Freiburg meldet sich zurück – 1860 wieder Dritter

Freiburg meldet sich zurück - 1860 wieder Dritter
Aachens Sergio Pinto (vo) behauptet den Ball gegen Münchens Nemanja Vucicevic.

München (dpa) – Bundesliga-Absteiger SC Freiburg hat den Sprung von Energie Cottbus an die Tabellenspitze verhindert und sich eindrucksvoll im Aufstiegsrennen zurückgemeldet. Die Breisgauer bezwangen den Tabellenzweiten der 2. Fußball-Bundesliga mit 4:1.

Nur wegen der schlechteren Tordifferenz verpasste Freiburg den Sprung auf die Aufstiegsplätze. Ebenfalls in der Spitzengruppe etablierte sich die SpVgg Greuther Fürth, die im Duell der Verfolger den Karlsruher SC mit 3:1 besiegte. Trotz des Rückschlags beim 1:1 gegen Aufsteiger SC Paderborn bleibt der VfL Bochum Spitzenreiter im Unterhaus.

Trotz eines 0:0-Unentschiedens im Montagsspiel kehrte der TSV 1860 München auf einen Aufstiegsplatz zurück. Die «Löwen» kamen gegen Alemannia Aachen nicht über ein torloses Remis hinaus. Dieser Punktgewinn reichte jedoch, um die SpVgg Greuther Fürth nach nur einem Tag wieder vom dritten Tabellenrang zu verdrängen. 51 800 Zuschauer in der Allianz Arena sahen allerdings eine über weite Strecken nur durchschnittliche Zweitliga-Partie.

Stürmisch begann die Mannschaft von Trainer Volker Finke ihr Heimspiel gegen die Lausitzer, Samuel Koejoe (36.) erzielte das 1:0. Nach dem Wechsel glich Sergiu Radu (46.) aus, doch erneut Koejoe brachte Freiburg (56.) wieder in Front. Roda Antar (69.) und Dennis Kruppke (83.) sorgten für die Entscheidung. «Das war das schwächste, was ich bislang von uns gesehen habe», schimpfte Energie-Trainer Petrik Sander. «Ich dachte, wir wären schon einen Schritt weiter.»

Im Verfolgerduell besiegte Greuther Fürth den Karlsruher SC mit 3:1 und beendete damit die Erfolgsserie der Badener von sieben Spielen ohne Niederlage. Christian Eigler mit seinen Saisontreffern sechs und sieben sowie Daniel Felgenhauer trafen für die Hausherren, Edmond Kapllani (72.) war für die Gäste erfolgreich.

Nach dem 3:2-Pokalsieg gegen den VfB Stuttgart konnte Hansa Rostock auch in der Liga ein Erfolgserlebnis verbuchen. Gegen die SpVgg Unterhaching gewann der Ostsee-Club 4:2 und schaffte durch den vierten Heimsieg in Serie den Anschluss ans Mittelfeld. Die Tore erzielten der Ex-Hachinger Marcel Schied (13./54.) und Rade Prica (73./79), Stefan Buck (28./52) traf für die Gäste. Die Oberbayern, die auf fremden Plätzen bisher nur einen einzigen Punkt holten, bleiben nach ihrer siebten Saisonniederlage auf einem Abstiegsrang.

Mit dem zweiten Sieg hintereinander setzte Wacker Burghausen seinen Auswärtstrend fort und konnte die Abstiegsplätze verlassen. Bei Kickers Offenbach kamen die Oberbayern durch die Treffer von Marek Krejci (11.), einem Eigentor (32.) von Ole Budtz und Dragan Bogavac (44.) zu einem 3:1-Erfolg. Seat Türker traf für die Kickers per Foulelfmeter (55.). Der Aufsteiger aus Hessen muss sich nach der fünften Niederlage nach unten orientieren.

Auf den erneuten Sprung auf die Aufstiegsplätze hofft im Montagsspiel 1860 München. «Aachen wird ein ganz harter Brocken», warnt «Löwen»-Trainer Reiner Maurer jedoch vor dem Kräftemessen gegen den Aufstiegsanwärter aus dem Rheinland. Im Ostderby treffen zudem am Dienstagabend noch Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue aufeinander.

Zum Auftakt des Spieltages hatte Aufsteiger Paderborn mit dem Remis in Bochum die Überraschung geschafft. «Für uns ist das wie ein kleiner Sieg», sagte Trainer Jos Luhukay, zollte den Hausherren aber Respekt: «Bochum ist auch nach diesem Spiel für mich der Aufstiegskandidat.» Einen Einstand nach Maß feierte Paul Linz: Mit seinem neuen Verein LR Ahlen schaffte der Coach beim 3:1 im Keller-Duell gegen Saarbrücken den ersten Saisonsieg. «Das war ein erster Schritt», sagte Linz. Durch ein 1:0 gegen Sportfreunde Siegen stoppte Eintracht Braunschweig den Abwärtstrend von zuletzt fünf Spielen ohne Sieg.