Juventus vor Einzug ins Cup-Finale

Turin (dpa) – Der deutsche Fußball-Weltmeister Sami Khedira steht mit dem italienischen Rekordmeister Juventus Turin vor dem Einzug ins Pokalfinale. Die Mannschaft von Trainer Massimiliano Allegri siegte im Halbfinal-Hinspiel gegen den SSC Neapel nach einer starken zweiten Halbzeit 3:1 (0:1).

Juventus vor Einzug ins Cup-Finale
Die Juve-Spieler feiern. Der Rekord-Pokalsieger steht vor dem erneuten Einzug ins Finale. Foto: Alessandro Di Marco

Turin (dpa) – Der deutsche Fußball-Weltmeister Sami Khedira steht mit dem italienischen Rekordmeister Juventus Turin vor dem Einzug ins Pokalfinale. Die Mannschaft von Trainer Massimiliano Allegri siegte im Halbfinal-Hinspiel gegen den SSC Neapel nach einer starken zweiten Halbzeit 3:1 (0:1).

Das Rückspiel findet am 5. April statt. Im zweiten Halbfinale kommt es am Mittwoch zum Stadtduell zwischen Lazio und AS Rom.

Zweimal Paul Dybala jeweils per Foulelfmeter (47. und 69. Minute) sowie Ex-Napoli-Torjäger Gonzalo Higuain (64.) schossen den Juve-Sieg heraus. Die Süditaliener waren durch José Callejon in Führung gegangen (36.). Khedira war die komplette Spielzeit im Einsatz. Den Turinern winkt der dritte Final-Einzug in Serie. Juventus ist mit elf Cup-Erfolgen auch Rekordgewinner.

Pokalspiel Lotte gegen Borussia Dortmund fällt aus

Für den Schiedsrichter und den Deutschen Fußball-Bund war die Sicherheit der beiden Mannschaften nicht gewährleistet. Das mit Spannung erwartete Pokal-Viertelfinale zwischen SF Lotte und dem BVB ist abgesagt worden. Von den Zuschauern gab es Pfiffe.

Pokalspiel Lotte gegen Borussia Dortmund fällt ausPokalspiel Lotte gegen Borussia Dortmund fällt aus
Matsch statt Rasen: Der Platz im Frimo Stadion in Lotte ist unbespielbar. Foto: Guido Kirchner
Auf der Anzeigetafel im Frimo Stadion wird die Spielabsage verkündet. Foto: Guido Kirchner

Lotte (dpa) – Das DFB-Pokal-Viertelfinale zwischen dem Drittligisten SF Lotte und Borussia Dortmund ist wegen der schlechten Platzverhältnisse nach starkem Schneefall abgesagt worden.

«Ich stehe mit meinem Namen für die Gesundheit der Spieler und kann es nicht verantworten, hier anzupfeifen», sagte FIFA-Schiedsrichter Felix Brych. «Der Platz ist völlig durchweicht. Es gab viel Regen in der Nacht, dazu kam die heftige Schneeschauer vor dem Spiel. Beide Mannschaften haben die Entscheidung mitgetragen», ergänzte Brych in der ARD.

«Das ist ein Sumpf hier. Ich hätte mir nicht ausmalen wollen, wie der Platz nach 60 Minuten ausgesehen hätte», sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc. Wann die Partie nachgeholt wird, soll am Mittwoch entschieden werden. Spekuliert wurde über den 14. März. Womöglich muss Lotte dann allerdings in ein anderes Stadion ausweichen.

«Kein Vorwurf an Lotte, aber wenn man den Rasen über Monate hinweg gesehen hat, muss man sagen, dass der Rasen kaputt ist und das auch in den nächsten Wochen nicht besser wird», sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. «Das kann auch in zwei Wochen in die Hose gehen.» Um Punkt 20.45 Uhr, zum geplanten Zeitpunkt des Anstoßes, rollte der Mannschaftsbus der Dortmunder schon wieder aus der Arena.

«Wir möchten uns bei allen Fans und Helfern entschuldigen. Sobald wir Morgen mehr wissen, geben wir es bekannt», twitterten die Sportfreunde Lotte. Die Auslosung der Halbfinal-Partien soll jedoch wie geplant am Mittwoch nach den Partien Hamburger SV gegen Borussia Mönchengladbach und FC Bayern München gegen den FC Schalke 04 durchgeführt werden.

Der Rasen in dem 10 059 Zuschauer fassenden Frimo Stadion war schon zuvor stark beschädigt. Am Wochenende war das Ligaspiel gegen den Chemnitzer FC wegen der Witterungs- und Platzverhältnisse in Lotte ausgefallen, und schon im Pokal-Achtelfinale gegen 1860 München war der Rasen in einem äußerst schlechten Zustand.

Die Zuschauer erfuhren erst um 20.12 Uhr von der Absage und quittierten dies mit einem Pfeifkonzert. Der Stadionsprecher forderte die Zuschauer auf, die Arena nicht alle gleichzeitig zu verlassen. Stattdessen sollten die Fans lieber noch eine Bratwurst essen und ein Bier trinken.

«Wir müssen alle die Entscheidung akzeptieren», sagte BVB-Profi Marcel Schmelzer. «Wir waren alle draußen auf dem Platz und es war mit normalen Schuhen schon schwierig. Der Schiedsrichter hat diese Entscheidung nicht ohne Grund getroffen.» Lotte-Trainer Ismael Atalan nannte die Absage im TV-Sender Sky «traurig». «Aber wir können es nicht ändern, wir müssen damit leben.»

Schon einige Stunden vor dem Spiel hatte es das erste Malheur für den BVB gegeben. Der Mannschaftsbus hatte einige Stunden vor dem Anpfiff eine unliebsame Bekanntschaft mit dem beschaulichen Örtchen gemacht. Das Gefährt war am Nachmittag am Stadion der Sportfreunde bei einem Wendemanöver auf einem Acker stecken geblieben. Ein Traktor musste den BVB-Bus freiziehen. Die Spieler bekamen davon nichts mit, sie wurden erst nach dem Vorfall aus dem Hotel abgeholt.

Eintracht Frankfurt müht sich ins Pokal-Halbfinale

Eintracht Frankfurt steht erstmals seit zehn Jahren wieder im Halbfinale des DFB-Pokals. Wie in den Runden zuvor ist auch der Erfolg gegen Bielefeld hart erarbeitet.

Eintracht Frankfurt müht sich ins Pokal-Halbfinale
Frankfurts Torschütze Danny Blum (M) führt den Ball gegen Tom Schütz (r) und Fabian Klos. Foto: Andreas Arnold

Frankfurt/Main (dpa) – Beim emotionalen Comeback von Marco Russ hat Eintracht Frankfurt seine Negativserie gestoppt und ist dem Traum vom DFB-Pokalfinale dank Torwart Lukas Hradecky einen Schritt näher gekommen.

Das Team von Trainer Niko Kovac bezwang im Viertelfinale Zweitligist Arminia Bielefeld nach harten Kampf mit 1:0 (1:0) und steht damit im Pokal erstmals seit zehn Jahren wieder unter den letzten Vier. Bei seinem zweiten Startelfeinsatz in dieser Saison erzielte Danny Blum (6. Minute) das entscheidende Tor für die Eintracht, die in der Bundesliga zuletzt drei Spiele in Serie ohne eigenen Treffer verloren hatte. In der Nachspielzeit kam Russ zu seinem ersten Einsatz nach seiner Krebserkrankung – und wurde von den Fans frenetisch gefeiert.

Gegen die mutigen Gäste aus Ostwestfalen musste für die Kovac-Elf immer wieder der reaktionsschnelle Keeper Hradecky retten. Wie zuletzt in der Liga ließ die Eintracht die Souveränität aus der Hinserie vermissen, kam im Gegensatz zu den ersten beiden Runden aber ohne Elfmeterschießen in die nächste Runde. Mit 1:0 hatte man auch 2006 auf dem Weg ins Pokalendspiel, damals im Halbfinale, gegen die Arminia gewonnen. Bielefeld verpasste zwar im Gegensatz zu 2015 den überraschenden Sprung ins Halbfinale, tankte trotz der Niederlage aber Selbstbewusstsein für den Abstiegskampf in der 2. Bundesliga.

Die Frankfurter Hoffnungen auf eine personelle Entspannung nach den vielen Ausfällen beim 0:2 in der Bundesliga in Berlin erfüllten sich nur bedingt. Zwar waren die gesperrten David Abraham und Omar Mascarell wieder dabei, dafür mussten Bastian Oczipka (Sprunggelenk) und Makoto Hasebe (Grippe) kurzfristig passen.

Die wichtigste Personalie des Abends spielte sich aber ohnehin zunächst auf der Ersatzbank ab. 285 Tage nach seinem letzten Einsatz für die SGE stand Russ erstmals wieder im Kader – die Fans feierten ihn schon vor dem Anpfiff mit großem Applaus, bei seiner Einwechslung war der Jubel frenetisch.

Hasebes Ersatzmann Mijat Gacinovic (3.) stand gleich im Blickpunkt. Die Arminia hatte Glück, dass Schiedsrichter Felix Zwayer nicht auf Elfmeter entschied, als Torwart Wolfgang Hesl den Frankfurter im Luftkampf umriss. Oczipkas Ersatzmann Taleb Tawatha leitete kurz darauf die Führung ein. Seine Hereingabe landete bei Blum, der problemlos zu seinem ersten Pflichtspieltor für die Eintracht einschoss.

Die Hausherren spielten wie Kovac gefordert ihre technische Überlegenheit aus. Besonders Tawatha agierte über links als Antreiber. Bielefeld kam nur bei groben individuellen Fehlern der Eintracht wie einem schlampigen Befreiungsschlag von Hradecky (5.) oder einem Fehlpass von Hector (20.) zu Möglichkeiten. Der Verteidiger hatte die beste Chance, das Ergebnis zu erhöhen, sein wuchtiger Kopfball (36.) ging über das Tor.

Schon kurz vor dem Seitenwechsel agierte die Eintracht umständlich und gewehrte den Gästen plötzlich Räume. Und nach der Pause wurde die Arminia auch gefährlich. Hradecky rettete gegen den eingewechselten Andreas Voglsammer (50.). Die Frankfurter Überlegenheit war nun vorbei, Bielefeld mindestens ebenbürtig und auch deutlich aktiver. Immer wieder musste der wachsame Hradecky klären, wie bei einem Schuss von Fabian Klos (80.) und einer Großchance von Christopher Nöthe (85.). Die Eintracht war längst wieder in ihrem schlechten Bundesliga-Modus der vergangenen Wochen, rettete aber den Sieg über die Zeit.

Dotchev tritt zurück – Schlusslicht Aue sucht neuen Coach

In einer denkwürdigen Pressekonferenz hat Trainer Pavel Dotchev unter Tränen seinen Rücktritt erklärt. Einen Nachfolger gibt es derzeit nicht. Der Tabellenletzte FC Erzgebirge Aue gibt derzeit ein chaotisches Bild ab.

Dotchev tritt zurück - Schlusslicht Aue sucht neuen Coach
Aues Präsident Helge Leonhardt (l) verabschiedet Trainer Pavel Dotchev. Foto: Thomas Eisenhuth

Aue (dpa) – Pavel Dotchev ist als Trainer des Fußball-Zweitligisten FC Erzgebirge Aue zurückgetreten. Das gab die Vereinsführung bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Dotchev bekannt.

Nach dem 1:4-Debakel im Sachsenderby gegen Dynamo Dresden hatte Dotchev seine Demission angeboten. Am Montagabend hatte der Verein nach einem zweistündigen Gespräch zwischen Trainer und Vorstand das Gesuch Dotchevs angenommen.

«Es geht nicht um mich, sondern um das Beste für den Verein. Ich denke, wenn ein neuer Trainer kommt, kann er kurzfristige Impulse geben, die es braucht», sagte Dotchev unter Tränen. Vereinspräsident Helge Leonhardt lobte Dotchev für seine Arbeit: «Pavel ist für mich ein hervorragender Mensch und ein hervorragender Trainer. Er verlässt den Verein durch die Vordertür».

Ein neuer Trainer ist noch nicht gefunden. «Es gab keinen Plan B, der Plan B wurde zum Plan A, es muss ein neuer Cheftrainer gefunden werden», sagte Leonhardt. Wer die Trainersuche nun leiten soll, bis wann diese abgeschlossen sein soll und wie das Anforderungsprofil aussieht, blieb offen. Aufgrund der geringen finanziellen Mittel ist es wahrscheinlich, dass ein junger Trainer die Chance erhalten wird, den Tabellenletzten in den verbleibenden zwölf Punktspielen noch zu retten.

Interimsmäßig werden Co-Trainer Robin Lenk, Torwarttrainer Max Urwantschky und Fitnesstrainer Werner Schoupa das Training leiten. Schoupa hat die Fußball-Lehrer-Lizenz und ist daher berechtigt, den Trainerposten in der 2. Bundesliga zu bekleiden. Ob Dotchev weiter im Verein tätig bleibt, ist ebenso unklar. Die Position des Vorstandes Sport ist derzeit vakant und soll in den kommenden Monaten besetzt werden. Nachfragen der Medienvertreter waren auf der Pressekonferenz nicht zugelassen.

Dotchev hatte die Mannschaft im Sommer 2015 übernommen und in der vergangenen Saison überraschend den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga geschafft. Bewusst hatte sich der Verein entschieden, die neue Saison mit der Aufstiegsmannschaft anzugehen. Nach einem passablen Start brach das Team zum Ende der Hinrunde ein. Auch weil Kapitän, Torwart und Vereins-Ikone Martin Männel verletzt ausfiel. «Es hat sich eine negative Dynamik entwickelt», urteilte Dotchev. 

Deportivo La Coruña verpflichtet Trainer Pepe Mel

La Coruña (dpa) – Der abstiegsbedrohte spanische Fußball-Erstligist Deportivo La Coruña hat Pepe Mel als neuen Trainer verpflichtet. Der 54-Jährige tritt die Nachfolge von Gaizka Garitano an, der nach dem 0:4 bei CD Leganés am Wochenende gehen musste.

Deportivo La Coruña verpflichtet Trainer Pepe Mel
Pepe Mel ist neuer Trainer von Deportivo La Coruña. Foto: Sebastien Nogier

La Coruña (dpa) – Der abstiegsbedrohte spanische Fußball-Erstligist Deportivo La Coruña hat Pepe Mel als neuen Trainer verpflichtet. Der 54-Jährige tritt die Nachfolge von Gaizka Garitano an, der nach dem 0:4 bei CD Leganés am Wochenende gehen musste.

La Coruña, der Meister von 2000, liegt mit 19 Punkten auf dem viertletzten Platz und muss um den Klassenverbleib bangen. Mel unterschrieb zunächst einen Kontrakt bis zum Saisonende. Der Coach hatte zuletzt von 2014 bis 2016 Betis Sevilla trainiert.

Einsatz von Delaney gegen Darmstadt noch fraglich

Bremen (dpa) – Der Einsatz von Bremens Mittelfeldspieler Thomas Delaney im Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 ist noch fraglich.

Einsatz von Delaney gegen Darmstadt noch fraglich
Thomas Delaney trainiert wieder individuell, aber noch nicht mit der Mannschaft. Foto: Carmen Jaspersen

Bremen (dpa) – Der Einsatz von Bremens Mittelfeldspieler Thomas Delaney im Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 ist noch fraglich.

Der Däne, der sich in Mainz vor zehn Tagen eine Gehirnerschütterung und eine Mittelgesichtsfraktur im Jochbein zugezogen hatte, absolvierte zwar eine lockere Einheit auf dem Fahrrad im Kraftraum. Mit Blick auf die Partie am Samstag (15.30 Uhr) gab sich der Defensivspieler aber noch zurückhaltend.

«Nachdem ich zehn Tage komplett raus war, müssen wir nun von Tag zu Tag schauen, wie die Reaktion ausfällt», sagte Delaney. «Es ist ein großer Unterschied, ob ich im Kraftraum Fahrrad fahre oder im Weser-Stadion vor 40 000 Menschen Bundesliga spiele.»

Werder-Coach Alexander Nouri sieht einen Einsatz von Delaney im Duell mit dem Tabellenletzten ebenfalls noch skeptisch. «Wir werden die Belastung vorerst langsam steigern und müssen schauen, wann er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann», sagte Nouri.

Offen ist auch noch der Zeitpunkt für das Comeback von Philipp Bargfrede. Der Mittelfeldspieler trainiert zwar wieder mit dem Team. «Ob er aber eine Option für Samstag ist, werden die nächsten Tage entscheiden», sagte Nouri. Bargfrede fiel zuletzt mit Problemen an der Achillessehne aus.

FC Augsburg ergreift Maßnahmen vor Gastspiel von RB Leipzig

Augsburg (dpa) – Der FC Augsburg erhöht beim Heimspiel gegen Aufsteiger RB Leipzig die Sicherheitsvorkehrungen. Damit reagiert der Fußball-Bundesligist nach eigenen Angaben auf Vorkommnisse bei den vergangenen Partien der Sachsen.

FC Augsburg ergreift Maßnahmen vor Gastspiel von RB Leipzig
Die Augsburger Fans müssen vor dem Spiel gegen RB Leipzig ihre Plakate genehmigen lassen. Foto: Armin Weigel

Augsburg (dpa) – Der FC Augsburg erhöht beim Heimspiel gegen Aufsteiger RB Leipzig die Sicherheitsvorkehrungen. Damit reagiert der Fußball-Bundesligist nach eigenen Angaben auf Vorkommnisse bei den vergangenen Partien der Sachsen.

So müssen die FCA-Fans Plakate, die sich kritisch mit dem vom Getränkekonzern Red Bull gesponserten Aufsteiger auseinandersetzen, im Vorfeld der Partie am Freitag beim Verein anmelden und genehmigen lassen, wie der FCA mitteilte.

Der FC Augsburg lehne «grundsätzlich jegliche Form von Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Hass ab», schrieb der Bundesligist auf seiner Internetseite. «Auch Beleidigungen und Diffamierungen möchten wir beim FCA keinen Raum geben, wenngleich auch kritische Meinungsäußerungen möglich sein müssen.» Aus diesem Grunde würden «im Rahmen der freien Meinungsäußerung nicht alle Plakate oder Banner grundsätzlich untersagt», kündigte der FCA an.

Beim Leipziger Gastspiel in Dortmund war es Anfang des Monats im BVB-Fanblock zu massiven Diffamierungen der Leipziger gekommen. Vor dem Stadion wurden Gästefans attackiert. Das DFB-Sportgericht bestrafte die Borussia mit einer Geldstrafe und der Sperrung der Südtribüne beim Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg.

Die Zahl der Ordnungskräfte werde beim Spiel weiter erhöht, teilte der FCA mit. Zudem sei vom Verein im Vorfeld «das Gespräch mit der aktiven Fanszene» gesucht worden und auf die getroffenen Maßnahmen hingewiesen worden. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Konstrukt RB Leipzig müsse aus Vereinssicht grundsätzlich möglich sein. «Dies rechtfertigt jedoch in keinster Weise Gewalt, Hass, Diffamierungen oder Beleidigungen», betonte der Bundesligist.

Gomez glaubt an Wolfsburger Wende unter Trainer Jonker

Wolfsburg (dpa) – Nationalstürmer Mario Gomez ist überzeugt davon, dass der VfL Wolfsburg unter dem neuen Trainer Andries Jonker in der Fußball-Bundesliga bleibt.

Gomez glaubt an Wolfsburger Wende unter Trainer Jonker
Mario Gomez glaubt an eine positive Wende in Wolfsburg. Foto: Peter Steffen

Wolfsburg (dpa) – Nationalstürmer Mario Gomez ist überzeugt davon, dass der VfL Wolfsburg unter dem neuen Trainer Andries Jonker in der Fußball-Bundesliga bleibt.

«Er ist ein ausgezeichneter Fachmann mit großem taktischen Repertoire, aber auch einfach ein ehrlicher, guter Typ», sagte Gomez in einem Interview von sport1.de über den Niederländer, der am Montag die Nachfolge des zuvor entlassenen Valérien Ismaël angetreten hatte.

Gomez kennt Jonker noch aus der gemeinsamem Zeit bei Bayern München, als Jonker zunächst als Assistent von Louis van Gaal und danach für kurze Zeit auch als Interimstrainer tätig war. «Wenn er es so gut macht wie als Co-Trainer, werden wir ziemlich sicher erfolgreich sein mit ihm», sagte der Angreifer.

Nachdem Gomez unter Ismaël beim 1:2 gegen Werder Bremen zunächst nur auf der Bank gesessen hatte, hofft er nun auf eine Rückkehr in die Startformation. Mit einem Freibrief rechnet er aber nicht. «Ich brauche auch keinen Bonus. Das einzige, was ich will, ist, dass wir wieder in die Spur finden und erfolgreich sind», sagte Gomez.

Die Wolfsburger müssen am Samstag beim FSV Mainz 05 antreten. Jonker ist beim Tabellen-14. nach Dieter Hecking und Ismaël bereits der dritte Coach in der laufenden Saison.

DFB-Pokal: Torhungrige Bayern «wollen nach Berlin»

Bayern-Coach Ancelotti hat in seiner Premieren-Saison große Ziele. Eines lautet: Pokalsieg. Tor-Hochrechnungen vor der Kraftprobe mit dem FC Schalke lehnt der Trainer aber ab. Ein Comeback ist geplant.

DFB-Pokal: Torhungrige Bayern «wollen nach Berlin»
Franck Ribéry ist fit für das Spiel gegen den FC Schalke 04. Foto: Federico Gambarini

München (dpa) – Fünf Treffer gegen Arsenal, acht gegen den Hamburger SV – lassen die nimmersatten Bayern nun Torfestival Nummer drei gegen Schalke folgen?

Carlo Ancelotti hält von derartigen Hochrechnungen erwartungsgemäß nichts, auch wenn seine Fußballstars vollgepumpt mit Selbstvertrauen und der Lust auf noch mehr Tore in die Pokal-Kraftprobe am Mittwoch (20.45 Uhr) mit dem Herausforderer aus Gelsenkirchen gehen.

Überheblichkeit bei seinem Team fürchtet der Trainer des FC Bayern jedenfalls nicht: «Nein, das ist ein Viertelfinale. Wir wollen nach Berlin fahren. Und Schalke ist eine gute Mannschaft», begründete der Italiener. An das nächste Schützenfest im eigenen Stadion glaubt der Titelverteidiger nicht. «Jedes Spiel 8:0 zu gewinnen geht nicht», sagte Robert Lewandowski. Dem Super-Torjäger würde auch ein knapper Erfolg genügen. «Egal wie, wir wollen in die nächste Runde, das ist unser Ziel», erklärte der Pole. «Das ist ein K.o.-Spiel, da gilt es weiterzukommen», ordnete Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge an.

Die vom Kräfteverschleiß der englischen Wochen gezeichneten Schalker wollen dem Favoriten einen großen Pokalkampf bieten. «Wir wollen über uns hinauswachsen», kündigte Trainer Markus Weinzierl am Dienstag an: «Wir hatten kein Losglück. Ich hoffe, dass wir jetzt Spielglück haben.» Manager Christian Heidel hofft ebenfalls auf ein 2011-Revival: «Vor dem letzten Pokalsieg hat Schalke auch in München gewonnen.»

Beim 1:0 im Halbfinale vor sechs Jahren stand Manuel Neuer noch im Schalker Tor. Und der Spanier Raúl erzielte das Tor für das Team des damaligen Trainers Felix Magath. Ein neuerlicher Überraschungscoup ist geplant. Heidel erinnerte vor allem an das Duell um Bundesliga-Punkte vor knapp vier Wochen: «Wir müssen die Bilder vom 1:1 im Kopf haben.»

Kompakt, mutig und gut organisiert erbeuteten die Königsblauen am 4. Februar einen Punkt in München. Für die Neuauflage lautet Heidels Matchplan: «Irgendwann müssen wir einen Nadelstich setzen und dann verteidigen, bis der Arzt kommt.» Klingt simpel, ist es aber nicht.

Empfangen werden die Gäste mit Respekt. «Die Schalker sind gut drauf und haben ihre Leistungen gebracht in der letzten Zeit», bemerkte Neuer. Arjen Robben geht davon aus, dass es die Schalker defensiv anders versuchen werden als zuletzt Arsenal und der HSV, die jeweils mit einer Viererkette antraten. «Es kommen jetzt wieder Gegner wie Schalke, die mit Fünferkette spielen. Da müssen wir vielleicht noch mehr angreifen, mit noch mehr Spielern nach vorne», meinte Robben.

Mit Tempo und viel Bewegung ohne Ball will Ancelotti das Bollwerk des Gegners knacken. Der wieder fitte Franck Ribéry könnte Douglas Costa auf dem linken Flügel ersetzen und «Servicemann» Thomas Müller nach seiner guten Leistung gegen den HSV auch mal wieder in einem großen Spiel in der Startelf auflaufen. «Müller ist wichtig, weil er der Mannschaft hilft», sagte Ancelotti. Aber wichtiger als einzelne Akteure sei die Einstellung: «Ohne Spirit keine Qualität!»

Schalke kommt mit dem vom Gegner ausgeliehenen Holger Badstuber als Abwehrchef in die ausverkaufte Allianz Arena. «Das wird eine harte Nuss», weiß Badstuber, der die Aufgabe gegen «seine» Bayern mit der in München erlernten Mia-san-mia-Haltung annimmt. «Warum sollten wir Angst haben?» Das Endspiel ist nur noch zwei Siege entfernt. «Wir wollen den Bayern einen großen Fight liefern», sagte Außenbahnspieler Alessandro Schöpf, auch ein Königsblauer mit Münchner Vergangenheit.

Das Abschlusstraining bestritten die Bayern am Dienstag im Schneeregen ohne den erkrankten Renato Sanches. Der Einsatz von David Alaba ist wegen einer Zehenprellung fraglich. Für ihn ist hinten links Juan Bernat eine Option. Das kämpferische Vorbild bei Schalke könnte Sead Kolasinac verkörpern. Der Gegenspieler von Robben hat schon eine gebrochene Nase. Jetzt klagt Kolasinac auch noch über Adduktorenprobleme. «Er wird auch mit dem Kopf unterm Arm spielen», scherzte Weinzierl.

Schalke glaubt an Halbfinal-Chance in München

Gelsenkirchen (dpa) – Der FC Schalke 04 reist selbstbewusst zum Pokal-Auswärtsspiel beim Favoriten FC Bayern und traut sich dort eine Überraschung zu.

Schalke glaubt an Halbfinal-Chance in München
Das Team von Schalke 04 reist mit breiter Brust nach München. Foto: Ina Fassbender

Gelsenkirchen (dpa) – Der FC Schalke 04 reist selbstbewusst zum Pokal-Auswärtsspiel beim Favoriten FC Bayern und traut sich dort eine Überraschung zu.

«Wir fahren in der Außenseiterrolle nach München, aber wir wollen über uns hinauswachsen und definitiv ins Halbfinale einziehen», sagte Markus Weinzierl. Über den Einsatz von Linksverteidiger Sead Kolasinac, der zuletzt über Adduktorenprobleme klagte, will der Schalker Trainer erst kurz vor dem Viertelfinalspiel am Mittwoch (20.45 Uhr) entscheiden.

Hinter dem Einsatz des formstarken Kolasinac stehe laut Weinzierl ein «großes Fragezeichen». Gleichwohl reiste der Bosnier, der die Kreise von Arjen Robben einschränken soll, mit in die bayerische Hauptstadt. Ein wenig haderte Weinzierl damit, auswärts beim Cupverteidiger antreten zu müssen: «Wir hatten kein Losglück. Ich hoffe, dass wir jetzt Spielglück haben.»

Immerhin trotzten die Königsblauen den Bayern im Bundesligaspiel am 4. Februar mit einer starken Leistung in München ein 1:1 ab. Und 2011 setzten sie sich dank eines Treffers von Raúl im Halbfinale in der Allianz Arena sogar mit 1:0 durch und gewannen einige Wochen später den DFB-Pokal. «Das ist ein guter Anker für uns», sagte Weinzierl.