UEFA beschließt Champions-League-Reformen

UEFA beschließt Champions-League-Reformen
UEFA-Präsident Michel Platini informiert nach der Sitzung in Luzern die Medien.

Luzern (dpa) – Das Exekutivkomitee des europäischen Fußball-Verbandes (UEFA) hat bei seiner Sitzung am 30. November in Luzern im Vorfeld der EM-Auslosung umfangreiche Reformen für die Champions League beschlossen.

So erhalten England, Italien und Spanien ab 2009 drei feste Plätze. Nach dem bisherigen Format sind jeweils die beiden Top-Teams der englischen Premiere League, der italienischen Serie A und der spanischen Primera Division automatisch für die Königsklasse qualifiziert. Der Meister und Vizemeister der Bundesliga haben wie bisher ebenfalls ihre Teilnahme an der Champions League sicher. Eine dritte Mannschaft muss durch die Qualifikation.

Insgesamt 22 Mannschaften haben künftig ihren Platz in der Champions League durch ihre Platzierung in der heimischen Liga gesichert. Die weiteren zehn Teams werden in einer zweiteiligen Qualifikation ermittelt. Die Länder, die in der UEFA-Rangliste außerhalb der Top 12 liegen, spielen um fünf Plätze. Damit sollen auch Clubs aus den kleineren Fußball-Nationen die Chance erhalten, an dem Geldsegen der Champions League teilzuhaben. Die restlichen fünf Teilnehmer werden in einer Qualifikation mit Vertretern aus den höher eingestuften Ligen ausgespielt.

Die Gruppenphase im UEFA-Pokalwettbewerb wird von 40 auf 48 Mannschaften erweitert. Dann sollen in 12 Gruppen jeweils vier Teams antreten. Derzeit sind es acht Staffeln mit fünf Vereinen. Der UI-Cup im Sommer, über den sich Teams noch für den UEFA-Pokal qualifizieren konnten, entfällt.