ManUnited im Pokal mit 4:1-Sieg – Schweinsteiger-Comeback

Manchester (dpa) – Bastian Schweinsteiger hat nach 255 Tagen sein Comeback für Manchester United gegeben. Beim 4:1-Erfolg von United im Ligapokal-Viertelfinale gegen West Ham United wurde der Fußball-Weltmeister in der 87. Minute für Anthony Martial eingewechselt.

ManUnited im Pokal mit 4:1-Sieg - Schweinsteiger-Comeback
Zlatan Ibrahimovic trifft für Manchester United im Ligapokal gegen West Ham United. Foto: Nigel Roddis

Manchester (dpa) – Bastian Schweinsteiger hat nach 255 Tagen sein Comeback für Manchester United gegeben. Beim 4:1-Erfolg von United im Ligapokal-Viertelfinale gegen West Ham United wurde der Fußball-Weltmeister in der 87. Minute für Anthony Martial eingewechselt.

Das letzte Spiel für ManUnited hatte der 32-Jährige am 20. März gegen Manchester City gemacht. Zlatan Ibrahimovic (2. Minute/90.+4) und Martial (48./62.) schossen die Tore für das Team von Trainer José Mourinho, der wegen einer Sperre von der Tribüne zuschauen musste. Für Schweinsteiger war es gleichzeitig der erste Einsatz für ManU seit der Portugiese das Team im Sommer übernommen hat.

Ohne die Weltmeister Mesut Özil und Per Mertesacker ist der FC Arsenal dagegen im Viertelfinale des Pokals gescheitert. Gegen den FC Southampton verlor Arsenal mit 0:2 (0:2). Jordy Clasie (13.) und Ryan Betrand (38.) schossen die Treffer für die Gäste.

Real schießt sich im Pokal für Clásico warm

Madrid (dpa) – Real Madrid ist leicht und locker ins Achtelfinale des spanischen Pokals eingezogen und hat sich für den Clásico warm geschossen. Eine B-Elf des spanischen Fußball-Rekordmeisters besiegte den Drittligisten Cultural Leonesa mit 6:1 (3:1).

Real schießt sich im Pokal für Clásico warm
Die Spieler von Real Madrid jubeln über einen weiteren Treffer gegen Cultural Leonesa. Foto: Emilio Naranjo

Madrid (dpa) – Real Madrid ist leicht und locker ins Achtelfinale des spanischen Pokals eingezogen und hat sich für den Clásico warm geschossen. Eine B-Elf des spanischen Fußball-Rekordmeisters besiegte den Drittligisten Cultural Leonesa mit 6:1 (3:1).

Mariano Díaz (1. Minute/42./87.), James Rodriguez (23.) und Enzo Zidane (63.), Sohn von Trainer Zinedine Zidane, schossen die Tore für Real. Außerdem erzielte Leons Cesar Morgado Ortega (90.) ein Eigentor, Yeray Gonzalez (45.) hatte zuvor den Ehrentreffer für die Gäste geschossen. Am Samstag tritt Real zum Topspiel beim FC Barcelona an.

Ein Spiel Sperre und hohe Geldstrafe für Mourinho

Manchester (dpa) – José Mourinho ist nach seinem Tribünenverweis am 27. November für das kommende Spiel von Manchester United gesperrt worden. Zudem muss der Trainer eine Geldstrafe in Höhe von 16 000 Pfund zahlen, wie Englands Fußballverband FA mitteilte.

Ein Spiel Sperre und hohe Geldstrafe für Mourinho
Für einen Ausraster wurde Jose Mourinho mit einem Spiel Sperre und einer Geldstrafe bedacht. Foto: Peter Powell

Manchester (dpa) – José Mourinho ist nach seinem Tribünenverweis am 27. November für das kommende Spiel von Manchester United gesperrt worden. Zudem muss der Trainer eine Geldstrafe in Höhe von 16 000 Pfund zahlen, wie Englands Fußballverband FA mitteilte.

Der Portugiese akzeptierte die Strafe bereits und soll seine Sperre bereits im Viertelfinale des League Cups gegen West Ham United absitzen.

Im Liga-Spiel gegen West Ham hatte der 53-Jährige eine Wasserflasche umgetreten und in Richtung des vierten Offiziellen geflucht. Auslöser war eine Gelbe Karte gegen Uniteds Mittelfeldspieler Paul Pogba gewesen.

Leverkusens Admir Mehmedi verletzt

Leverkusen (dpa) – Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen muss vorerst auf Admir Mehmedi verzichten. 

Leverkusens Admir Mehmedi verletzt
Leverkusens Admir Mehmedi (l) hat sich im Training einen Musekelfaserriss im Adduktorenbereich zugezogen. Foto: Maja Hitij

Leverkusen (dpa) – Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen muss vorerst auf Admir Mehmedi verzichten. 

Der Schweizer Nationalspieler habe sich im Training einen Muskelfaserriss im linken Adduktorenbereich zugezogen, teilte der Club mit. Der 25 Jahre alte Offensivspieler falle zwei bis drei Wochen aus. Mehmedi erzielte in dieser Saison bislang zwei Tore.

Gareth Southgate als englischer Nationalcoach bestätigt

Als Spieler konnte er sich nie ganz vom Fluch des verschossenen Elfmeters gegen Deutschland im EM-Halbfinale 1996 befreien. Nun hat Gareth Southgate die Chance, ein neues Kapitel aufzuschlagen.

Gareth Southgate als englischer Nationalcoach bestätigt
Gareth Southgate ist nun offiziell Nationaltrainer Englands. Der Vierjahresvertrag geht bis zur EM 2020. Foto: Andy Rain

London (dpa) – Gareth Southgate ist als Trainer der englischen Fußball-Nationalmannschaft bestätigt worden. Der 46-Jährige unterschrieb einen Vierjahresvertrag bis zur EM 2020, wie der englische Fußball-Verband FA am 30. November mitteilte.

Schon am Vortag hatte sich der Verband für Southgate als ständigen Nationaltrainer ausgesprochen. «Ich bin extrem stolz, zum Nationaltrainer berufen worden zu sein», sagte Southgate einer Mitteilung zufolge. Er wolle «den Job jetzt erfolgreich machen».

«Gareth ist ein großartiger Botschafter für die FA, er ist ein sehr guter Fußball-Taktiker und ein Anführer. Aber unter anderem ist er auch ein Gewinner, und das ist der wichtige Teil des Jobs», sagte FA-Chef Martin Glenn.

Sein erstes Pflichtspiel nach seiner Beförderung führt den neuen England-Coach nach Dortmund, wo die «Three Lions» am 22. März 2017 im Länderspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft antreten.

Southgate beerbt Sam Allardyce, der den Posten im September nach nur 67 Tagen wieder abgeben musste. Reporter hatten ihn, als Geschäftsleute getarnt, heimlich gefilmt, wie er über Tricks sprach, mit denen man die Transferregeln des englischen Fußballverbands aushebeln kann.

Southgate, der bisherige Trainer der U21-Auswahl, übernahm nach dem Rücktritt von Allardyce vorerst die Nationalmannschaft. In den vier Spielen seit seiner Ernennung blieb das Team ungeschlagen. Noch im Sommer hatte Southgate den Chefposten abgelehnt, änderte nun aber seine Meinung.

Als Profi bestritt Southgate 57 Länderspiele und erreichte 1996 das EM-Halbfinale. Dort scheiterte er als einziger Spieler im Elfmeterschießen am deutschen Torhüter Andreas Köpke.

Werder-Training ohne Kruse und Fritz

Bremen (dpa) – Werder Bremen hat die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den FC Ingolstadt ohne Max Kruse und Clemens Fritz fortgesetzt. Beide Fußballprofs pausierten beim Training des Bundesligaclubs.

Werder-Training ohne Kruse und Fritz
Trainer Alexander Nouri musste beim Training von Werder Bremen auf Clemens Fritz und Max Kruse verzichten. Foto: Carmen Jaspersen

Bremen (dpa) – Werder Bremen hat die Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den FC Ingolstadt ohne Max Kruse und Clemens Fritz fortgesetzt. Beide Fußballprofs pausierten beim Training des Bundesligaclubs.

Kruse setzte wegen einer Knöchelverletzung aus, Kapitän Fritz fehlte wegen einer Erkältung.

«Natürlich hoffen wir, dass sie am Samstag gegen Ingolstadt dabei sein können», erklärte Werders Trainer Alexander Nouri. Er
konnte am Mittwoch in Lamine Sane auch einen Rückkehrer auf dem Trainingsplatz begrüßen.

Kölner Mladenovic und Rudnevs wieder im Teamtraining

Köln (dpa) – Der 1. FC Köln kann im Auswärtsspiel bei 1899 Hoffenheim wieder auf Artjoms Rudnevs und Filip Mladenovic bauen. Beide Profis kehrten ins Mannschaftstraining der «Geißböcke» zurück, teilte der Fußball-Bundesligist mit.

Kölner Mladenovic und Rudnevs wieder im Teamtraining
Kölns Artjoms Rudnevs hatte einige Tage ausgesetzt. Foto: Guido Kirchner

Köln (dpa) – Der 1. FC Köln kann im Auswärtsspiel bei 1899 Hoffenheim wieder auf Artjoms Rudnevs und Filip Mladenovic bauen. Beide Profis kehrten ins Mannschaftstraining der «Geißböcke» zurück, teilte der Fußball-Bundesligist mit.

Der 28 Jahre alte Stürmer Rudnevs hatte beim 0:0 gegen den FC Augsburg einen Schlag bekommen und setzte einige Tage aus. Abwehrspieler Mladenovic fehlte zuletzt wegen einer Entzündung am Zeh.

Auch die Genesung von Dominic Maroh macht Fortschritte. Der Innenverteidiger absolvierte bereits nach seiner Schlüsselbein-Operation schon wieder eine leichte Einheit.

Watzke äußert Verständnis für Tuchel-Kritik an BVB-Profis

Dortmund (dpa) – Hans-Joachim Watzke hat Verständnis für die viel beachtete Kritik von Trainer Thomas Tuchel an den Profis von Borussia Dortmund geäußert.

Watzke äußert Verständnis für Tuchel-Kritik an BVB-Profis
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kann die Spieler-Kritik von Trainer Tuchel (r) nachvollziehen. Foto: Bernd Thissen

Dortmund (dpa) – Hans-Joachim Watzke hat Verständnis für die viel beachtete Kritik von Trainer Thomas Tuchel an den Profis von Borussia Dortmund geäußert.

«Wem, wenn nicht Thomas Tuchel, soll es zustehen, die Leistung und die Herangehensweise der Spieler zu kritisieren», wird der BVB-Geschäftsführer auf der Homepage des Fußball-Bundesligisten zitiert. Spekulationen, dass das bisherige Schweigen der Vereinspitze zu Tuchels Reaktion auf ein angespanntes Verhältnis zum Coach hindeute, wies Watzke zurück: «Es ist nicht unsere Aufgabe, die Kritik des Trainers in der Öffentlichkeit zu kommentieren. Thomas soll seine eigenen Akzente setzen.»

Tuchel hatte nach dem 1:2 am vorigen Samstag in Frankfurt über deutliche Defizite des Teams geklagt. Dass die Vereinsführung diese ungewohnt deutliche Reaktion des Fußball-Lehrers zunächst unkommentiert ließ, hält Watzke für normal: «Wer Michael Zorc und mich kennt und seit Jahren beobachtet, wie Trainer beim BVB unter unserer Leitung arbeiten, der wird festgestellt haben, dass sie – was die sportliche Führung der Mannschaft betrifft – absolut eigenständig handeln und dies aus unserer Sicht auch zwingend richtig ist.»

Schalkes Fährmann vor Partie in Leipzig selbstbewusst

Gelsenkirchen (dpa) – Ralf Fährmann geht mit dem FC Schalke 04 selbstbewusst in das Auswärtsspiel bei RB Leipzig, warnt aber auch vor dem ungeschlagenen Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga.

Schalkes Fährmann vor Partie in Leipzig selbstbewusst
Ralf Fährmann äußerte sich vor dem Spitzenspiel gegen RB Leipzig selbstbewusst. Foto: Peter Steffen

Gelsenkirchen (dpa) – Ralf Fährmann geht mit dem FC Schalke 04 selbstbewusst in das Auswärtsspiel bei RB Leipzig, warnt aber auch vor dem ungeschlagenen Spitzenreiter der Fußball-Bundesliga.

«Das wird verdammt schwer. Beide Teams sind gut drauf, es wird ein absolutes Topspiel auf Augenhöhe», sagte der Torhüter vor der Partie am kommenden Samstag (18.30 Uhr) in einem auf der Vereins-Homepage veröffentlichten Interview.

Der Aufsteiger aus Leipzig hat noch keine Partie in der Liga verloren. Die seit zwölf Pflichtspielen in drei Wettbewerben ungeschlagenen Schalker kletterten mittlerweile auf Rang acht. «Bei uns läuft es derzeit. Das ist ein sehr gutes Gefühl, aber natürlich auch eine Statistik, die wir weiter ausbauen wollen», sagte der 28-Jährige. Gleichwohl sei es nicht so, «dass wir sagen, nach dem schwachen Start ist jetzt alles Friede, Freude, Eierkuchen. Wir wollen mehr und sind mit unserem Tabellenstand noch nicht zufrieden.»

Razzien in Schweiz wegen WM-Affäre 2006

Von ihm erhoffen sich die Ermittler neue Erkenntnisse um die dubiose 6,7-Millionen-Euro-Zahlung vor der WM 2006: Die Staatsanwaltschaft hat das Haus des früheren FIFA-Generalsekretärs Urs Linsi durchsucht.

Razzien in Schweiz wegen WM-Affäre 2006
Die Schweizer Bundesanwaltschaft ermittelt nun auch gegen den ehemaligen FIFA-Generalsekretär Urs Linsi. Foto: Steffen Schmidt

Zürich (dpa) – In der Affäre um das WM-Sommermärchen 2006 hat die Schweizer Staatsanwaltschaft weitere Razzien durchgeführt und ermittelt nun auch gegen den damaligen FIFA-Generalsekretär Urs Linsi.

Zuletzt habe es mehrere Hausdurchsuchungen in der Deutschschweiz gegeben, teilte die Bundesanwaltschaft (BA) in Bern mit. Linsi war von 2002 bis 2007 Generalsekretär des Fußball-Weltverbandes.

«Die am 23. November 2016 durchgeführten Maßnahmen erfolgten im Zusammenhang mit Urs Linsi», hieß es. Der heute 67-Jährige zählt nun neben dem damaligen WM-OK-Chef Franz Beckenbauer, den früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach sowie dem ehemaligen DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt zu den von der BA Beschuldigten im Skandal um die Vergabe der WM 2006 an Deutschland.

Gegen sie wird in der Schweiz wegen des Verdachts des Betrugs, der ungetreuen Geschäftsbesorgung, der Geldwäscherei sowie der Veruntreuung ermittelt. Ziel der jüngsten Durchsuchungen sei die Aufklärung der Hintergründe einer Zahlung des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) von 6,7 Millionen Euro an den damaligen Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus vor der WM 2006, so die Bundesanwaltschaft.

Die ominöse Zahlung ist die entscheidende Frage in der Aufarbeitung der WM-Affäre. Das damalige Organisationskomitee um den Vorsitzenden Beckenbauer hatte eine Rückzahlung von 6,7 Millionen Euro in der Steuererklärung der WM bewusst falsch deklariert. Wozu genau das Geld verwendet wurde, ist bis heute unklar.

Laut Freshfields-Bericht wurde die Summe von einem Konto Beckenbauers in der Schweiz an eine Firma in Katar überweisen, auf ein Konto des Ex-Funktionärs Mohammed bin Hammam. Beckenbauer bekam das Geld zurück durch einen Kredit von Dreyfus, der das Geld dann wieder zurückhaben wollte, weshalb die Legende von einer Vorschusszahlung durch die FIFA für eine WM-Gala gestrickt wurde.

Da sich bin Hammam nicht äußert, hoffen die Ermittler nun offenbar auf Erkenntnisse durch den damaligen FIFA-Generalsekretär Linsi. Zudem hatte es die Staatsanwaltschaft Frankfurt geschafft, mehrere bislang verschlüsselte Dateien zu diesem Skandal lesbar zu machen – was ebenfalls zur Aufklärung der dubiosen Geldflüsse beitragen könnte.