Saniertes Berliner Olympiastadion eröffnet

Saniertes Berliner Olympiastadion eröffnet
Mit einem bunten Programm die Eröffnung des Berliner Olympiastadions gefeiert.

Berlin (dpa) – Zur feierlichen Eröffnung des grundsanierten Berliner Olympiastadions hat die deutsche Hauptstadt die Bereitschaft zu einer erneuten Bewerbung um Olympische Spiele erklärt.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) sagte: «Berlin steht bereit.» Mit seiner letzten Olympia-Bewerbung für 2000 war Berlin, das die Spiele 1936 ausgerichtet hatte, gescheitert.

Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) nannte die in vier Jahren Bauzeit für 242 Millionen Euro modernisierte Arena «ein gelungenes grandioses architektonisches Werk». In dem jetzt 76 000 Zuschauer fassenden Stadion findet am 9. Juli 2006 das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland statt. Für 2009 hat sich Berlin um die Leichtathletik-Weltmeisterschaft beworben.

Innenminister Schily gratulierte Wowereit und Berlin «zu dem neuen Juwel des Sports». Wowereit sagte, die Eröffnung sei ein schöner Tag nicht nur für Berlin, sondern für ganz Deutschland. Großartige nationale und internationale Sportereignisse seien in der Heimstätte des Berliner Fußball-Bundesligisten Hertha BSC zu erwarten. Der Regierungschef nannte unter anderem das Leichtathletik-Stadionfest sowie Kirchentage und Turnfeste.

Nach der offiziellen Eröffnungsrede Wowereits begann vor etwa 45 000 Zuschauern ein Konzert- und Showabend mit den internationalen Popsängerinnen Nena und Pink sowie der Blue Man Group und dem Stardirigenten Daniel Barenboim. Hertha BSC bestreitet ein Freundschaftsspiel gegen Besiktas Istanbul. Zuvor spielen im Olympiastadion die Hertha-Amateure und der 1. FC Union Berlin um Punkte in der Regionalliga.

Zum Schauprogramm gehörten vor einem großen Feuerwerk auch Auftritte von Fußball-Altstars, darunter Paul Breitner, der 1974 beim 1:0 gegen Chile das bisher einzige deutsche WM-Tor in Berlin erzielt hatte. Zu den Ehrengästen des Abends gehörten auch Nachfahren des vierfachen Goldmedaillengewinners der Berlin-Spiele von 1936, Jesse Owens.