VfL Osnabrück erster Absteiger

München (dpa) – Der VfL Osnabrück steht als erster Absteiger aus der 2. Fußball-Bundesliga fest. Der Aufsteiger verlor sein Auswärtsspiel beim Pokalfinalisten Alemannia Aachen mit 1:2 und kann in den verbleibenden drei Spielen den Rückstand von zehn Punkten auf einen Nichtabstiegsplatz nicht mehr aufholen.

Die Aachener dagegen rückten nach dem späten Siegtor von Abwehrspieler Alexander Klitzpera (79.) mit 49 Punkten wieder auf Platz vier vor und wahrten ihre Chance auf den Aufstieg in die Bundesliga.

Im Abstiegskampf durchbrach Eintracht Trier am 31. Spieltag mit einem 3:0-Heimsieg gegen den direkten Mitkonkurrenten LR Ahlen die für den Klassenverbleib normalerweise entscheidende 40-Punkte-Marke. Einen Rückschlag erlitt neben Ahlen (37 Zähler) auch der punktgleiche VfB Lübeck, der sein Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 mit 1:4 verlor. Die Mainzer verbesserten sich durch den ersten Auswärtssieg seit November mit 47 Punkten zumindest vorerst auf Rang fünf.

«Wenn wir einen Anspruch stellen wollen für mehr als Platz fünf oder sechs, dann müssen wir alle vier verbleibenden Spiele gewinnen», hatte Aachens Sportdirektor Jörg Schmadtke vor dem Spiel gesagt. Der Plan ging gegen den leidenschaftlich kämpfenden Tabellenletzten lange Zeit nicht auf. Erst in der 67. Minute brach Ivica Grlic mit dem 1:0 den Bann. Danach ging es Schlag auf Schlag: Dame Diouf glich für die Osnabrücker aus (75.), aber Klitzpera sorgte mit einem «Abstauber» doch noch für ein Aachener Happy-End.

Der zweifache Torschütze Antun Labak (9./55.) und der überragende Catalin Racanel (23.) brachten Trier im Moselstadion früh auf die Siegerstraße. Die Ahlener dagegen schwächten sich zusätzlich, als Andrei Frascarelli nach wiederholtem Foulspiel in der 35. Minute die Gelb-Rote Karte sah. Während Trier mit 41 Punkten praktisch gerettet ist, schwebt Ahlen als Tabellen-15. weiter in akuter Abstiegsgefahr.

Das gilt auch für die punktgleichen Lübecker, die gegen Mainz zunächst durch Jens Scharping (23.) in Führung gegangen waren. Ein «Blackout» von Reiner Plaßhenrich, der den Ball bei einem vollkommen verunglückten Rettungsversuch ins eigene Tor schoss (33.), leitete die Wende ein. Christof Babatz (37./Foulelfmeter), Benjamin Auer (70.) und Manuel Friedrich (90.) machten sie perfekt.