Hamburger SV verlängert mit Trainer Gisdol

Der HSV und Trainer Gisdol haben sich auf eine langfristige Zusammenarbeit geeinigt. Der Labbadia-Nachfolger soll die Norddeutschen auf Dauer von den Abstiegsrängen führen.

Hamburger SV verlängert mit Trainer Gisdol
Der Hamburger SV hat den Vertrag mit Trainer Markus Gisdol verlängert. Foto: Christian Charisius

Hamburg (dpa) – Nun ging es doch schneller als erwartet: Der Hamburger SV einigte sich mit Trainer Markus Gisdol auf eine Vertragsverlängerung. Wie der Bundesligist mitteilte, soll der 47 Jahre alte Fußballlehrer bis 2019 die Verantwortung bei den Hanseaten tragen.

Bei seinem Amtsantritt im September vergangenen Jahres hatte Gisdol beim aktuellen Tabellen-16. nur bis zum Ende der laufenden Saison unterschrieben. Der neue Vertrag gilt sowohl für die Bundesliga als auch für die 2. Liga.

«Ich wünsche mir für den HSV Ruhe und Kontinuität und freue mich daher sehr über die Vertragsverlängerung von Markus Gisdol und seinem Team», sagte der HSV-Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen. «Wir freuen uns sehr darüber, dass wir in der jetzigen bewährten Trainerkonstellation vertrauensvoll weiterarbeiten werden. Wir sind fest entschlossen, den eingeschlagenen Weg in den nächsten Jahren gemeinsam fortzusetzen», wird Sportdirektor Jens Todt zitiert, der die Verhandlungen führte.

Gisdol betonte: «Es gilt in der aktuellen Lage nach wie vor, fokussiert zu bleiben und alles dem sportlichen Erfolg unterzuordnen – wir haben ein großes Ziel vor Augen. Gleichwohl freue ich mich, dass der Verein auf mich zugekommen ist, auf Stabilität und Kontinuität setzen möchte und dass wir unsere Zusammenarbeit nun auch über diese Saison hinaus fortsetzen werden.»

Er hatte die Mannschaft von Bruno Labbadia übernommen, der nach der 0:1-Niederlage gegen Bayern München am 25. September entlassen worden war. In den ersten sieben Spielen unter dem neuen Coach blieben die Hamburger sieglos, ehe am 13. Spieltag mit dem 2:0 beim SV Darmstadt 98 der erste Saisonerfolg gelang. Gisdol hatte sich zunächst das Teamgefüge angeguckt und dann einiges verändert: So nahm er Johan Djourou die Kapitänsbinde weg und machte Gotoku Sakai zum Spielführer. Zur Trennung kam es mit Innenverteidiger Emir Spahic.

Mit Ausnahme des 0:8-Debakels am 25. Februar bei Bayern München zeigte der HSV fortan bessere Leistungen, kam in der Tabelle aber nicht über einen zwischenzeitlichen 15. Platz hinaus. Derzeit steht das Gisdol-Team auf dem Relegationsrang, hat aber mit 27 Punkten acht Zähler Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz (FC Ingolstadt/19) und nur zwei Punkte Rückstand auf Mainz 05 auf Platz 12.

Auch die Verträge mit den Co-Trainern Frank Fröhling und Frank Kaspari, Torwarttrainer Stefan Wächter sowie Athletiktrainer Daniel Müssig wurden um den gleichen Zeitraum verlängert.

Schalker Huntelaar steht vor Abschied im Sommer

Gelsenkirchen (dpa) – Stürmer Klaas-Jan Huntelaar wird den Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 voraussichtlich am Ende dieser Saison nach sieben Jahren verlassen.

Schalker Huntelaar steht vor Abschied im Sommer
Für Klaas-Jan Huntelaar stehen die Zeichen beim FC Schalke 04 auf Abschied. Foto: Daniel Karmann

Gelsenkirchen (dpa) – Stürmer Klaas-Jan Huntelaar wird den Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 voraussichtlich am Ende dieser Saison nach sieben Jahren verlassen.

Wie die «Bild»-Zeitung berichtete, kann der 33 Jahre alte Niederländer die für eine automatische Verlängerung seines im Sommer auslaufenden Vertrags erforderliche Anzahl von Pflichtspielen nicht mehr erreichen. Dafür müsste er demnach laut einer Vertragsklausel die Hälfte aller möglichen Partien des Revierclubs in dieser Spielzeit bestreiten.

In dieser Saison brachte es der 2010 vom AC Mailand nach Schalke gewechselte Angreifer bislang auf 15 Einsätze in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Europa League. Dass Schalke den Kontrakt mit Huntelaar dennoch verlängert, scheint trotz dessen 125 Toren für den Club ausgeschlossen. Trainer Markus Weinzierl setzte ihn zuletzt nur sporadisch ein und vertraute anderen Stürmern wie Guido Burgstaller.

In den vergangenen Wochen war wiederholt spekuliert worden, dass Huntelaar zum nächsten Schalker Europa-League-Gegner Ajax Amsterdam, wo er von 2006 bis 2009 spielte, zurückkehren könnte. Bisher hat der Niederländer sich nicht zu seinen Plänen geäußert.

FC Bayern und VfL Wolfsburg eröffnen Büros in China

Gleich zwei deutsche Vereine haben in dieser Woche in China Büros eröffnet, Bayern in Shanghai und Wolfsburg in der Hauptstadt Peking. Die Bundesligisten erhoffen sich viel vom riesigen Markt in Fernost.

FC Bayern und VfL Wolfsburg eröffnen Büros in China
Der FC Bayern München ist schon länger in China aktiv. Foto: Xi Ya

Shanghai (dpa) – Der FC Bayern München und der VfL Wolfsburg setzen bei der Auslandsvermarktung auf Asien und haben dafür zwei Büros in China eröffnet.

Fußball-Rekordmeister Bayern gab in der Millionenmetropole Shanghai den offiziellen Startschuss für noch intensivere Werbetätigkeiten, die Wolfsburger bezogen in der Hauptstadt Peking ihre Repräsentanz. VfL-Geschäftsführer Thomas Röttgermann sprach von einem «weiteren wichtigen Meilenstein» im Bestreben nach mehr Internationalisierung beim Bundesligisten.

Die Bayern bezogen die Räumlichkeiten in Shanghai vor einem halben Jahr, jetzt erfolgte vor rund 120 Gästen die offizielle Eröffnung. «Wir haben in China auf unseren Reisen bislang stets wunderbare Erfahrungen gemacht und gespürt, welch hohes Ansehen unser Club hier genießt», sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge.

2014 hatten die Bayern bereits in New York ihr USA-Büro eröffnet. Nun zogen sie in Asien nach, wo im Sommer auch eine Tour des Profi-Teams mit vier Testspielen gegen den FC Arsenal (19. Juli in Shanghai), FC Chelsea (22. Juli in Shenzhen), AC Mailand (25. Juli in Singapur) und Inter Mailand (27. Juli in Singapur)auf dem Programm steht.

«Wir haben in China mit aktuell schon über 136 Millionen Followern eine breite Fanbasis, mit der wir ab sofort noch stärker in den Dialog gehen wollen», sagte der für Internationalisierung zuständige Bayern-Vorstand Jörg Wacker und kündigte an: «In der rasanten Fußball-Entwicklung werden wir dem chinesischen Markt – vor allem im Jugendfußball – die richtigen Lösungen anbieten.»

Helfen sollen dabei ehemalige Profis wie Bixente Lizarazu und Giovane Elber als Markenbotschafter. Die Wolfsburger hatten 2009-Meister Zvjezdan Misimovic mit in das Reich der Mitte genommen, um für den niedersächsischen Verein und die Bundesliga insgesamt zu werben.

China sei deswegen von großer Bedeutung, weil hier eine «einzigartige Kombination aus enormer Euphorie für den deutschen Fußball, geballter Wirtschaftskraft und großem staatlichen Interesse am Fußballsport vorherrscht», sagte Röttgermann im Pekinger Künstlerviertel «798».

Sowohl im Staatsfernsehen als auch im Internet werden Spiele der Bundesliga gezeigt. Fans in China wenden sich oft Vereinen in Europa zu, weil sie von den heimischen Clubs frustriert sind. Doch auch Chinas Vereine rüsten auf: Um die Liga attraktiver zu machen, wurden zuletzt verstärkt für hohe Ablösesummen Stars im Ausland eingekauft.

Sportdirektor Todt sieht den HSV auf dem richtigen Weg

Hamburg (dpa) – Jens Todt sieht den Hamburger SV auf Kurs Richtung Klassenerhalt: «Es fühlt sich an wie der Weg zur Rettung», sagte der Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten.

Sportdirektor Todt sieht den HSV auf dem richtigen Weg
Jens Todt sieht den HSV auf einem guten Weg. Foto: Daniel Reinhardt

Hamburg (dpa) – Jens Todt sieht den Hamburger SV auf Kurs Richtung Klassenerhalt: «Es fühlt sich an wie der Weg zur Rettung», sagte der Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten.

Allerdings merkte Todt auch an: «Wir sind Fünfter der Rückrundentabelle, aber das spiegelt sich in der großen Tabelle nicht wider.» Mit 27 Punkten stehen die Hanseaten auf Relegationsrang 16 und haben acht Zähler Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. Der Rückstand auf den Tabellenzwölften Mainz 05 beträgt nur zwei Punkte.

Die Länderspielpause will der Traditionsclub nutzen, um «Kräfte für den Endspurt zu sammeln», formulierte Todt. Ob in der spielfreien Zeit auch die angestrebte Vertragsverlängerung mit Trainer Markus Gisdol unter Dach und Fach gebracht wird, sagte der Sportdirektor nicht. «Wir sind seit geraumer Zeit in Gesprächen, aber wir geben keine Wasserstandsmeldungen ab.» Beide Seiten seien sich einig, den am Saisonende auslaufenden Kontrakt verlängern zu wollen. Todt meinte: «Es gibt dabei aber immer sehr viele Details zu klären.»

Nagelsmann: Realist in einer Scheinwelt

Julian Nagelsmann ist nach nur einem Jahr als Bundesliga-Chefcoach von Hoffenheim mit dem «Trainerpreis des deutschen Fußballs» vom DFB ausgezeichnet worden. Trotz des rasanten Aufstiegs bleibt er auf dem Teppich. Er weiß, dass auch schlechte Zeiten kommen werden.

Nagelsmann: Realist in einer Scheinwelt
Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann bleibt trotz des rasanten Aufstiegs auf dem Teppich. Foto: Uwe Anspach

Neu-Isenburg (dpa) – Trotz des phänomenalen Aufstieg als Bundesligatrainer vergisst Julian Nagelsmann die Gesetze des Fußballgeschäfts nicht.

«Es wird mich am Tag X nicht überraschen, wenn ich meine Sachen packen muss. Das Schöne ist, es ist berechenbar», sagte der 29-jährige Chefcoach von 1899 Hoffenheim, der am Montagabend vom DFB mit dem «Trainerpreis des deutschen Fußballs 2016» ausgezeichnet wurde. Er hatte die Kraichgauer als jüngster Trainer der Liga-Geschichte 2015/2016 vor dem Abstieg gerettet und kann nun als Tabellenvierter von der Champions League träumen.

Der Senkrechtstart vom Absolventen der Fußball-Lehrer-Ausbildung des DFB vor einem Jahr zum geehrten und verehrten Cheftrainer hat er nicht erwartet. «Man hat es sich erträumt, dass es so läuft, wie es momentan läuft», sagte Nagelsmann. «Dass auch schlechte Zeiten kommen, weiss ich auch.»

Keine Gefahr sieht er, nach den Lobenhymnen abzuheben. «Es hilft gut, wenn man abends zur Familie zurückkommt und man sich bewusst ist, dass das Ganze nur eine Scheinwelt ist, ein Monopoly mit Regeln», sagte Nagelsmann. «Ich lese auch nicht so viel über mich.»

Bei der Trainerpreis-Verleihung hörte er aber viele Lobpreisungen. «Er ist einfach ein Typ. Er lebt Fußball», sagte DFB-Sportdirektor Horst Hrubesch. «Ich würde ihn nicht als Konzepttrainer bezeichnen, sondern er ist ein Mensch, der mit Menschen arbeiten und seine Ideen umsetzen will.» Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp würde Nagelsmann zwar gerne lebenslänglich als Coach behalten, wäre aber auch schon froh, den bis Juni 2019 laufenden Vertrag noch einmal verlängern zu können: «Es sind viele Erfahrungen, die er braucht, wenn er als großer Trainer einmal bei einem ganz großen Verein tätig sein will.»

Auf Spekulationen, renommierte Clubs wären schon an ihm dran und ein vorzeitiger Ausstieg möglich, reagierte er ausweichend. «Ich habe meinen Vertrag und wir halten es wie bei allen Spielern: Wir kommentieren keine Gerüchte», erklärte er abgeklärt.

Dass er jedoch noch viele ehrgeizige Ziele hat, verhehlt er dagegen nicht. «Mein Ziel ist, irgendwann in ein europäisches Finale zu kommen», sagte Nagelsmann. «Wenn es mir mit Hoffenheim gelingt, gelingt es mir mit Hoffenheim, ansonsten vielleicht mit einem anderen Club.» Ein Wechsel ins Ausland sei für ihn kein zwingender Wunsch.

Welchen Weg das Trainer-Talent auch wählen wird. Für DFB-Präsident Reinhard Grindel ist Nagelsmann für die «höheren Herausforderungen» an Trainer – wie den vor zehn, zwanzig Jahren noch undenkbaren Medienhype – gewappnet. «Zu diesen zusätzlichen Aufgaben, die ein Trainer hat, passt Julian Nagelsmann. Deshalb hat er den Preis auch verdient.»

Ausgeschlossen ist es nicht, dass Grindel oder einer seiner Nachfolger den Mann der Zukunft einmal als Bundestrainer einstellen wird. «Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Die tägliche Arbeit macht mir sehr viel Spaß», meinte Nagelsmann. «Vielleicht kann es in der Zukunft mal sein, dass ich mir das überlege.»

Überhaupt schließt er nichts aus. «Ich bin offen für alles Mögliche, wenn intelligente Leute Lösungen oder Ideen für mich haben, wie mein Karriereweg aussehen kann», sagte Nagelsmann. «Das Gesetz, dass der Fußball sehr schnelllebig ist, werde ich nicht außer Kraft setzen.»

Ausfallzeit von Gnabry noch ungewiss

Bremen (dpa) – Serge Gnabry muss bei Werder Bremen weiter mit dem Training aussetzen. Der Mittelfeldspieler weilte zu Wochenbeginn zu Untersuchungen in München, eine genaue Diagnose steht allerdings noch nicht fest.

Ausfallzeit von Gnabry noch ungewiss
Eine genaue Diagnose steht bei Serge Gnabry noch aus. Foto: Peter Steffen

Bremen (dpa) – Serge Gnabry muss bei Werder Bremen weiter mit dem Training aussetzen. Der Mittelfeldspieler weilte zu Wochenbeginn zu Untersuchungen in München, eine genaue Diagnose steht allerdings noch nicht fest.

«Es wird irgendwo zwischen Zerrung und Muskelfaserriss liegen», sagte Werder-Coach Alexander Nouri. «Je nach Diagnose ist dann auch das Spiel in Freiburg in Gefahr», sagte Nouri mit Blick auf das nächste Bundesligaspiel am 1. April.

Gnabry hatte bereits das Spiel gegen Leipzig verpasst. Auch für das U21-Länderspiel gegen England in Wiesbaden am Freitag sagte der Offensivspieler ab.

Derzeit pausieren müssen bei den Bremern auch Max Kruse und Florian Grillitsch (beide muskuläre Probleme). Das Duo wird deshalb wie Abwehrchef Ludovic Sané im Testspiel gegen den Regionalligisten VfB Oldenburg in Rastede am Mittwoch nicht dabei sein.

Abwehrspieler Tah zurück im Leverkusener Training

Leverkusen (dpa) – Bayer Leverkusen kann für den weiteren Saisonverlauf in der Fußball-Bundesliga wieder mit Jonathan Tah planen.

Abwehrspieler Tah zurück im Leverkusener Training
Bayer Leverkusen kann wieder mit Jonathan Tah planen. Foto: Marius Becker

Leverkusen (dpa) – Bayer Leverkusen kann für den weiteren Saisonverlauf in der Fußball-Bundesliga wieder mit Jonathan Tah planen.

Der Abwehrspieler, der sich Anfang Februar einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hatte, ist am 21. März ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Seinen bislang letzten Pflichtspiel-Einsatz im Bayer-Dress hatte Tah am 3. Februar bestritten.

Podolski macht Götze und Großkreutz Mut

Dortmund (dpa) – Lukas Podolski hat vor seinem Abschiedsspiel aus der Fußball-Nationalmannschaft seinen Weltmeisterkollegen Mario Götze und Kevin Großkreutz Mut gemacht. 

Podolski macht Götze und Großkreutz Mut
Lukas Podolski kennt und schätzt Mario Götze (M) aus der Nationalmannschft. Foto: Christian Charisius

Dortmund (dpa) – Lukas Podolski hat vor seinem Abschiedsspiel aus der Fußball-Nationalmannschaft seinen Weltmeisterkollegen Mario Götze und Kevin Großkreutz Mut gemacht. 

«Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Mario wiederkommt. Aber seine Krankheit werde ich nicht öffentlich diskutieren», sagte Podolski über den an einer Stoffwechselstörung leidenden Götze in einem Interview der «Bild»-Zeitung. «Mario ist nämlich ein feiner, guter Junge», ergänzte Podolski. Der 30-Jährige bestreitet am Mittwoch gegen England sein 130. und letztes Länderspiel.

Für Großkreutz, der wegen seines Ausflugs ins Stuttgarter Nachtleben beim VfB seinen Vertrag verlor, bat Podolski um Milde. «Wenn ich da alte Trainer und Experten höre: Ich möchte nicht wissen, was früher abgegangen ist. Daher nur mit dem Finger auf Kevin zu zeigen, ist falsch. Dass er Fehler gemacht hat, weiß er selber», sagte Podolski. «Klar sind wir Fußballer Vorbilder, aber auch Menschen, da gehören halt auch Fehler dazu.»

Als dunklen Moment in seinen 13 Jahren als Nationalspieler bezeichnete Podolski die Erlebnisse am 13. November 2015 bei der Anschlagsserie in Paris. «Ich darf nicht daran denken, was wirklich passiert wäre, wenn der eine Terrorist wirklich das Stadion gestürmt hätte», sagte der Profi von Galatasaray Istanbul. «Der Terror ist mir ja auch in der Türkei begegnet», 100 Prozent Schutz gebe es nicht. «Ich habe nur für meine Familie gesorgt und sie heimgeschickt.»

Nagelsmann erhält «Trainerpreis des deutschen Fußballs 2016»

Julian Nagelsmann ist der Senkrechtstarter unter den Bundesliga-Chefcoaches. Der DFB ehrte ihn mit dem «Trainerpreis des deutschen Fußballs 2016». Mit dem Preis für das «Lebenswerk» wurde der frühere Potsdamer Frauentrainer Bernd Schröder ausgezeichnet.

Nagelsmann erhält «Trainerpreis des deutschen Fußballs 2016»
Hoffenheims Coach Julian Nagelsmann ist vom DFB ausgezeichnet worden. Foto: Thomas Frey

Neu-Isenburg (dpa) – Julian Nagelsmann ist mit dem «Trainerpreis des deutschen Fußballs 2016» ausgezeichnet worden. Der Chefcoach des Bundesligisten 1899 Hoffenheim ist der achte Trainer, der diese Auszeichnung vom Deutschen Fußball-Bund bei einem Festakt in Neu-Isenburg erhalten hat.

Nagelsmann ist seit Februar 2016 Trainer der Hoffenheimer. Zu dem Zeitpunkt war er 28 Jahre alt und damit der jüngste hauptamtliche Cheftrainer der Bundesligageschichte. Bisherige Preisträger waren Horst Hrubesch, Thomas Tuchel, Hermann Gerland, Christian Streich, Norbert Elgert, Maren Meinert und Markus Kauczinski. Die Auszeichnung würdigt insbesondere herausragende Leistungen eines Trainers in der Nachwuchsarbeit.

Mit dem Preis für das Lebenswerk zeichnete der DFB als ersten Frauenfußball-Trainer Bernd Schröder aus, der mit Turbine Potsdam in mehr als vier Jahrzehnten große Erfolge feierte. 2016 hatte Ottmar Hitzfeld den Ehrenpreis verliehen bekommen.

«Diese Auszeichnung kommt für mich sehr überraschend und ist eine große Ehre für mich», sagte Nagelsmann. Es gebe so viele Kollegen, die seit Jahren auf höchstem Niveau einen grandiosen Job machten und die eine solche Wertschätzung ebenso verdient hätten. «Dass mir als Rookie nun eine solche Ehre zuteil wird, macht mich fast sprachlos, und das bin ich selten.»

In einer Videobotschaft beglückwünschte Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp seinen jungen Trainer zur Auszeichnung und wünschte sich eine Fortsetzung der Zusammenarbeit auf unbestimmte Zeit. «Ich würde gern, wenn er lebenslang in Hoffenheim bleiben würde», sagte Hopp. Zugleich relativierte er diesen Wunsch: «Ich kann mit aber auch vorstellen, dass er eines Tages ein großer Trainer eines großen Vereins wird.»

Der 74-Jährige Schröder hatte mit dem Bundesligisten 1. FFC Turbine Potsdam Geschichte im Frauenfußball geschrieben. Sechsmal wurde er mit dem Club deutscher Meister. Höhepunkt seines rund 45 Jahre langen Schaffens bei Turbine war 2010 der Triumph in der Champions League sowie die Gewinne des UEFA-Cups 2005 und 2010. «Ich habe 23 Auszeichnungen für mein ehrenamtliche Tätigkeit bekommen, doch der Trainerpreis ist eine ganz besonderer», sagte Schröder.

HSV-Regisseur Hunt zieht sich Knieverletzung zu

Hamburg (dpa) – Neben Stürmer Bobby Wood vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV ist auch Aaron Hunt verletzt. Der Mittelfeldspieler zog sich wie sein Teamkollege beim 0:0 bei Eintracht Frankfurt eine Kapselverletzung im Knie zu und befindet sich in medizinischer Behandlung.

HSV-Regisseur Hunt zieht sich Knieverletzung zu
Aaron Hunt hat Probleme mit dem Knie. Foto: Daniel Reinhardt

Hamburg (dpa) – Neben Stürmer Bobby Wood vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV ist auch Aaron Hunt verletzt. Der Mittelfeldspieler zog sich wie sein Teamkollege beim 0:0 bei Eintracht Frankfurt eine Kapselverletzung im Knie zu und befindet sich in medizinischer Behandlung.

Wood leidet an akuten Schmerzen im Bereich des unteren Rückens und wird ebenfalls von der medizinischen Abteilung intensiv behandelt. Der Nationalspieler musste deshalb auch die Länderspielreise mit dem US-Team absagen. Bei ihm wird nun von Tag zu Tag geschaut, wann und in welchem Umfang er wieder ins Training einsteigen kann.