer FC einen 0:1-Pausenrückstand in ein 4:2. Neuzugang Zlatko Dedic markierte zwei Treffer.

Einen 2:0 (1:0)-Auswärtssieg verbuchte der FC Hansa Rostock bei Fortuna Köln. Stephan Andrist war in der 58. und 79. Minute doppelter Torschütze. Auch die beiden Treffer zum 2:1 (2:0)-Sieg des SV Wehen Wiesbaden markierte ein Spieler: Philipp Müller. Der 1. FC Magdeburg bezwang Werder Bremen II mit 2:0 (1:0).

Aufsteiger Lotte stürmt an die Spitze – FSV weiter sieglos

Rostock (dpa) – Aufsteiger Sportfreunde Lotte ist nach sieben Spieltagen an der Spitze der der 3. Fußball-Liga angekommen. «Wir sind am Maximum und nur so geht’s in der Liga. Wir sammeln jeden Punkt gegen den Abstieg», sagte Trainer Ismail Atalan.

Mit 3:1 (1:0) siegte das Team des mit 36 Jahren jüngsten Trainers der Liga beim FC Hansa Rostock. Die Tabellenführung sei ja ganz schön, mehr aber auch nicht, betonte Atalan. «Das bedeutet mir nichts, denn wir haben erst 14 Punkte», sagte Atalan nach dem dritten Sieg in Serie, schob dann aber nach: «Wir sind superglücklich.»

Beeindruckend ist, wie der Liga-Neuling auftritt. Atalan propagiert hartnäckiges Pressing mit einer hohen Laufbereitschaft gepaart mit einer ebenso starken Abwehr. Hinten rein stellen ist nicht seine Auffassung von modernem Fußball. «Die meisten Gegner rechnen nicht damit, dass wir als Aufsteiger so offensiv spielen», erklärte Atalan. Sein Credo vor der Saison – «Wir wollen mit offensivem Fußball für Furore sorgen» – geht derzeit voll auf. Aber Atalan weiß auch: «Mir ist klar, dass es schnell auch wieder nach unten gehen kann.»

Lotte verdrängte aufgrund der besseren Tordifferenz den MSV Duisburg, der mit 0:3 (0:1) beim SV Wehen Wiesbaden patzte, von der Tabellenspitze. Beide Teams haben wie auch der VfL Osnabrück, der das Nordderby bei Holstein Kiel mit 1:0 (0:0) für sich entschied, nach dem Auftakt der zweiten englischen Woche der Saison je 14 Punkte.

Miese Stimmung gab es bei den Duisburgern nach der ersten Saisonpleite. «Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben, denn wir wollten ungeschlagen bleiben. Sowas gehört aber zum Fußball. Jetzt richten wir den Fokus auf Kiel», sagte MSV-Stürmer Kingsley Onuegbu vor dem 8. Spieltag, an dem die «Zebras» am Dienstagabend die »Störche» von der Förde erwarten.

Nur Freude über den Sieg im Nordderby herrschte nicht in Osnabrück. Kapitän Halil Savran zog sich einen Mittelfußbruch zu und fällt voraussichtlich monatelang aus. «Erst in ein paar Tagen wissen wir, ob ein operativer Eingriff nötig sein wird und erst dann bekommen wir mehr Klarheit über die Ausfallzeit», sagte VfL-Physiotherapeut Günter Schröder. 

Am Tabellenende verharren mit dem FSV Frankfurt und Preußen Münster zwei Clubs, die mit ganz anderen Ansprüchen in das Spieljahr gegangen waren. Für die Hessen ging auch der siebte Anlauf auf den ersten Saisonsieg mit einem 1:1 (1:0) beim Halleschen FC daneben, obwohl das Team von Trainer Roland Vrabec über eine Halbzeit lang in Überzahl agieren konnte. «Wir waren sehr pomadig und behäbig. Einige Spieler traten teilweise arrogant auf», kritisierte Vrabec.

Preußen Münster kassierte mit dem 2:3 (1:2) gegen den 1. FC Magdeburg die fünfte Saisonpleite und ist nun Tabellenletzter. Am Mittwoch (19.00 Uhr) treffen sie in Frankfurt aufeinander.

Aufsteiger Lotte neuer Spitzenreiter – Münster Letzter

Leipzig (dpa) – Die Sportfreunde Lotte haben die Tabellenführung in der 3. Fußball-Liga übernommen. Der Aufsteiger behielt beim FC Hansa Rostock mit 3:1 (1:0) die Oberhand und eroberte dank der um einen Treffer besseren Tordifferenz Rang eins vom MSV Duisburg.

Der Zweitliga-Absteiger hatte tags zuvor mit dem 0:3 (0:1) beim SV Wehen Wiesbaden seine erste Saisonniederlage kassiert. Punktgleich mit dem Spitzen-Duo auf Rang drei rangiert der VfL Osnabrück, der mit 1:0 (0:0) bei Holstein Kiel gewann.

Der VfR Aalen bleibt zwar als einziges Team der Liga ohne Niederlage. Durch das 2:2 (2:1) bei der SG Sonnenhof Großaspach vergab Aalen am 7. Spieltag aber den Sprung an die Spitze und fiel auf den vierten Rang zurück.

Fortuna Köln stand bis zur vierten Minute der Nachspielzeit an der Tabellenspitze. Aber Haris Hyseni bescherte quasi mit dem Schlusspfiff Aufsteiger Jahn Regensburg noch den Ausgleich zum 2:2 (0:1) und brachte die Rheinländer um den fünften Saisonerfolg.

Der FSV Frankfurt verpasste auch im siebten Anlauf den ersten Saisonsieg. Beim Hallescher FC reichte es für den Zweitliga-Absteiger nur zu einem 1:1 (1:0). Die als einzige Drittliga-Elf noch sieglosen Frankfurter stehen genauso auf einem Abstiegsplatz wie der FSV Mainz 05 II, der bei Werder Bremen II 1:2 (1:1) verlor, und Preußen Münster. Der Tabellenletzte kassierte trotz Heimvorteils mit dem 2:3 (1:2) gegen den 1. FC Magdeburg die fünfte Niederlage. Der FC Rot-Weiß Erfurt verlor gegen den SC Paderborn mit 1:3 (0:2).

Erste Niederlage für Drittliga-Spitzenreiter Duisburg

Leipzig (dpa) – Spitzenreiter MSV Duisburg hat am siebten Spieltag der 3. Fußball-Liga die erste Niederlage hinnehmen müssen. Der Zweitliga-Absteiger unterlag am Freitagabend beim SV Wehen Wiesbaden mit 0:3 (0:1), bleibt aber mit 14 Zählern punktgleich mit dem VfL Osnabrück an der Tabellenspitze.

Den Führungstreffer vor 3052 Zuschauern erzielte Steven Ruprecht in der 30. Minute vom Elfmeterpunkt, nachdem David Blacha nur mit einem Foul gestoppt werden konnte. Stephane Mvibudulu (64.) und Blacha (87.) erhöhten zum Endstand. Auch das letzte Aufeinandertreffen beider Mannschaften hatte der SV Wehen in der Saison 2014/2015 (1:0) gewonnen.

Holstein Kiel hat den dritten Sieg in Serie verpasst. Gegen den VfL Osnabrück verloren die Norddeutschen vor 6801 Zuschauer mit 0:1 (0:0). Bastian Schulz (73.) traf per Strafstoß. Zuvor wurde Christian Groß vom Kieler Niklas Hoheneder gefoult. Damit sind die Osnabrücker nun punktgleich mit Tabellenführer Duisburg.

Das Westsachsen-Derby zwischen dem Chemnitzer FC und Aufsteiger FSV Zwickau endete mit einem 1:0 (0:0)-Sieg des favorisierten Gastgebers. Tim Danneberg traf in der 79. Minute vor 10 770 Zuschauern zum zweiten Saisonsieg. Damit kletterte der CFC vorerst auf den elften Rang.  

MSV Duisburg zieht davon – FSV Frankfurt sieglos Letzter

Duisburg (dpa) – Dank Tugrul Erat hat der MSV Duisburg seine Ambitionen auf die sofortige Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga unterstrichen.

Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler schoss am Samstag den Siegtreffer zum 1:0 (1:0) über Werder Bremen II, mit dem die Zebras die Tabellenführung in der 3. Liga ausbauten. Nach sechs Spieltagen liegt der ungeschlagene MSV mit 14 Punkten vorne. Zwei Zähler dahinter folgen mit dem VfR Aalen und Fortuna Köln zwei Clubs, die sich vor Saisonbeginn nicht einmal selbst als Aufstiegsaspiranten gesehen hatten.

Die zitterten Duisburger bis zum Abpfiff um den dritten Sieg in Serie, weil sie vor 12 452 Zuschauern zu viele Möglichkeiten vergaben. «In der ersten Halbzeit hätten wir drei Tore erzielen müssen. Am Ende zählt aber, dass wir als Mannschaft gewinnen, und für einen Sieg reicht bekanntlich auch ein 1:0», sagte Erat, der im Sommer von Fortuna Düsseldorf gekommen ist.

Die mangelnde Chancenverwertung kreidete auch MSV-Trainer Ilja Gruew seinen Mannen an. Das war aber auch das einzige Manko. «Nach dem sechsten Spieltag haben wir vier Siege und zwei Unentschieden eingefahren, das ist eine richtig gute Ausbeute», sagte der Bulgare.

Auch die Aalener sind glänzend in die Saison gestartet. Gegen den FC Hansa Rostock reichte es nach einer frühen Führung durch Gerrit Wegkamp (2.) am Ende aber nur zu einem 1:1 (1:0). Matthias Henn glich in der 64. Minute für die Gäste noch aus. «In der ersten Halbzeit waren wir deutlich besser, versäumten es aber, das zweite Tor zu machen. Insgesamt geht das 1:1 völlig in Ordnung», sagte Trainer Peter Vollmann. Fortuna Köln schob sich durch den 1:0 (1:0)-Erfolg über den Chemnitzer FC auf Rang drei.

Am Tabellenende steht überraschend der FSV Frankfurt. Die Hessen warten nach der 1:3 (1:1)-Heimpleite gegen die SG Sonnenhof Großaspach als einziges Team noch auf den ersten Sieg. «Wir müssen hinterfragen, warum viele Spieler eine unterirdische Leistung auf den Platz gebracht haben. Es war in meinen Augen teilweise peinlich», sagte Trainer Roland Vrabec und kündigte personelle Konsequenzen an: «Ich kann jetzt schon sagen, dass einige von den Spielern, die heute auf dem Platz standen, nächste Woche nicht mehr auf dem Platz stehen werden.»

Einen erfolgreichen Einstand als Trainer bei Holstein Kiel feierte Markus Anfang. Der Nachfolger des beurlaubten Karsten Neitzel führte sein Team am Sonntag zu einem 3:1-Auswärtssieg bei Zweitliga-Absteiger SC Paderborn, der auf Rang 14 abrutschte. Die Kieler dagegen haben als Achter wieder Anschluss an die Spitzenplätze gefunden. Wie auch der FC Rot-Weiß Erfurt, der bei Aufsteiger FSV Zwickau zu einem 2:1-Erfolg kam und nun Sechster ist.

Ergebnisse und Tabelle

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Interviews Fortuna Köln

Reaktionen FSV Frankfurt

Duisburg wieder an Spitze – FSV Frankfurt im freien Fall

Leipzig (dpa) – Der MSV Duisburg hat am sechsten Spieltag der 3. Fußball-Liga wieder die Tabellenführung übernommen. Der Zweitliga-Absteiger setzte sich zu Hause gegen Werder Bremen II mit 1:0 (1:0) durch und verdrängte durch den vierten Saisonerfolg den VfR Aalen von Rang eins.

Aalen war tags zuvor nicht über ein 1:1 (1:0) gegen den FC Hansa Rostock hinausgekommen. Fortuna Köln schob sich dank des 1:0 (1:0)-Heimsieges gegen den Chemnitzer FC auf Rang drei. Den entscheidenden Treffer erzielte in der 33. Minute Cauly Oliveira Souza. Jahn Regensburg, nach dem vorherigen Spieltag noch Tabellendritter, verlor das Aufsteiger-Duell bei den Sportfreunden Lotte trotz 2:1-Halbzeitführung noch mit 2:3 und rutschte auf Rang sieben ab. In der dritten Minute der Nachspielzeit sorgte Jaroslaw Lindner mit einer starken Einzelleistung noch für den umjubelten Siegtreffer der Hausherren, die jetzt Fünfter sind.

Für den FSV Frankfurt geht indes der freie Fall weiter. Der Zweitliga-Absteiger verlor zu Hause gegen die SG Sonnenhof Großaspach mit 1:3 (1:1) und ist als Tabellenletzter als einziges Team der Liga weiter ohne Sieg. Auf einem Abstiegsrang steht auch der auswärts weiter erfolglose 1. FC Magdeburg. Bei der zweiten Mannschaft des FSV Mainz 05 zog der FCM mit 0:1 (0:1) den Kürzeren. Die Mainzer verließen durch den ersten Saisonerfolg vorerst die Abstiegszone.

Aalen trotz Remis gegen Rostock vorerst an der Spitze

Halle (dpa) – Der VfR Aalen hat in der 3. Fußball-Liga seinen vierten Saisonsieg verpasst. Das Team musste sich am Freitagabend gegen Hansa Rostock mit einem 1:1 (1:0) begnügen.

Dennoch übernahmen die Aalener zumindest bis zum Samstag die Tabellenführung mit zwölf Punkten. Gerrit Wegkamp (2.) hatte die vom ehemaligen Hansa-Trainer Peter Vollmann betreuten Gastgeber in Front gebracht. Matthias Henn (64.) glich für die auswärts weiter sieglosen Hanseaten aus.

Am Samstag kann der MSV Duisburg (11 Punkte) gegen Werder Bremen II wieder am VfR vorbeiziehen. Auch Jahn Regensburg (10) würde bei einem Sieg bei den Sportfreunden Lotte die Aalener überflügeln.

Platz drei eroberte sich vorerst der VfL Osnabrück (11). Die Niedersachsen feierten mit dem 1:0 (1:0) gegen den SV Wehen Wiesbaden den dritten Saisonerfolg. Der Hallesche FC schaffte derweil den ersten Heimsieg ein. Der Club von der Saale setzte sich mit 2:1 (2:1) gegen Preußen Münster durch. Die Münsteraner rangieren nach der vierten Niederlage auf einem Abstiegsplatz.

3. Liga mit deutlich weniger Transfers

Leipzig (dpa) – Die Fußballclubs der 3. Liga haben deutlich weniger Transfers als im Vorjahr getätigt. Bis zum Ende der Sommertransferphase gab es 444 Wechsel. Die 20 Teams meldeten 213 Zugänge und 231 Abgänge.

Das waren rund zehn Prozent weniger als in den vergangenen Jahren und bricht den Trend. Vor den letzten drei Spielzeiten hatte es immer eine Steigerung gegeben. 2013 waren es 485 Wechsel, 2015 schon 490.

Als prominentesten Neuzugang präsentierte FC Hansa Rostock den ehemaligen Junioren-Nationalspieler und langjährigen Bundesliga-Profi Timo Gebhart. In der finalen Phase seit dem Saisonstart Ende Juli änderten die Drittligisten ihre Kader kaum noch.

Der Hallesche FC holte spät noch drei Spieler und konnte am letzten Tag des Transferfensters den Ligakonkurrenten FC Rot-Weiß Erfurt im Werben um Royal-Dominique Fennell von Zweitliga-Aufsteiger Würzburger Kickers ausstechen. Der VfL Osnabrück gab dagegen in David Pisot einen Leistungsträger nach Würzburg ab.

Mit Erfurt sowie dem KSV Holstein Kiel, 1. FC Magdeburg, 1. FSV Mainz 05 II und FSV Zwickau blieben gleich fünf Vereine ohne jeglichen Zu- oder Abgang seit dem Saisonstart.

Anfang neuer Trainer bei Holstein Kiel

Kiel (dpa) – Markus Anfang ist neuer Trainer bei Holstein Kiel.

Der 42 Jahre alte Fußball-Lehrer tritt beim Drittligisten die Nachfolge des Mitte August beurlaubten Karsten Neitzel an und erhält bei den «Störchen» nach Vereinsangaben einen bis zum 30. Juni 2018 datierten Vertrag.

Steckbrief Markus Anfang

Mitteilung Holstein Kiel

Website Holstein Kiel

Spielplan Holstein Kiel

Lotte siegt weiter – Münster erleichtert

Düsseldorf (dpa) – Die Sportfreunde Lotte sorgen auch in der 3. Fußball-Liga weiter für Furore. «Wir wollten unbedingt gewinnen und haben das auch gezeigt», sagte Lotte-Trainer Ismail Atalan nach dem 1:0-Erfolg des Aufsteigers gegen den Chemnitzer FC.

Eine Woche nach dem 2:1-Sieg im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten Werder Bremen gelang Sportfreunde-Kapitän Gerrit Nauber der Siegtreffer in Chemnitz erst unmittelbar vor dem Abpfiff (90.+4 Minute). «Ich bin unheimlich stolz auf meine Jungs, wir werden weiterhin mit unseren Mitteln alles versuchen, um für den Klassenerhalt zu punkten», meinte Atalan.

Einen Befreiungsschlag landete Preußen Münster beim 1:0 gegen die Zweitvertretung des FSV Mainz. «Ich bin sehr froh und erleichtert», kommentierte Preußen-Coach Horst Steffen den ersten Saisonsieg seiner Elf. «Das war eine Erlösung für alle, wir haben uns endlich belohnen können», sagte Siegtorschütze Jesse Weißenfels.

Noch ohne Niederlage schaffte der MSV Duisburg am 5. Spieltag durch den 2:1-Triumph beim FC Magdeburg den Sprung an die Tabellenspitze. Dort wollen die «Zebras» auch bleiben. «Das ist die beste Antwort, die wir nach unserem Pokal-Aus geben konnten. Es war für mich wichtig, zu erkennen, dass unsere Mannschaft außer spielerischer Qualität auch Charakter hat», sagte MSV-Trainer Ilja Gruev zufrieden.

Punktgleich, aber mit zwei Toren weniger rangiert der VfR Aalen hinter Duisburg auf Platz zwei. Aalen setzte sich beim bisherigen Spitzenreiter Jahn Regensburg mit 2:0 durch. «Der Jahn hat ein sehr gutes Spiel gemacht und trotzdem verloren. Wir haben die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht», sagte Trainer Peter Vollmann nach der Hitzeschlacht.

Jahn-Coach Heiko Herrlich war bedient, zumal es nach dem bitteren Aus im DFB-Pokal gegen Hertha BSC im Elfmeterschießen und dem Scheitern im Bayern-Pokal gegen einen Bezirksligisten die nächste Enttäuschung innerhalb einer Woche war: «Ich habe bis zum Schluss dran geglaubt, dass wir das Spiel noch drehen.»

Anders als Duisburg kommen die Mitabsteiger SC Paderborn und FSV Frankfurt bei ihren gleichlautenden Saisonzielen Wiederaufstieg nicht so wirklich voran. Die Ostwestfalen setzten sich nach dem 2:1 beim SV Wehen Wiesbaden aber wenigstens erst einmal im Mittelfeld fest.

Für die Frankfurter währte die Hoffnung auf den ersehnten ersten Saisonerfolg beim FC Hansa Rostock sogar bis in die Nachspielzeit. Dann aber schlug Maurice Deville zum Entsetzen seiner Mitspieler ein zweites Mal zu. Der eingewechselte Angreifer traf per Kopf ins eigene Tor, nachdem er zuvor in der 71. Minute auf der Gegenseite getroffen hatte. «Es ist dumm, dass der Gegentreffer so noch passiert ist. Wie es auswärts so ist, probiert der Gegner nach unserem Tor noch einmal alles. Gefühlte zehn Eckbälle und fünf Freistöße in zehn Minuten waren dann einfach zu viel», haderte der Unglücksrabe. Wegen Devilles Fauxpas rutschten die Hessen auf den vorletzten Rang ab.

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Reaktionen zum Spiel Magdeburg – MSV