Adriano zu «99 Prozent» wieder bei Flamengo

Adriano zu «99 Prozent» wieder bei Flamengo
Adriano will in der Zukunft in seiner Heimat Brasilien spielen.

Rio de Janeiro (dpa) – Nur knapp einen Monat nach seinem abrupten Abgang bei Inter Mailand steht einem neuen Engagement des brasilianischen Stürmerstars Adriano bei seinem früheren Club Flamengo Rio de Janeiro nichts mehr im Wege.

Der Verein fand nach Medienberichten einen Sponsor für die Bildrechte an Adriano. «Jetzt muss nur noch der Vertrag unterschrieben werden. Er ist zu 99 Prozent bei Flamengo», sagte Vereinspräsident Delair Dumbrosck. Der Sponsor werde einen Großteil von Adrianos Salär bezahlen. Der Berater des Spielers, Gilmar Rinaldi, wollte die Einigung allerdings noch nicht bestätigen.

Adriano selbst hatte in den vergangenen Tagen keinen Zweifel an seiner Vorliebe gelassen. «Ich habe unbändige Lust, dort (bei Flamengo) zu spielen», verriet der «Imperador» kürzlich während eines Essens mit Freunden in einem Restaurant. Adriano, gebürtiger Carioca, wie die Einwohner von Rio heißen, spielte bereits vor seiner Europa-Karriere bei Flamengo (2000/2001), wo er auch als Junge seine ersten Tore schoss. Das Internetportal «Globo.com» titelte: «Abgemacht: Imperador bei Fla (Flamengo)».

Am 10. April hatte sich Adriano in Rio der Presse gestellt, nachdem er von einer Länderspiel-Reise mit der brasilianischen Seleção nicht zu Inter Mailand zurückgekehrt war. «Ich war unglücklich in Italien», räumte der Spieler damals frank und frei ein. Hinzu kam wohl auch Liebeskummer, weshalb er den Rat alter Jugendfreunde in der Favela Vila Cruzeiro in Rio de Janeiro suchte, wo er aufgewachsen war. Bei Inter Mailand hinterließ Adriano offensichtlich kein böses Blut. Der Spitzenclub hatte dem Spieler vorige Woche für «acht gemeinsame Jahre und 74 Tore» gedankt.

Die Spielpause für Adriano fällt nun womöglich kürzer aus als gedacht. Zunächst hatte er angekündigt, dass er sich eine Zeitlang vom Fußball zurückziehen und seine Karriere überdenken wolle. Flamengo rechnet aber damit, dass er schon vor Juli auf den Rasen zurückkehrt. Adrianos Berater blieb dennoch zurückhaltend: Im Vertrag fehlten noch einige Passagen, und die müssten noch verhandelt werden.