Liverpool erkämpft Punkt gegen Chelsea – FC Arsenal patzt

Liverpool holt einen Punkt gegen den Spitzenreiter FC Chelsea, der FC Arsenal blamiert sich vor den eigenen Fans gegen Watford. Und durch das 0:0 von Tottenham rücken die Verfolger von Tabellenführer Chelsea noch enger zusammen.

Liverpool erkämpft Punkt gegen Chelsea - FC Arsenal patzt
Chelseas David Luiz (r.) im Duell mit Roberto Firmino. Foto: Dave Thompson

London (dpa) – Der FC Liverpool hat mit Trainer Jürgen Klopp im Spitzenspiel der englischen Premier League ein Remis gegen Spitzenreiter FC Chelsea erkämpft.

Nach dem 1:1 (0:1) in einem packenden Spiel an der Anfield Road liegen die Reds aber weiter zehn Punkte hinter dem Tabellenführer auf Platz vier.
Der Brasilianer David Luiz brachte die Gäste aus London mit einem Freistoß-Kracher in der 24. Minute in Führung, der niederländische Nationalspieler Georginio Wijnaldum glich per Kopf aus (57.) Liverpool hat in diesem Jahr noch kein Meisterschaftsspiel gewonnen und ist auch in beiden Pokalwettbewerben kläglich gescheitert.

Der frühere Leverkusener Emre Can stand in der Startelf, der ehemalige Mainzer Torhüter Loris Karius saß auf der Bank. Die Londoner hatten das Hinspiel gegen Liverpool zu Hause mit 1:2 verloren. Ihre letzte Niederlage in der Premier League kassierten die Blues am 4. Januar bei Tottenham. Mit 56 Punkten führt Chelsea am 23. Spieltag vor Tottenham Hotspur, dem FC Arsenal (beide 47) und Liverpool (46).

Einen peinlichen Ausrutscher im Meisterschaftsrennen leistete sich der FC Arsenal. Mit Mesut Özil und Shkodran Mustafi in der Startelf verloren die Gunners gegen den FC Watford mit 1:2 (0:2). Schon nach einer knappen Viertelstunde lag die Heimelf durch Tore von Younes Kaboul (11. Minute) und Troy Deeney (14.) 0:2 zurück. Mehr als der Anschlusstreffer von Alex Iwobi (58.) gelang Arsenal nicht.

Tottenham kam beim Schlusslicht AFC Sunderland nicht über ein 0:0 hinaus, verdrängte Arsenal aber trotzdem von Platz zwei. Der abgestürzte Meister Leicester City musste sich auch beim FC Burnley mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. Für die zwölfte Saisonniederlage der Foxes sorgte Sam Vokes kurz vor dem Schlusspfiff (88.).

Die beiden Manchester-Clubs spielen erst an diesem Mittwoch: Der Tabellen-Fünfte City (43 Punkte) muss bei West Ham United antreten; Man United (Platz 6/41 Punkte) empfängt zum Abschluss des 23. Spieltags Hull City.

Lazio Rom folgt Juventus und Neapel ins Pokal-Halbfinale

Mailand (dpa) – Lazio Rom ist Titelverteidiger Juventus Turin und dem SSC Neapel ins Halbfinale des italienischen Fußball-Pokals gefolgt.

Lazio Rom folgt Juventus und Neapel ins Pokal-Halbfinale
Lazio Rom ist nach dem Sieg über Inter Mailand ins Pokal-Halbfinale eingezogen. Foto: Riccardo Antimiani

Mailand (dpa) – Lazio Rom ist Titelverteidiger Juventus Turin und dem SSC Neapel ins Halbfinale des italienischen Fußball-Pokals gefolgt.

Der Tabellen-Fünfte der Serie A setzte sich im Viertelfinale mit 2:1 (1:0) beim Ligarivalen Inter Mailand durch. Felipe Anderson (20 . Minute) und Lucas Biglia (56./Foulelfmeter) erzielten die Treffer für die Gäste, Marcelo Brozovic (84.) gelang nur noch der Anschluss. Nach der Roten Karte für Miranda (54.) musste der siebenmaliger Pokalsieger Inter Mailand mehr als eine halbe Stunde in Unterzahl spielen.

Der Gegner von Lazio Rom wird an diesem Mittwoch im Duell zwischen dem AS Rom und AC Cesena ermittelt. Im anderen Halbfinale trifft Juventus Turin auf Neapel.

KSC holt Mugosa von 1860 München bis zum Saisonende

Karlsruhe (dpa) – Fußball-Zweitligist Karlsruher SC hat Stürmer Stefan Mugosa vom Ligakonkurrenten TSV 1860 München ausgeliehen.

KSC holt Mugosa von 1860 München bis zum Saisonende
Stefan Mugosa wechselt auf Leihbasis zum Karlsruher SC. Foto: Matthias Balk

Karlsruhe (dpa) – Fußball-Zweitligist Karlsruher SC hat Stürmer Stefan Mugosa vom Ligakonkurrenten TSV 1860 München ausgeliehen.

«Stefan verfügt über enorme Qualitäten im Kopfballspiel. Er verschafft uns durch seine körperlichen Voraussetzungen und seine Art, Fußball zu spielen, mehr Möglichkeiten in unserem Offensivspiel», sagte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer laut Vereinsmitteilung. Der 24-Jährige Mugosa ist Nationalspieler von Montenegro und absolvierte 47 Zweitliga-Spiele für die Löwen. Zuvor hatte der vom Abstieg bedrohte Tabellen-15. bereits Jonas Meffert vom SC Freiburg ausgeliehen.

Bundesliga investiert knapp 90 Millionen

Am Dienstag endete die Frist für die Wintertransfers, einige Clubs schlugen noch zu. Insgesamt investierte die Bundesliga die Rekordsumme von über 90 Millionen Euro in neue Spieler.

Bundesliga investiert knapp 90 MillionenBundesliga investiert knapp 90 Millionen
Der brasilianische Neu-Hamburger Walace äußert sich bei einer Pressekonferenz im Volksparkstadion. Foto: Axel Heimken
Bojan Krkic wechselte auf Leihbasis bis zum Saisonende zu Mainz 05. Foto: Thorsten Wagner

Düsseldorf (dpa) – Altintop nach Darmstadt, Leitner zum FC Augsburg – kurz vor Toresschluss herrschte hektische Betriebsamkeit. Mehrere Clubs aus der Fußball-Bundesliga nutzten die letzten Stunden vor dem Ende der Winter-Wechselfrist zur Nachbesserung des Kaders.

Vor allem beim Schlusslicht aus Darmstadt war der Handlungsbedarf groß. Mit der Verpflichtung von Hamit Altintop sorgten die Südhessen für Gesprächsstoff. «Dass so ein Spieler zu Darmstadt 98 kommt, mit solch einer Vita, Erfahrung und Ausstrahlung, ist etwas Besonderes. Wir freuen uns, dass er mit uns das vermeintlich Unmögliche schaffen will», sagte Coach Torsten Frings.

Nicht nur der 34 Jahre alte ehemalige Bayern- und Real Madrid-Profi kehrt überraschend nach Deutschland zurück. Auch den Augsburgern gelang mit dem einstigen Dortmunder Moritz Leitner (Lazio Rom) ein später Transfercoup.

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Brasilianer Walace beim Hamburger SV bereits sein erstes Training absolviert. Der Mittelfeldspieler war am Tag zuvor bei 30 Grad in Porto Alegre aufgebrochen und Stunden später bei Schneetreiben in Hamburg gelandet. «Ich brauche schon ein paar Tage, um mich hier einzugewöhnen», kommentierte er das für ihn ungewohnte Weiß. Viel Zeit, sich an die großen Temperaturunterschiede zu gewöhnen, wird der Mittelfeldspieler jedoch nicht haben. Schließlich wird er beim Kampf seines Teams um den Klassenverblieb dringend gebraucht. In ihrer Not griffen die Hamburger im Winterschlussverkauf tief in die Vereinskasse.

Ähnlich spät verkündete Bayer Leverkusen die Verpflichtung von Leon Bailey. Für den 19 Jahre alten Jamaikaner vom belgischen Europa-League-Teilnehmer KRC Genk zahlte der momentan im Mittelmaß versinkende Werksclub geschätzte zwölf Millionen Euro. «Er ist ein außergewöhnlich schneller, sehr trickreicher Spieler, der unserer Offensive zusätzlichen Schwung verleiht», befand Bayer-Sportdirektor Rudi Völler.

Die Transfers von Walace und Bailey passen in das Bild. Wie so oft besserten auch in diesem Winter vor allem jene Clubs nach, bei denen in der Hinrunde viele Wünsche offen blieben. Die jüngste Einkaufstour kostete mehr Geld denn je. Nach einer Erhebung der Deutschen Presse-Agentur investierten die Bundesligisten – ausgenommen der Leihgebühren – über 90 Millionen Euro für neue Profis und übertrafen damit die zwei Jahre alte Bestmarke (65 Millionen Euro) deutlich. Dem standen Transfereinnahmen von rund 91 Millionen Euro gegenüber.

Nicht nur beim Umsatz, bei dem das Premiumprodukt des deutschen Sports in der vorigen Saison die Schallmauer von drei Milliarden Euro durchbrach, stehen die Zeiten auf Wachstum. Zählt man die Einkäufe im vergangenen Sommer hinzu, stieß die Bundesliga mit knapp über 600 Millionen Euro auch bei den Transferausgaben in neue Dimensionen vor. Die künftig höheren Einnahmen aus der TV-Vermarktung dürften dazu beitragen, dass sich der Trend eher noch verstärkt.

Besonders großen Nachholbedarf sahen die Wolfsburger. Mit 29,5 Millionen Euro führen sie die Einkaufsliste an. Profis wie Yunus Malli (FSV Mainz/12,5 Millionen Euro) und Riechedly Bazoer (Ajax Amsterdam/12 Millionen Euro) sollen dafür sorgen, dass es für den Bundesliga-14. nicht noch weiter abwärts geht. Diese Transfers konnten sich die Norddeutschen locker leisten: Allein der Verkauf von Weltmeister Julian Draxler an Paris Saint-Germain brachte üppige 42 Millionen Euro ein.

Viertteuerster Profi nach Malli, Bazoer und Bailey dürfte der ehemalige Salzburger Dayot Upamecano sein. Für das von anderen Clubs umworbene französische Abwehrtalent zahlte RB Leipzig rund zehn Millionen Euro. Borussia Dortmund investierte neun Millionen Euro in einen 17-Jährigen. Beim für ähnlich perspektivische Transfers bekannten Revierclub ist die Hoffnung groß, dass der Schwede Alexander Isak zum Leistungsträger wird.

Die Personalplanungen für die restliche Saison sind damit abgeschlossen. Innerhalb der Bundesliga dürfen keine Wechsel mehr stattfinden. Allerdings endet die Wechselfrist in einigen anderen Ländern erst später. So sind Transfers nach China noch bis Ende Februar möglich.

Darmstadt baut um: Altintop, Kamavuaka und Banggaard kommen

Kurz vor Transferschluss hat Darmstadt 98 noch mal zugeschlagen. Neben dem Ex-Bayern-Star Hamit Altintop holen die Südhessen zwei Defensivspieler.

Darmstadt baut um: Altintop, Kamavuaka und Banggaard kommen
Hamit Altintop wechselt von Galatasaray Istanbul zu Darmstadt 98. Foto: Friso Gentsch

Darmstadt (dpa) – Für das schwierige Unternehmen Klassenverbleib hat Bundesliga-Schlusslicht SV Darmstadt 98 kräftig nachgerüstet.

Zum Ende der Transferperiode gab der Verein die Verpflichtung von drei weiteren Spielern bekannt. Überraschender Toptransfer ist der frühere Bayern-Star Hamit Altintop. Dazu kommen die Defensivakteure Wilson Kamavuaka und Patrick Banggaard. Bereits zuvor hatten die «Lilien» die Offensivspieler Sidney Sam (ausgeliehen von Schalke 04) und Terrence Boyd (RB Leipzig) geholt.

Altintop, der bis zum Saisonende unterschrieb, wurde in Gelsenkirchen geboren. Für Schalke 04 und den FC Bayern München bestritt er 176 Bundesliga-Spiele und erzielte 15 Treffer. Für die türkische Nationalelf lief er 84 Mal auf (7 Tore). 2012 wechselte der Mittelfeldspieler zu Real Madrid. Zuletzt spielte er bei Galatasaray Istanbul, wo der Vertrag des mittlerweile 34-Jährigen Anfang des Jahres aufgelöst wurde.

Cheftrainer Torsten Frings freute sich ganz besonders über die Verpflichtung Altintops: «Dass so ein Spieler zu Darmstadt 98 kommt, mit solch einer Vita, Erfahrung und Ausstrahlung, ist sicher etwas Besonderes. Wir freuen uns sehr, dass Hamit mit uns das vermeintlich Unmögliche schaffen will.»

Der 26 Jahre alte Deutsch-Kongolese Kamavuaka war zuletzt in der ersten griechischen Liga für Panetolikos Agrinio am Ball. Zudem kennt er den deutschen Fußball, durchlief die Nachwuchsteams des 1. FC Köln und 1899 Hoffenheim. Für den 1. FC Nürnberg bestritt er fünf Bundesliga-Spiele. In Darmstadt erhält er einen Vertrag bis 2018.

Bis 2020 wurde der 22-jährige Banggaard aus Dänemark vom FC Midtjylland verpflichtet. «Patrick ist ein äußerst talentierter Spieler, den wir auch perspektivisch unbedingt für uns gewinnen wollten», sagte Frings über den dänischen U21-Nationalspieler. In der laufenden Spielzeit kam der 1,96 Meter große Defensivmann in 20 von 21 Ligaspielen zum Einsatz und erzielte einen Treffer für den Tabellendritten der dänischen Superligaen.

Verlassen werden die «Lilien» dagegen Florian Jungwirth und Victor Obinna. Jungwirth, dessen Wechselabsichten zuletzt zu einem spektakulären öffentlichen Wutausbruch bei Frings geführt hatten, schließt sich den San José Earthquakes in die nordamerikanische Profiliga MLS an. Er war im Sommer 2014 nach Darmstadt gekommen und hatte dort 64 Pflichtspiele absolviert. Obinna, dessen Vertrag aufgelöst wurde, kam nur in drei Pflichtspielen zum Einsatz.

Schaulaufen vor EM-Bewerbung: Zehn Stadien für 2024 gesucht

Die Suche nach geeigneten Stadien für die Fußball-EM 2024 dürfte für den DFB nicht das Problem sein. Zehn Arenen werden gebraucht – und es gibt noch mehr gute Kandidaten. Ein Problemfall ist Bremen.

Schaulaufen vor EM-Bewerbung: Zehn Stadien für 2024 gesucht
Die HDI Arena in Hannover. Die niedersächsische Landeshauptstadt ist nur eine von zahlreichen deutschen Städten, die sich für die EM 2024 ins Spiel bringen – wenn das Turnier denn an Deutschland vergeben wird. Foto: Jens Wolf

Berlin (dpa) – Noch ist nicht mal die Bewerbung für die EURO 2024 raus, da hat das Schaulaufen für mögliche Stadien und Spielorte in Deutschland schon begonnen.

WM 1974 EM 1988 WM 2006
Berlin Düsseldorf (E) Berlin (F)
Dortmund Frankfurt Dortmund
Düsseldorf Gelsenkirchen Frankfurt
Frankfurt (E) Hamburg Gelsenkirchen
Gelsenkirchen Hannover Hamburg
Hamburg Köln Hannover
Hannover München (F) Kaiserslautern
München (F) Stuttgart Köln
Stuttgart Leipzig
München (E)
Nürnberg
Stuttgart

Sogar Altkanzler Gerhard Schröder macht sich als Botschafter für einen Kandidaten stark. «Ich werde dafür werben, dass Hannover wieder Standort wird», sagte der Aufsichtsratschef von Hannover 96 und frühere Ministerpräsident Niedersachsens. Wenn alles gut geht, wird Deutschland 36 Jahre nach der EM-Endrunde 1988 wieder Schauplatz einer Fußball-Europameisterschaft sein.

Von so einem Großereignis will natürlich jeder etwas haben, auch für die Städte ist das ein Riesen-Ding – zum sportlichen Reiz kommt ein enormer wirtschaftlicher Gewinn. Sollte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wie erhofft zum EM-Gastgeber für 2024 gekürt werden, dann will auch Hannover dabei sein. Das kündigte 96-Clubchef Martin Kind beim Neujahrsempfang des Zweitligisten an: «Wir hoffen, dass wir dann auch den Zuschlag bekommen.»

Nordrhein-Westfalen ist gleich fünfmal im Rennen: Dortmund, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Köln und Mönchengladbach wollen sich mit ihren Arenen bewerben. «Wenn die EM tatsächlich hier stattfinden wird, werden wir alles daran setzen, Europa nach Mönchengladbach zu holen», sagte Gladbachs Vizepräsident Rainer Bonhof.

Auch in Düsseldorf erhofft man sich einen positiven Bescheid. «Wir würden uns freuen, Teil eines neuen Sommermärchens werden zu können», sagte eine Sprecherin der Stadt. «Selbstverständlich» werde sich Köln bewerben, hieß es aus der Domstadt. Alle fünf NRW-Stadien erfüllen die Voraussetzung einer Nettokapazität von mindestens 30 000 Sitzplätzen.

Bis zum 17. Februar müssen Clubs und Städte ihr Interesse beim DFB bekunden. Bis zum 3.März will der Verband eine Interessenserklärung bei der Europäischen Fußball-Union abgeben. Im September 2018 kürt die UEFA-Exekutive den EM-Gastgeber – Deutschland gilt als Favorit.

Mehr als ein Dutzend Städte bzw. Stadien haben bereits signalisiert, dass sie sich bewerben würden, in elf von ihnen rollte schon 2006 der WM-Ball. Sechs waren bei allen drei bisherigen Endrunden in Deutschland als Spielort dabei: Frankfurt/Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart. München ist einziger deutsche Spielort bei der 13-Länder-EM 2020: Vier Partien sind in der Allianz Arena geplant.

Auch die Hansestadt hat erneut den Hut in den Ring geworfen. «Selbstverständlich bin ich dafür, dass EM-Spiele im Volksparkstadion ausgetragen werden. Hamburg ist eine der führenden Sportstädte in Deutschland. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass so eine Veranstaltung ohne Hamburg stattfinden wird», sagte der HSV-Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen.

Ein Wackelkandidat ist Bremen – wenn überhaupt. «Wir werden jetzt die Anforderungen genau studieren. Wenn wir sie erfüllen können, dann werden wir uns natürlich bewerben», sagte Werders Clubchef Klaus Filbry. 2006 war Bremen mit dem Weserstadion leer ausgegangen. Zum Problem könnte nunmehr der Streit zwischen dem Land und der Deutschen Fußball Liga und dem DFB werden.

Das Land schickt der DFL regelmäßig Rechnungen für Polizeieinsätze, wenn diese bei Bundesligaspielen über das normale Maß hinausgehen. Der Fall beschäftigt die Gerichte. Der DFB entzog Bremen deshalb bereits ein Länderspiel gegen Gibraltar.

Die deutschen Spielorte bei bisherigen Endturnieren:

Liverpool gegen Chelsea Aufstellung und Quoten im Premiere League Topspiel

FC Liverpool vs. FC Chelsea lautet das Spitzenspiel unter der Woche in der Premier League. Die Quoten zu Liverpool gegen Chelsea sehen die Hausherren gegenüber den Blues minimal im Vorteil. Es ist eine extrem wichtige Partie, denn mit einem Dreier könnten die Gäste weiter an der Tabellenspitze davonziehen, während ein Liverpooler Sieg den Konkurrenten noch einmal eine Chance geben würde, Boden gutzumachen.

Liverpool - Chelsea Aufstellung und Wettquoten

FC Liverpool vs. FC Chelsea lautet das Spitzenspiel unter der Woche in der Premier League. Die Quoten zu Liverpool gegen Chelsea sehen die Hausherren gegenüber den Blues minimal im Vorteil. Es ist eine extrem wichtige Partie für Jürgen Klopp und seine Reds, denn mit einem Dreier könnten die Gäste weiter an der Tabellenspitze davonziehen, während ein Liverpooler Sieg den Konkurrenten noch einmal eine Chance geben würde, Boden gutzumachen.

Während die Bundesliga unter der Woche eine Pause einlegt, können wir uns aber auf Spitzenfußball von der Insel freuen. Unter anderem kommt es am 23. Spieltag zu einem absoluten Knaller zwischen dem FC Liverpool und dem FC Chelsea. Der Tabellenführer aus London will wenn möglich seinen Vorsprung weiter ausbauen. Aktuell hat man vor dem ersten Verfolger Arsenal bereits 8 Punkte Vorsprung. Bei einer Niederlage könnte aber auch Liverpool schon wieder bis auf 7 Punkte heranrücken. Das ist alles noch ein komfortabler Vorsprung, bei einem Dreier könnte man aber wohl einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft direkt die Hoffnung auf den Titel nehmen. Die Form spricht klar für die Blues, die von den letzten 10 Pflichtspielen 9 gewonnen und nur eine einzige Partie verloren haben. Kein Wunder, dass der FC Liverpool mit einer gehörigen Portion Respekt an die Sache herangehen wird, doch wer Jürgen Klopp kennt, der weiß auch, dass der Coach seine Jungs bestens auf die bevorstehende Aufgabe einstellen wird. Zumindest die Champions League wollen die Reds in diesem Jahr eintüten. Zuletzt ging dem LFC aber etwas die Luft aus, den aus den letzten 8 Pflichtspielen gab es nur einen mageren Sieg und so musste man sich zumindest für den Moment auch aus dem Meisterschaftstrennen verabschieden. Das Spiel gegen Chelsea könnte fast schon die letzte Chance sein, doch auch eine Niederlage würde Klopp nicht von seinem eingeschlagenen Weg abbringen. Immerhin gehen die Buchmacher mit ihren Quoten von einem Heimsieg der Reds aus.

Vorschau zur Aufstellung Liverpool – Chelsea

Beim FC Liverpool steht Mignolet in der Liga zwischen den Pfosten. Davor bilden Randall, Gomez, Klavan und Moreno die Viererkette. Im Mittelfeld kommt Can neben Lucas und Wijnaldum zum Einsatz, während vorne die Offensive aus Firmino, Origi und Sturridge bestehen wird. Beim FC Chelsea soll Courtois im Kasten möglichst keinen Fehler machen und wird bei der Abwehrarbeit von Azpilicueta, David Luiz und Cahill unterstützt. Moses, Kanté, Matic und Alonso bilden ein sehr breites Mittelfeld, während vorne Pedro, Diego Costa und Hazard für die nötigen Auswärtstreffer sorgen sollen.

Voraussichtliche Startelf FC Liverpool – FC Chelsea

FC Liverpool (Trainer: Klopp):
Mignolet – Randall, Gomez, Klavan, Alberto Moreno – Can, Lucas, Wijnaldum – Roberto Firmino, Origi, Sturridge

FC Chelsea (Trainer: Conte):
Courtois – Azpilicueta, David Luiz, Cahill – Moses, Kanté, Matic, Marcos Alonso – Pedro, Diego Costa, Hazard

Anstoß am 31.01.17 um 21:00 Uhr (Anfield Stadium, Liverpool)

Quoten FC Liverpool vs. FC Chelsea

Die Buchmacher sehen die Liverpooler mit einer Siegquote von 2.55 leicht in der Favoritenrolle. Die Blues sind mit einer Quote von 2.80 aber alles andere als ein klarer Underdog. Ein Remis wird derweil mit einer Quote von 3.30 gelistet. Die genauen Zahlen gibt es nun im Anschluss.

Quotenvergleich Liverpool – Chelsea:

Anbieter Sieg Liverpool Remis Sieg Chelsea Bonus
tipico 2,60 3,20 2,80 100 EUR
bet365 2,65 3,25 2,90 100 EUR

Hinweis zu Gebühren:

Bei bet365 fallen 5% Gebühr (Wettsteuer) vom Wettgewinn für Kunden aus Deutschland an. Tipico berechnet hingegen gar keine Gebühren und gibt die Quoten 1:1 an seine Kunden weiter. Abzüglich dieser 5 % ist Tipico bei jeder Quote besser als Bet365.

Ribéry fällt voraussichtlich zwei Wochen aus

München (dpa) – Franck Ribéry hat sich im Training des FC Bayern eine Oberschenkelzerrung zugezogen und wird den Münchnern voraussichtlich zwei Wochen fehlen.

Ribéry fällt voraussichtlich zwei Wochen aus
Franck Ribéry fällt wegen einer Zerrung im Oberschenkel vorerst aus. Foto: Ballesteros

München (dpa) – Franck Ribéry hat sich im Training des FC Bayern eine Oberschenkelzerrung zugezogen und wird den Münchnern voraussichtlich zwei Wochen fehlen.

Dies teilte der deutsche Fußball-Rekordmeister mit. Damit wird der 33 Jahre alte Offensivspieler absehbar auch für das Hinspiel des Champions-League-Achtelfinales am 15. Februar gegen den FC Arsenal nicht zur Verfügung stehen.

Ribéry musste den Angaben zufolge das Training wegen einer Zerrung im rechten, hinteren Oberschenkel vorzeitig abbrechen. Das Heimspiel in der Bundesliga am Samstag gegen den FC Schalke 04 wird der Franzose damit ebenso verpassen wie das Pokal-Achtelfinale am Dienstag gegen den VfL Wolfsburg, die Partie am 11. Februar beim FC Ingolstadt und voraussichtlich auch das erste Arsenal-Duell.

Ribéry wird immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. In der Hinrunde dieser Saison war der 33-Jährige wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel mehrere Wochen ausgefallen.

Nach Rippenproblemen konnte indes Mittelfeldspieler Arturo Vidal die Trainingsbelastung weiter steigern. Arjen Robben, der am Vortag noch individuell im Leistungszentrum trainiert hatte, konnte die Einheit ebenfalls komplett durchziehen.

Bei der rund 90-minütigen Einheit fehlten hingegen Kingsley Coman, Xabi Alonso und Philipp Lahm. Das Trio trainierte individuell im Leistungszentrum. Weltmeister Jérôme Boateng fehlt nach seiner Brustmuskeloperation weiter.

Früherer Dortmunder Leitner wechselt zum FC Augsburg

Augsburg/Rom (dpa) – Der frühere Dortmunder Moritz Leitner wechselt vom italienischen Erstligisten Lazio Rom zum FC Augsburg. Der Fußball-Bundesligist vermeldete den Transfer als perfekt.

Früherer Dortmunder Leitner wechselt zum FC Augsburg
Der ehemalige Dortmunder Moritz Leitner wechselt zum FC Augsburg. Foto: Guido Kirchner

Augsburg/Rom (dpa) – Der frühere Dortmunder Moritz Leitner wechselt vom italienischen Erstligisten Lazio Rom zum FC Augsburg. Der Fußball-Bundesligist vermeldete den Transfer als perfekt.

Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler, der bereits in der Rückrunde 2010/11 für den FCA aktiv war, erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021. Über die Ablösemodalitäten haben beide Vereine Stillschweigen vereinbart. Italienischen Medienberichten zufolge soll die Summe bei etwas mehr als einer Million Euro liegen.

«Wenn wir als FC Augsburg die Chance haben, einen talentierten jungen deutschen Spieler, der bereits über einige Erfahrung verfügt und seine Stärken auch in der Bundesliga schon gezeigt hat, unter Vertrag nehmen zu können, müssen wir zuschlagen», sagte Manager Stefan Reuter.

Leitner war erst im Sommer von Borussia Dortmund nach Rom gewechselt, konnte Trainer Simone Inzaghi aber nicht überzeugen. Er brachte es in der Serie A nur zu zwei Kurzeinsätzen.

«Meine erste Zeit beim FCA, die mit dem Aufstieg in die Bundesliga gekrönt wurde, war grandios. Ich habe nur positive Erinnerungen daran, so dass mir sehr schnell klar war, diese Chance der Rückkehr in die Bundesliga nutzen zu wollen», sagte Leitner, der in der Bundesliga auch für den VfB Stuttgart aktiv war.

Hannovers langer Weg zurück – Prib: «Wollen oben bleiben»

Hannover 96 ist spitze! Zumindest, was die Konstellation in der Tabelle angeht. Fußballerisch werden sich die Niedersachsen aber deutlich steigern müssen, wollen sie am Ende tatsächlich in die Erste Liga zurückkehren.

Hannovers langer Weg zurück - Prib: «Wollen oben bleiben»
Hannover 96 hatte beim 1:0-Sieg im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern deutlich Mühe. Foto: Peter Steffen

Hannover (dpa) – «Spitzenreiter, Spitzenreiter, he, he!» Hannovers Fans waren bereits in Aufstiegsfeierlaune. Doch bis zur Rückkehr in die Fußball-Bundesliga ist es für die Niedersachsen noch ein langer, beschwerlicher Weg.

Das wurde beim mühsamen 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Kaiserslautern mehr als deutlich. «Schön war es nicht», brachte es Hannovers Trainer Daniel Stendel auf den Punkt. «Doch das Wichtigste sind die drei Punkte. Wir wollten mit einem Sieg ins neue Jahr starten und das haben wir geschafft.»

Stendel war es sogar gar nicht so unrecht, dass sein Team gegen die Pfälzer nicht wie im Hinspiel klar mit 4:0 gewonnen hatte. So wisse jeder sofort, dass auch in der Zweitliga-Rückrunde weiter für jeden Sieg hart gearbeitet werden müsse, sagte der 96-Coach mit einem verschmitzten Lächeln.

Hart gearbeitet hatte sein Team auch gegen den erstaunlich mutig und selbstbewusst auftretenden FCK. Spielerisch blieb die neue Nummer eins der Liga zwei aber nahezu alles schuldig. Die beiden Angreifer Martin Harnik und Niclas Füllkrug fanden so gut wie gar nicht statt, aus dem Mittelfeld gab es kaum spielerische Impulse. «Das war lange zu wenig und zu träge», gab Kapitän Edgar Prib zu.

Doch weil die Gastgeber kurz nach der Pause einen Fehler der Gäste in Person von Uffe Bech zum einzigen Treffer nutzten (49. Minute), lösten sie den Erzrivalen Eintracht Braunschweig wegen der besseren Tordifferenz an der Tabellenspitze ab. Eine Position, die die 96er am liebsten bis zum Saisonende nicht mehr abgeben wollen. «Wir wollen da oben bleiben und Platz eins Woche für Woche verteidigen», sagte Prib und gab damit die Marschroute für die noch anstehenden 16 Partien aus.

Der Fokus soll aber weiter auf das jeweils nächste Spiel gerichtet sein. «Es bringt nichts, wenn wir jetzt schon daran denken, wie es ist, auf dem Marktplatz zu stehen», mahnte Marvin Bakalorz mit Blick auf die so ersehnte Aufstiegsparty. «Wir wollen am Ende auf einem der beiden ersten Plätze stehen, das ist alles, was zählt.»

Dafür nahmen die Niedersachsen am letzten Tag der Transferfrist auch noch einmal kleine Änderungen am Kader vor. Vom Bundesligisten 1899 Hoffenheim lieh 96 in Marko Maric einen weiteren Torhüter aus, zudem wurde der Club Transfer-Flop Marius Wolf doch noch los. Der 21-Jährige, der vor einem Jahr vom TSV 1860 München gekommen war, seitdem aber nur zwei Spiele für die 96-Profis absolviert hatte, wechselt auf Leihbasis zu Eintracht Frankfurt.

In Braunschweig, Stuttgart und auch Union Berlin ist die Konkurrenz aber stark, die Verteidigung der Tabellenführung wird für die Roten kein Selbstläufer. «Wir wissen, dass wir besser spielen müssen», sagte Stendel. «Aber das war heute ein typisches Auftaktspiel. Ich habe es noch nie erlebt, dass nach einer Pause schon alles glatt läuft.»

Erstaunlich glatt verlief dagegen der erste Auftritt des FCK unter dem neuen Trainer Norbert Meier. «Ich finde, wir haben ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht und hätten zumindest einen Punkt verdient gehabt», sagte Meier, der in der Winterpause den zurückgetretenen früheren 96-Coach Tayfun Korkut abgelöst hatte. «Wir haben es wieder versäumt ein Tor zu machen», bemängelte Kapitän Daniel Halfar, stellte aber fest: «Der Auftritt macht Mut für die Zukunft.»